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| Grenzen und Verantwortung in der Bodymod-Szene (von: melanom) |
Dieser Artikel spiegelt meine persönliche Meinung wieder und tritt vielleicht einigen BodyMod-Künstlern auf die Füße. Aber ist keine Zurechtweisung, sondern soll viel mehr eine Diskussion ins rollen bringen, oder aber den einen oder anderen zum Nachdenken anregen. Ich bin nicht der Mittelpunkt der Erde, habe auch die absolute Wahrheit nicht gepachtet, in sofern bin ich über Stellungnahmen, auch wenn sie meiner Sicht der Dinge nicht entsprechen, sehr erfreut. Auf geht es….
Mit Erschrecken hab ich schon so das eine oder andere BodyMod-Experiment im Netz verfolgt. Klar, ich guck in erster Linie in den Modblog der hierzulande (meiner Meinung nach völlig zu Unrecht) indizierten kanadischen Seite. Letztendlich hat mich zum Schreiben dieses Artikels ein Eyebrow-Removal gebracht. Aber auch der Eintrag, wo sich ein 17jähriges Mädchen ein MicroDermal ins Augenlied hat machen lassen. Die beiden Beispiele sind nur wenige von vielen, wo ich meine, dass der „Künstler“ zu weit gegangen ist. Beide unterscheiden sich aber, denn beim erstgenannten Beispiel überschreitet der Macher der Modifikation die Grenze dessen, was gesundheitlich/spätfolgentechnisch verantwortbar ist, während im zweiten Fall mich eher tangiert, dass am Endverbraucher/Kunden experimentiert wird. Aber dazu später mehr.
Wo sind die Grenzen dessen, was ein Nicht-Mediziner ausführen sollte? Wie weit darf man die Verantwortung auf den schieben, der es unbedingt haben wollte?
Ich benutze das Wort „Nicht-Mediziner“ nicht, weil ich den professionellen Kollegen das medizinische Wissen absprechen will. Nein, da weiß ich über einige Piercer zu viel, als dass ich nicht wüsste, dass sie in vielen Jahren im Beruf, mit viel Engagement, ein riesiges KnowHow über den menschlichen Körper angesammelt hätten. In ihrem kleinen Rahmen, der sich in der Regel auf die Oberfläche des Körpers beschränkt, sind sie vielleicht sogar kompetenter als so mancher Allgemein-Mediziner. Das stell ich mit dem Ausdruck nicht in Frage. Ich benutze das Wort eher deshalb, weil es rein rechtlich ein riesiger Unterschied ist, ob ein Mediziner einen Fehler macht, oder ein „Fachmann/Frau“. Und gravierende Fehler werden sowohl von den Medizinern, als auch von den Medien gefressen wie ein Hundeknochen mit Mettmantel vom Hund meiner Nachbarin. Es wird sich trotz den lauernden Bluthunden sehr sehr weit aus dem Fenster gelehnt.
Ich komm zum Verdeutlichen auf den Fall mit der Augenbraue zurück. Der Fall spielte sich natürlich nicht hierzulande ab, aber da kann erstmal egal sein, denn es verdeutlicht das fehlende Verantwortungsbewusstsein, was man nicht nur in USA findet. In diesem Fall hat ein Bodymod-Künstler einem Willigen die Augenbraue entfernt, weil der „das immer schon haben wollte“. (Das gerne gesagte „das wollte ich schon immer haben“ kommt gerne, wenn eine aus Sensationsgier motivierte BodyMod verteidigt werden muss. „Höher/Schneller/Weiter“ scheint mir bei vielen Mods eine starke Triebfeder zu sein, aber das ist ein anderes (artikelwürdiges) Thema.)
Die Augenbraue und das die Augen umgebende Gewebe ist sehr locker und kann mit sehr wenig Kraft bewegt werden. So reicht das runzeln der Stirn, um die Augenlieder mit hochzuziehen. Und in diesem weichen Gewebe, schneidet nur ein Nicht-Mediziner (*aufdemBegriffrumreitet*) einen nicht unerheblichen Streifen raus. Selbst bei einem komplikationslosen Abheilen könnte diese entstehende Narbe bei nur kleinster Flächenveränderung zur Ausgangswunde in die Gesichtsmimik eingreifen. Schon auf dem Foto, welches direkt nach dem Removal gemacht wurde, kann man erkennen, dass dadurch, dass die offene Wunde größer ist, als das raus genommene Stück Haut, das Augenlied leicht tiefer hängt. Das muss nicht so bleiben, logisch, aber verdeutlicht sehr gut, wie instabil der natürliche Zustand des Auge ist, wie schnell nur kleinste Veränderungen in der Umgebung zu sichtbaren Verformungen der Augen-Mimik führen kann.
Den Fall nun ausreichend beschrieben Frage ich: Wo bleibt die Berufsethik? Wo ist die Verantwortung gegenüber dem, der die Folgeschäden ausbaden muss? Kritik am Getanen wird als Angriff gesehen. Wer das ganze hinterfragt ist ein „Hater“. Ich musste Sachen lesen wie „Ist doch in Ordnung, kann doch auch gut ausgehen…“ „Kann gut gehen“ im Zusammenhang mit einer OP (!!) im Gesicht eines anderen. Sehr schön. Was ist, wenn diese Narbe Keloide bildet? Ist der, der es gemacht hat, kompetent genug, das aufzufangen? Kann er eingreifen? Ich glaub kaum. Da wird um der 15Minuten Ruhm willen etwas gemacht, dessen Spätfolgen und/oder Komplikationen außerhalb des eigenen Könnens liegen.
Wo ist eine definierte Berufsethik, wie es die Mediziner haben? Die gibt es nicht, jeder schneidet und schnibbelt wie er kann, wie es die Grauzone zulässt. Ich finde das unprofessionell und dem Customer gegenüber verantwortungslos.
Was viele der Bodymodder völlig außer Acht lassen, ist die Tatsache, dass Komplikationen von den Medien, grade in diesen Tagen, wie ein Schwamm aufgesaugt und über alle Bodymodder wieder ausgegossen werden. „Skin-Removal ? Ach ja, dass hab ich neulich auf Pro7 gesehen, da war der Typ mit dem schiefen Auge…“.
Was mir da fehlt, ist eine Selbstregulierung innerhalb der Szene, eine Ethik, mit der man sich gegen Angriffe von Außen abgrenzen kann. Warum sieht keiner die Gefahr, die droht, wenn erstmal die Meute derer, denen die BodyMod-Szene eh ein Dorn im Auge ist, die ersten Komplikationen ins Rampenlicht zerren kann? Wo ist die Selbstinitiative? Warum wird die Grauzone genutzt, anstatt das Licht anzumachen? Ich kann auch in der Tattoo-Szene nicht verstehen, warum man nicht mit gutem Beispiel voran geht und sich gegenseitig anhält, möglichst perfekt zu arbeiten. Da muss man immer noch in Studios Tätowierer sehen, die ohne Kabel-Cover arbeiten, weil es bequemer ist. Scheiß auf bequem, man muss sich möglichst unangreifbar machen, grade wenn man aus Sicht der Medien/Behörden/Mediziner eh ein unliebsames Randelement darstellt. Und was machen die Tätowierer? Beschweren sich beim Tätowier-Magazin darüber, dass eben dieses mit „überzogenen Hygiene-Artikeln“ ihnen das Geschäft kaputt machen würde. AUFWACHEN, denn nicht derjenige macht das Geschäft kaputt, der auf Missstände hinweist, sondern der, der nicht willens ist, sich den mittlerweile herrschenden Mindestvoraussetzungen anzupassen.
Wir leben in einer Zeit, wo alles bis zum Erbrechen reglementiert wird, wo man sich immer mehr absichern muss, damit man rechtlich save arbeiten kann. Und was machen viele in der BodyMod/Tattoo-Szene? Am unteren Limit arbeiten, möglichst mit wenig Aufwand arbeiten. Da ist das Paar Handschuhe zu teuer, um es mehrmals während des Arbeitsvorgangs zu wechseln. Da wird selbst von „Größen“, wie die Katze von D, mit Handschuhen vor laufender Kamera die Buxe hochgezogen, die Türklinke betätigt und und und. Der Eindruck der bleibt ist, dass derjenige zwar Handschuhe trägt, aber keine Ahnung hat warum, oder diese aus reinem Selbstschutz benutzt. (Viele Ärzte sind da ähnlich, aber es tut nichts zur Sache, weil A/ diese einen Freifahrtsschein haben und B/ es das eigene nicht besser macht, wenn andere den gleichen Fehler machen)
Was kann man tun? Zum Beispiel auf Conventions nicht erst bibbernd auf das Gesundheitsamt warten und hoffen, dass sie nicht auf einen Stand stoßen, der weder mit KabelCover arbeiten, noch einen Hauch von Ahnung von Kreuz-Kontamination haben, sondern jeden Stand als Veranstalter Vorschriften an die Stände weitergeben, ohne die das Arbeiten nicht erlaubt wird.
Um auf die BodyMod-Szene zurückzukommen: Warum werden, wie im oben genannten Beispiel mit dem MD im Augenlied, die Kunden benutzt, um zu experimentieren? Da kommt ein Mädchen von 17Jahren in ein Piercingstudio, will ein MD im Augenlied. Und was macht der Piercer? Er setzt es ihr. Dass MDs als solches schon nicht unproblematisch sind, macht die Zahl der Schmuckverluste deutlich. Auch wenn ich mir dafür ne Schelte einfange, aber ich muss es sagen: Nicht alles was Schmuck und Kundenwunsch zulassen, sollte man auch machen. Aber nun am Kunden-Auge mal schauen, was geht, finde ich unter aller Sau. Woher will der Piercer wissen, was die Hornhaut im Auge zu der Reizung mit der Metallplatte sagt? Wie will er verantworten können, dass jemand vielleicht durch den Wunsch, denn er unter Verlust von ein paar Dollar (oder Euronen, ich glaube nicht, dass hierzulande nicht jemand dasselbe tun würde) hätte ablehnen können (sollen), eine chronische Erkrankung davonträgt? Zum Glück hat eben dieser Fall eine Diskussion auf der kanadischen Seite losgetreten. Denn nicht nur ich frage mich „Wie weit darf man gehen?“, sondern auch einige (viel zu wenige) Stimmen innerhalb der Szene. Aber auch in dieser Diskussion wurde deutlich, dass der Drang, etwas in der Öffentlichkeit präsentieren zu können, was keiner hat, jegliche Vernunft ausser Kraft setzt. Vor allem wird mit dem Kunden gespielt. Kunden kommen oft mit Recht naiven Vorstellungen in Studios und die Macher sind göttergleich verehrt. Wenn der Piercer zustimmt, kann es nicht so gefährlich sein. Ich will gar nicht drüber nachdenken, wie viele von den MD-setzenden Piercern irgendwo unter Anleitung eines erfahrenen Modders erstmal die Grundlagen erlernt haben (Das BMXnet-Seminar wäre ne gute Möglichkeit), oder wie viele sich den Kram bestellt haben um dann ohne Wissen über Hautspannung oder die überhaupt sinnvollen Stellen nach ein zwei Versuchen am Kunden „weiter üben“. In meinen Augen ist das auch ein Grund, warum so viele MDs fehlgeschlagen sind. (Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber das ist mein Eindruck).
Was ich sehe, ist eine Szene, die immer etwas Neues sucht, was nicht verwerflich ist. Aber die neuen Sachen/Methoden sollten „save“ sein, bevor man an den Kunden geht. Die Gesundheit des Kunden sollte wichtiger sein, als die Profilierungsgier der Ausführenden. Wenn ich sehe, dass Piercer Augenlieder mit Ringen piercen, die auf dem Auge reiben, wird mir schlecht. „Aber der Kunde wollte das so….“
Wer ist denn der Chef? Der Kunde, oder der mit dem größten KnowHow ? Eben….
Nun weiß ich, dass in den USA die Risikobereitschaft größer zu sein scheint, als hierzulande, aber dennoch denke ich, dass es an der Zeit ist, über Selbstregulation und Berufsethik nachzudenken. Ich finde auch extremere BodyMods toll, überhaupt gar keine Frage. Aber ich frage mich immer mehr, ob man nicht auch Grenzen erkennen, benennen und beachten sollte. Wir sitzen alle in einem Boot, was die anderen nicht so gerne auf ihrem Teich sehen und wir nehmen immer größere Aussenbordmotoren, um an unser Ziel zu kommen. Aber wehe einer geht unter…dann wird der Teich für Boote gesperrt.
Mit diesem Vergleich schließe ich diesen Artikel ab und hoffe, dass vielleicht der eine oder andere Profi das liest. Ich bitte um Kritik, Stellungnahmen und Austausch und hoffe, dass der Denkanstoß seinen Zweck erfüllt und nicht als Nestbeschmutzung interpretiert wird.
In diesem Sinne
Ralf
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User Kommentare:
von : Feuer_und_Minnesang ( 28.06.2009 15:05:09 )
ich denke mal wenn die Chefs der Industrie es drauf haben
über Millionen an Geldern zu entscheiden
so sollte es für den guten Modder, Piercer, Tätowierer
kein Ding sein ein viel wichtigeres Gut
nämlich den Menschen
über sein Gehalt zu stellen und sagen
"nein das geht nicht"
oder "nein das trau ich mir nicht zu"
sicher nur Experimente haben die Moddingszene
zu dem gemacht was sie heute ist
aber wie weit experimetelles Arbeiten gehn darf
muss jeder für sich entscheiden
und auch für den Kunden
Ist das auch wirklich mit der Anatomie vereinbar?
nun ja diese Frage gilt es wohl zu klären
dies entscheiden zu können unterscheidet
Mündige und Unmündige
bzw. Proffesionelle von Unproffesionelle
gruß Maddin
von : unsterblich ( 23.03.2009 23:30:54 )
Diese selbstregulierung gibt es bei vielen der Künstler auf jeden Fall, leider auch schwarze Schafe, Profitgier, Mediengeilheit etc.
Md im Augenlid... kann sich nicht festigen, zuviel bewegung, zu wenig festes s.c. gewebe. Auf die hornhaut triffts nicht. Gefahr abszeß, verlust und vorrübergehende Schwellung.
Eyebro removal ist auch aus bodymod sicht totaler blödsinn... Augenlider zukleben un lasern gibt n besseres resultat.
Microdermal unter 18 ist 'n no go.
Soviel zur Berufsethik, nach der ein ziemlich großer haufen Kollegen arbeitet. zumindest wären das die entscheidungen in diesem fall.
Selbst wenn man an einem Kunden etwas aussergewöhnliches macht, was man noch nie gemacht hat, kann man mit ausreichenden Kenntnissen das risiko abschätzen, den kunden darüber informieren und das ganze mit nachsorgeterminen kontrollieren.
Ansonsten seh ich's wie du, und nicht jeder körperschmückende Hirnfurz muss umgesetzt werden... siehe lid piercings, gum piercings, uvula piercing, hymen piercing, lid tattoo, genitalspaltung.
Für mich ist schon da der feine unterschied zwischen modification und mutilation. nach entfernten und fachgerecht vernähten augenbrauen sollte derjenige allerdings vllt etwas geliftet mit bogenförmiger narbe ausschauen, seine augenlider aber nicht mehr tiefer hängen.
übrigens... ich kenn nen sack voll tätowierer, die von hygiene einfach gar keinen plan haben, denken zum beispiel wenn ne sache steril ist bleibt sie's grundsätzlich bis zur benutzung etc... was es braucht ist einfach n guter austausch in der professionalität.
der rest ist der menschenverstand, den jeder, der mit und am menschen arbeitet als grundvorraussetzung mitzubringen hat.
von : deathcore ( 07.02.2009 13:59:20 )
dann gute macht und viel spass mit dem papierkram wenn der staat dann an euch rumreguliert ohne sich an eigenen verpflichtungen des gewerbes zu orientieren.
von : T-P-V ( 04.02.2009 23:20:13 )
@melanom, zu deinem verweis auf den hippokratischen eid der ärzte kann ich nur sagen projekt gescheitert. Kein arzt leistet mehr diesen eid und rechtswirksam ist, war er sowieso nie.
Heute werden auch in der medizin grundsätzlichen dinge vom gesetzgeber reguliert und dieser wird mit ziemlicher sicherheit früher oder später auch die bodmodszene in deutschland regulieren.
von : deathcore ( 25.01.2009 16:37:06 )
Huch...hadd't jekling'lt?!
Mir war als hätt' Darwin wieder einen seiner Vertreter vor die Tür geschickt!
von : Kahless ( 25.01.2009 02:52:33 )
@maxone: Zusammenhang nicht kapiert und dann nen dummen Kommentar abgelassen? Reden wir doch noch mal drüber, wenn dein Piercer dir dein gewünschtes Piercing nicht stechen darf, weil aufgrund der "höher, schneller, weiter"-Mentalität der Staat irgendwann reglementiert hat, was ein Piercer machen darf. Und dabei aufgrund fehlender Kenntnisse auch "normale" Sachen einfach verboten hat...
von : melanom ( 24.01.2009 10:31:18 )
Eigentlich sollte ich nicht auf son Kommentar in Youtube-Niveau reagieren, aber weil anscheinend auch die Uninteressierten und Unwissenden meinen, sie müssten ihren Inhaltslosen Senf dazu geben :
Ich habe nichts besseres zu tun gehabt, Maxone. Es war mich wichtig. Und es ist in der aktiven Bodymod-Szene, zu der du anscheinend keinerlei gewüschte Affinität hast, ein aktuelles Thema, was durch das Aufgreifen der Medien noch zum Problem werden könnte. Aber das ist dir ja egal.
Wenns dir egal ist, halt dich einfach raus und erklär mir nicht, dass ich was besseres zu tun habe. Mich fucken so Backen echt ab, die von Tuten und Blasen keinen blassen Schimmer haben, aber meinen ihre Luft trotzdem mit Schall verseuchen zu müssen. Gehste auch in Auto/Computer/Tauchlack-Foren und schreibst unter kritische Artikel dem Autor, er solle sich um sein Leben kümmern ?
Ja ? Armes Licht....
von : melanom ( 24.01.2009 10:20:43 )
Maxone : Wo rege ich mich auf ? Ich habe etwas in Frage gestellt, habe Beispiele und Zusammenhänge dazu aufgezeigt, schade, dass du flaches Netz-Niveau zeigst...
von : hans3 ( 23.01.2009 11:25:06 )
M A X O N E , du hast ja recht mit dem dich Langweilen und der Leseverweigerung (ist durchaus legitim, sage ich immer) - aber wenn du nur ein bißchen dein Hirn (so vorhanden) eingesetzt hättest, vielleicht sogar T-P-Vs Beitrag auch konsumiert hättest (eventuell die Situation in Österreich verglichen hättest), so wären dir die möglichen (und leider höchstwahrscheinlichen) Folgen des anderer Leute Scheißebauens beziehungsweise einer fehlenden Regulierung nicht entgangen ...
Ich rechne es dir einigermaßen an, daß du dem Autor trotz seiner für dich unnötigen Jammerei, „Aufregerei“, Kritik und Alternativbieterei nicht mit einem Minus bedacht hast.
von : Maxone ( 23.01.2009 08:39:58 )
hab den artikel nicht zu ende gelesen ... er hat mich irgendwann gelangweilt ... weil mir isses egal was andere fürn scheiß machen ... du hast doch auch anderes zutun als sich überso ein mist aufzuregen ....
von : melanom ( 18.01.2009 20:28:04 )
Na wirklich das, was ich mir hier erhofft habe, ist nicht passiert. Ist aber auch das falsche Medium, um ne Fach-Diskussion erfolgreich zu starten. Von daher lass ich das mal hier so als Denkanstoß gelten ;-))
von : hans3 ( 16.01.2009 01:13:25 )
M E L A , ich fürchte der T hat recht - ich habe das ja auch am Ende meines fürchterlich geschmähten und von hier in die „Querschläger“ verbannten Artikels klar begründet. Fakt ist: es gibt ja (um in T´s Ausdrucksweise zu bleiben) nicht nur zwischen den „illegalen Pfuschern“ (z.B. zwischen mir und irgendeiner Mariahilferstraße- Nebengasse) signifikante Unterschiede, sondern auch zwischen den gewerblichen Piercern Wiens gewaltige Abweichungen hinsichtlich der Arbeitsweise (etwa Löcher nicht nur im Ohrläppchen „schießen“, innerhalb des Ladens rauchen ...) und der Einstellung (wegen laut Death zutreffend benannter „Halsnichtvollkriegerei“ auch bei klar erkennbaren Gegenindikationen am Kunden werken, wider besseren Wissens nicht ehrlich beraten ...)
Weil in Austria „die neueren“ und auch die schon länger angewandten „anderen“ bodymod- Möglichkeiten offiziell kaum bekannt sind (und wenn dann eher ohne Getöse tunlichst unauffällig durchgeführt werden), in Deutschland aber ungeniert fast wettbewerbsartig herumgebohrt und dahergeschnippelt und auch dementsprechend offen darüber diskutiert wird, deshalb hat Germanien die Ösis sozusagen überholt.
All jenen deutschen Freunden, die gerne ihr Maul wegen „illegal“ aufreißen, sei gesagt, daß zwar jeder, der seinen Gewerbeschein in Deutschland erworben hat und dann in Austria arbeiten möchte, hierzulande ebenfalls illegal wäre, daß aber im Schnitt die deutschen Leute in der Praxis den österreichischen Kollegen etwa zweieinhalb bis dreieinhalb Jahre voraus sind. Was allerdings das theoretische (nicht nur medizinische) Wissen anbelangt, schweige ich mich mal dezent aus. Erbärmliche Kommentare ändern ohnehin nichts an den Tatsachen ...
von : deathcore ( 15.01.2009 23:33:43 )
@mela: ich habe die sorge da wird eitelkeit und eigene halsnichtvollkriegerei weniger ein problem für vernünftiges interesse vieler. da werden dann ganz schnell wieder vertreter der berufsethik mundtot gemacht, durch argumentationen a la "is noch keiner durch gestorben" oder "das extreme macht uns doch aus"...
aber ich denke der hyperkatholische xD eid war auch kein one-day-job! ;-)
von : Berserkertroll ( 15.01.2009 23:29:15 )
Was soll ich sagen, astrein und interessant geschrieben. Gute Arbeit.
von : melanom ( 15.01.2009 22:22:08 )
T-V-P : Jein, denn der Hypokratische Eid ist ja auch kein Produkt des Gesetzgebers, sondern eine Art selbstkontruierte Ethik. Eben sowas meine ich. Das meinst du, ist nicht möglich ? Das fände ich schade.
von : T-P-V ( 13.01.2009 10:37:43 )
Sehr guter Beitrag, auch wenn es mich als Österreicher nicht direkt betrifft gebe ich auch mal meinen Senf dazu.
Die Berufsethik muss wie bei den Medizinern definiert werden, wer kann das ?? Der Gesetzgeber sonst niemand.
Da muss man sich dann die Frage stellen, wie weit kann ein Bodmoder gehen
um überhaupt Anspruch auf „Ethik“ zu erlangen. Meiner Meinung nach wird man hier die Latte ziemlich tief ansetzen müssen, den jemanden auch auf sein verlangen hin zB: den ganzen oberarm zu zerschnipseln wird die Gesellschaft nicht akzeptieren und schon gar nicht das man dies im einem gewerblichen Rahmen und gegen Bezahlung macht. Medizinisches wissen ist schön und gut, manche Bodmoder werden viel wissen manche werden wenig wissen solange niemand da ist der das Wissen überprüft und damit eine Norm schafft ist dies wertlos. Von Berufethik kann man nur sprechen wenn Rahmenbedingungen geschaffen werden unter welchen Vorausetzungen dies und das gemacht werden darf oder kann. Das sich die Szene selbst reguliert halte ich für unmöglich.
von : deathcore ( 12.01.2009 16:57:10 )
@Kahless: right. Gibt es keine Selbstverpflichtungen gibts in der Regel die totale Verbotsorgie ohne Sinn und Sachverstand. Da gesetzmachende oft nicht von realitätsnähe beseelt sind habe ich die Hoffnung sie würden sich dann an eben jenen Selbstverpflichtungen, sofern sie ausreichend propagiert und publiziert werden, orientieren.
von : deathcore ( 12.01.2009 16:52:28 )
Danke dafür, und ich hoffe Du kriegst dafür nicht all zu sehr aufs Maul, einfach um den guten Ruf der Szene willen. Es gibt meines Erachtens keinen Grund nicht mit Deinen Ansichten agree zu gehen. Ich ergänze wie immer um diesen Punkt: Und es muss sich möglicherweise auch mal der/die Eine oder Andere in Bescheidenheit üben, erfahren dass bestimmte Dinge nunmal nicht gehen und es auch nicht ausprobiert werden kann, auch wenn er/sie nur zu gern was ganz besonderes wäre! Deine Anspielung auf das Prinzip "Höher, schneller, weiter" finde ich nicht so verkehrt, denn nicht alle ethisch wie medizinisch fragwürdigen Mods finden aus Naivität statt.
Und ich finde über allem sollte nicht eine universelle Freiheit durch Machbarkeit und Selbstbestimmung stehen sondern schon eine Form von sozialem Regelwerk das da sagt "Wir haben in unserer Zivilisation Kenntnisse über medizinische Folgen und möchten nicht, auch nicht aus eigenem Wille, dass jemand ohne grössere Notwendigkeit Schaden leidet". Natürlich werden auch hier einige ansetzen und ihren persönlichen Willen zur Notwendigkeit erklären. Häufig liest und hört man "Ja ich mache Bodymod weil ich mich wenigstens da so richtig entfalten kann". Mit dieser Diskussion schwappt man recht schnell in eine allgemeine ethische Diskussion, denn schnell wird argumentiert dass beispielsweise der Wunsch nach Sterbehilfe eine noch ungesündere Modifikation sei. Wie weit darf Selbstbestimmung gehen - eine Diskussion egoistischer Natur, denn wenn wir dazu Erfüllungsgehilfen brauchen bestimmt die Selbstbestimmung auch über andererleuts Schicksal, oder Befugnisse. Die die Ihr Ego in den Vordergrund stellen argumentieren dann erfahrungsgemäss nicht mehr sachlich sondern in der Regel mit Totschlagargumenten und simplen Ex- oder Hopp-Regeln aus der Zeit in der der berühmte Tellerrand noch bündig mit der Stirn abschloss. Entsprechende Reaktionen sind also vorprogrammiert.
Einen Kommentar noch zu Ink: Dein Satz "geheilt siehts übrigens auch nich mehr so schlimm aus" aus dem Kontext gerupft wäre eines der Paradebeispiele für Totschlagargumentation. "Ist ja nochmal gut gegangen, also was habt Ihr alle für ein Problem?" - Sätze die jeder Verkehrspolizist täglich hört... Und ich finde Suspension kann nicht blind machen oder die Gesichtsmimik verändern. Wer schonmal den Stirnschweiss ins Auge bekam weiss dass die Brauen funktionell sind. Desweiteren sorgen sie, Luftbewegungen registrierend, für den unbewussten (Teil-)Verschluss des Auges. Nur um die Popstars der Funktionen zu nennen. Was es weitergehend für Aufgaben gibt weiss ich nicht. Inzwischen weiss man ja auch dass Mopsmods Spätfolgen haben, nur nicht so eindeutige erschreckende wie die Folgen auslaufender Implantate...also ists okay solang einem nicht das Bein davon abfällt? Ich jedenfalls finde schleichende Erblindung oder Hornhautschäden mit operationsbedürftigen Folgen absolut unverantwortbar.
von : Kahless ( 11.01.2009 00:07:02 )
Ich dachte eher in folgende Richtung: Es wird so oder so irgendwann gesetzliche Regelungen gelten, die weit über das hinausgehen, was momentan existiert. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Fachleute (also die Modder selbst) dazu beitragen, dass die Grenzen dort gezogen werden, wo sie wirklich Sinn machen. Sonst haben wir hier irgendwann eine Regelung wie in Österreich, der man ansieht, wer sie verbrochen hat.
von : ulliwolf ( 10.01.2009 19:33:15 )
Experimetieren am Kunden? Das ist übelst und verwerflich und sollte jeder Gewissenhafte unterlassen. Bei mir gibts das jedenfalls nicht, was ich nicht selber verantworten kann. Selbst die beliebten MD mache ich nicht. Nicht nur, weil meine eigenen (nicht selbst gemachten) MD sich verabschiedet haben, sondern weil ich eingesehen habe, dass MDs gegenüber den Standartpiercings einfach nicht das halten können was man sich davon verspricht.
von : melanom ( 10.01.2009 18:37:20 )
Kahless : Ich weiß nicht, ob und wie weit sich das entwickelt hat. Will und kann auch nicht behaupten, dass es Gesetze darüber geben muss. Meine Angst ist eher, dass die BodyMod-Szene ihre Grenzen soweit eigenständig weiter bewegt, in Bereiche hinein, die andere für sich beanspruchen und mittels besserer Beziehungen zum Gesetzgebern, auch zu verteidigen wissen.
von : Kahless ( 10.01.2009 16:36:19 )
Vor einiger Zeit gabs doch mal Bestrebungen, eine mögliche Gesetzgebung zum Thema zu beeinflussen. Irgendwie ist das Ganze scheinbar untergegangen. Vielleicht sollten sich mal wieder die Profis an einen Tisch setzen und selbst diese Grenzen auch definieren. Was natürlich auch bedeutet, sich daran zu halten. Aber ein von Fachleuten geschriebenes Regelwerk, auf das sich eben der Bodymodartist berufen kann (und das auch klar die no-gos definiert!), ist überfällig.
von : melanom ( 10.01.2009 15:07:13 )
Storm : Jau, finde ich für gewisse Eingriffe eine gute Voraussetzung.
von : User nicht mehr registriert ( 10.01.2009 15:01:53 )
melanom: Gegen das "Nicht meditziner" hälfe eine nentsprechende Berufsbezogene, eben auch mit Medizin gefüllte, offizielle Ausbildung (Lehrberuf, oder Collage)
von : melanom ( 10.01.2009 14:31:58 )
Na, ich hab ja nicht den Einblick. Der Ink sagt ja, dass es einen gemeinsamen Konsens gibt. Ich gehe bei meinen Überlegungen von anderen Dingen aus. Ich lasse mehr die Meinung von Außen einfließen und bilde mir gleichzeitig mal HorrorSzenarien ein, auf die Medien reagieren (könnten).
von : User nicht mehr registriert ( 10.01.2009 14:13:45 )
Ich bin über den Aspekten, den Du genannt hast - Aufspaltung der Szene durch Eigenkontrolle der selbst auferlegten Qualitätsstandards - wirklich am Grübeln.
Um der Öffentlichkeit keinen Grund und Boden zur Meinungsmache im negativen Sinne durch "fahrlässige Modifikationen" zu nehmen, sollte da doch eine Einigkeit bzw. ein gemeinsames Verständnis dahingehend bestehen, wie man arbeitet und wo Grenzen sind und dies sollte dann auch so publik sein.
Auf deutsch heißt das doch eigentlich, dass dort nicht genügend Diskussionen in den Verbänden stattfindet bzw. kein gemeinsamer Nenner gefunden wird, oder?.
Bzw. hast Du eine andere Idee, wie man grundsätzlich mit dem von Dir angesprochenen Problem der Berufsethik umgehen sollte?
von : melanom ( 10.01.2009 12:04:00 )
Limes : Das meinte ich ja. Bezog mich nur auf dein "Aus meinem Empfinden heraus sind Modifizierungsgrenzen dann erreicht". Modifizierungsgrenzen kann jeder im Kämmerlein überschreiten, soviel er will. Mehr als mit dem Kopf würde ich dann auch nicht schütteln. Aber Modifizierungsgrenzen im öffentlichen Bereich sollten enger gesteckt werden. (sind sie ja auch)
von : melanom ( 10.01.2009 12:01:38 )
Alleine die Eyeball-Geschichte findet Nachahmer. Ich selber hab die Macher Howie/Larratt/etc. verteidigt, weil ich denke, untereinander kann man, Wissen und Rücksprache mit Medizinern vorausgesetzt, schon auch Grenzen überschreiten.
Aber das, da zieht inks Argument, das Breittreten um des Ruhmes willen (mehr ist es nicht) fördert ZweiteReiheStarter, die sich denken "Wenn das bei dem klappt, gehts auch bei mir" (dabei wird der weitere Verlauf des Ursprungs nicht mehr beachtet, man macht einfach)
Auch die Initiatoren haben erstmal Punkte an sich selber gesetzt, abgewartet (in kleinem Rahmen) und dann das Auge gefärbt.
Aber Nachahmer hat man nicht unter Kontroll.
Bin gespannt, ob da mal ne Komplikation aufkommt. Wenn ja, kann man sich sicher sein, dass der FolgeBericht in den Medien doppelt so lang, dreimal so polemisch und viermal öfter gesendet wird, als der UrsprungsBericht ;-)
von : User nicht mehr registriert ( 10.01.2009 11:58:37 )
@mela Also wenn sich einer selbst verletzen will, dann findet das doch meist im stillen Kämmerlein statt (ggf. wirds noch veröffentlicht auf den anderen Seiten da).
Hier ging es doch, so habe ich es zumindest verstanden, maßgeblich darum, wie reagiert ein Modifikator, wenn solche Wünsch an ihn herangetragen werden. Macht er es, macht er es nicht und wenn er es macht, aus welchen Gründen und mit welchen Auswirkungen.
von : melanom ( 10.01.2009 11:54:17 )
Die Gefahr ist übrigens eine Spaltung der Szene, die einfach nicht mehr in einen Topf geworfen werden will. Da grenzen sich heute schon "Vereine" ab, die (zu Recht?) sagen "Wir prüfen uns untereinder, die anderen nicht..." (ob das nun stimmt, bleibt dahingestellt...)
Aber letztendlich will der Piercer, der relativ kontrollierbar Eingriffe macht, nicht drunter leiden, dass in der Öffentlichkeit (schlimmer : von den Behörden) gesagt wird : DIE machen Sachen, die gefährlich sind. Also sagt er "Ich bin nicht wie die" und untersagt sich selber die wichtige Solidarität innerhalb der Szene.
von : melanom ( 10.01.2009 11:50:00 )
Limes : Die Grenzen überschreiten, kann man für sich selber. Wer meint, er müsse sich was "entfernen", der soll das mit sich selber ausmachen. Anders ist es, wenn es als Beruf/Dienstleistung ausgeführt wird. Dann kommt der Fokus der Medien, die Gefahr eines Rundumschlags, der die ganze Szene betrifft wächst.
von : melanom ( 10.01.2009 11:46:55 )
Ink : Ein "gemeinsamer Konsens" ? Hört sich erstmal gut an, ist aber nicht mal im Ansatz soviel wert, wie erarbeitete Grundsätze. Und öffentliches Hinterfragen dessen, was man tun kann, nicht tun sollte, suche ich in Fachmedien vergeblich.
Ich vermisse auch regulierung, wenn offensichtlich falsch gehandelt wird. Gut, ich scheu mich auch davor, jemandem auf ner Con zu erklären, dass er bitte nicht mit blutigen Handschuhen seine Farbflaschen auf- und zudrehen soll, weil derber Beef vorprogrammiert ist. Aber warum ist das so ? Weil Kritik immer gleich persönlich genommen wird, anstatt zu aktzeptieren, dass nur drum geht Standards einzuhalten, die unser aller Ruf stützen.
Die Braue geht mir immer noch zu weit, pack dir mal an selbige und zieh die nur 5mm nach oben. Das Augenlied geht mit. Ich glaube nicht, dass man garantieren kann, dass in dem Gewebe die Wunde das Maß behält, was geplant war. Aber gut, das hätten die beiden, der Macher und der Träger, dann untereinander bejammern müssen, wenns nicht geklappt hätte. Die Frage bleibt aber trotzdem bestehen : Wie weit soll man gehen ? Es gibt auch andere Fälle. Ich erwähn hier mal den armen Tropf, der sich die riesen vertikalen Narben im Brust/Bauchbereich eingefangen hat, die ihm letztendlich unmöglich machten, grade zu stehen. Die wurden dann, weil er sich professionelle (hier ernst gemeint) Hilfe nicht leisten konnte, wiederrum (sick) von Moddern entfernt. Da schneiden (hier nicht nur rechtlich gesehen) Laien (was sowas angeht) ihm diese bockwurstgroßen Narben raus. Kritik an dem Vorgang wurde auch wieder mit dem "hater" gelaber total agressiv abgetan.
Sorry, hier hört für mich die Kompetenz auf. Der erste (auch nicht unbekannte) Modder schneidet so derbe, dass er das Leben des Kunden nachhaltig beeinträchtigt. Wo, ich wiederhole mich, sind die Grenzen ? Wo war da die "Ethik" ?
Naja, "schwarze Schafe gibt es überall" höre ich oft. Mag auch sein, dass es so ist. Ich ziehe mal nen Vergleich zu einem Bereich, wo ich eben diesen Spruch auch immer wieder höre :
Wenn es um die Polizei geht, bekomme ich von eben diesen auch gerne das zu hören, wenn ich kritisch rede. Aber meine Meinung ist, dass diese Zahl der schwarzen Schafe möglichst gering gehalten werden muss. Es muss innerhalb dieser Gruppierung nicht so sein, dass man sich untereinander schützt, sondern dass man reguliert. Aber dann ist man, grade bei der Polizei, oft Nestbeschmutzer.
Genau so sehe ich das in anderen (unserem) Bereich. Siehe den Teil in meinem Artikel mit dem Tattoo-Mag und er Hygiene.
Was meinste was los ist, wenn du auf ner Con zum Nachbarstand gehst und sagst "Hey, du kontaminierst alles, mach das doch so und so..."
Hehe....dann fließt auch Blut ;-)
von : User nicht mehr registriert ( 10.01.2009 11:14:51 )
Mir persönlich (als "Schmalspurmodifizierte") sind viele Dinge, die ich hier aber auch auf anderen Seiten u.a. auch in der Expand zu sehen bekomme, zu heftig. Ich hoffe immer, dass im Vorfeld einer solchen Modifizierung immer auch ein ernsthaftes Gespräch zwischen dem "mündigen" Kunden und einem entsprechend professionellen und erfahrenen Modifikatoren (hmm, gibts das Wort überhaupt?) statt findet.
Es ist immer auch eine Frage der Grenze, wie weit geht man. Dieses Thema kennt jeder von sich selbst. Für die einen ist es ein Bauchnabelpiercing oder eben extremste Dinge wie oben beschrieben. Die Hintergründe dafür sind sehr vielschichtig und ich wage nicht zu beurteilen, ab wann etwas nur noch aus Sensationslüstenheit, Aufmerksamkeitsdrang oder schlichtwegs einem kranken Verhältnis zum eigenen Körper / zur eigenen Person passiert.
Aus meinem Empfinden heraus sind Modifizierungsgrenzen dann erreicht, wenn sie die "Funktionstüchtigkeit" eines Menschen einschränken. Sei es rein körperlich, weil ihm ein irreversibler Schaden (Verlust des Augenlichts, Amputationen) entstand oder auch gesellschaftlich gesehen durch Ausgrenzung, z.b. durch extreme Tattoos im Gesicht (Beispiel Totenkopfschädel).
Zu Deiner eigentlichen Fragestellung hinsichtlich Regulierungsbedürfnis und Berufsethik. Selbst wenn diese Themen in Berufsverbänden diskutiert werden und auch Regulierungsvorschläge erarbeitet werden würden - Menschen die Grenzen überschreiten wollen und werden, wird es immer geben und die können einen großen Schaden für die gesamte Modifikations-szene bringen.
Um den Großteil der Modifikatoren (ach ich schreib es einfach nochmal) beim medienwirksamen Ausschlachte eventueller Vorfälle zu schützen, hilft meiner Meinung nach, eine fundierte und zertifizierte Ausbildung (auch mit medizinischem Schwerpunkt) und eine offene, publizierte "Selbstregulierung".
von : wildcat-ink ( 10.01.2009 11:07:32 )
Also erstmal um das klar zu stellen - wenn ich Modder wäre, würde ich auch niemanden die Augenbraue entfernen ... aaaber ... wenn es richtig gemacht wird ist der Eingriff nicht zwingend schlimmer als andere Skin-Removals oder so ... ob es gut gemacht war / ist kann ich nicht beurteilen. Das die Wunde so viel Größer aussieht mag an Schwellung und/oder Hautspannung liegen ... Removals sehen frisch immer etwas extrem aus - ist halt "abgezogene Haut".
Ich hätte allerdings sowas nicht veröffentlicht ohne Hintergrund-Info und mindestens Bildern wie es nachher aussieht ... derart unreflektiert ins Netz gehauen ist es ne 1a Vorlage für Kritiker, Boulevard usw.
Generell was Ethik angeht kann man sagen, dass es schon einen recht breiten Konsens gibt unter Moddern, Piercern und auch unter Tätowierern und das verschiedene Vereinigungen ja auch an Hygienestandards und so arbeiten bzw. ihren Mitgliedern auferlegen. Also ist im prinzip alles auf nem guten Weg ... "schwarze Schafe" oder Leute, die übers Ziel hinaus schiessen wird es immer geben ... sei es ein Modder, der zu weit geht, ein Tätowierer, der technisch / gestalterisch scheisse arbeitet oder dem die Inhaltsstoffe seiner Farben usw. egal sind oder ein Piercer, der lieber 10 Piercings setzt als auf Risiken oder Verträglichkeit zu achten.
Deswegen ist meines Erachtens die Aufklärung der Konsumenten / Kunden wichtig, denn ein aufgeklärter Kunde wird so leicht nicht zum "Opfer".
von : melanom ( 10.01.2009 10:48:06 )
Hans :
Jeder, der in unsere Branche arbeitet, kann Eingriffe ablehnen. So muss auch ein Tätowierer für sich entscheiden, ob ein Kundenwunsch Sinn macht, oder er als Künstler einfach nicht dafür verantwortlich sein möchte.
Wir haben schon wütende Eltern im Studio gehabt, die nicht einsehen wollten, dass WIR entscheiden, ob wir ihr 17jähriges Kind tätowieren wollen. WIR entscheiden, das ist wichtig. Alter schützt vor Torrheit nicht, also muss man sich in dem Fall über den Wunsch stellen, wenn man damit gut leben können möchte. Ob man uns dann an den Kopf wirft "Dann gehen wir halt woanders hin!", ist uns egal.
Dem abgewiesenen Kunden, egal in welchem Metier, sollte immer bewusst sein, dass der Ausführende auf Geld verzichtet. Er stellt die Verantwortung über das Einkommen, das sollte auch sehr laissez-faire Eltern zum Denken anregen. Wobei es auch den Erwachsenen treffen kann, der mit etwas abgewiesen wird, mit dem der Künslter nicht leben kann/will.
von : melanom ( 10.01.2009 10:36:05 )
Ja, da kommt das zum Tragen, was der Ink erwähnt hat. Vor dem Aufgreifen der sommerlochabhängigen Medien, werden diese Sachen gerne erst in Sparten wie dem Modblog gepostet. Und meistens nicht so, dass man es "verantwortungsvoll" nennen könnte, sondern ohne jegliche kritische Hinweise.
Die Boulevard-Presse/Medien freuen sich über alles, was dem Stammtisch-Deutschen mit großem Fingerzeig untergejubelt werden kann. "War is money" gilt auch hier ;-)
Von der Öffentlichkeitsarbeit aber mal abgesehen :
Bis wohin sollte ein Modder gehen (dürfen) ? Ist das Entfernen von großflächigen Hautpartien nicht schon ein Eingriff, der nicht mehr von NichtMedizinern (man beachte hier bitte meine Definition im Artikel) verantwortbar ist ? Die Sichtweise eben jener Mediziner zu dem Thema kann ich mir denken. ;-)
von : Kahless ( 10.01.2009 10:26:26 )
Vielleicht sollte man auch nicht vergessen, dass extremere Bodymods und die damit verbundene Medienpräsenz auch die Regulierungswut verstärken. Wobei da leider auch "massenuntaugliches" seinen Teil beiträgt. Augapfeltattoos (auch wenn sie nicht für die Masse gedacht sind), ein paar Horrorgeschichten, das Ganze im Sommerloch - ganz schnell regelt dann der Staat, was erlaubt ist und was nicht. Und verbietet dabei möglicherweise auch in seiner Unkenntnis (solche Gesetze werden NIEMALS von kompetenten Beratern durchgesehen) Dinge, die harmlos sind.
von : hans3 ( 10.01.2009 00:23:39 )
M E L A , die Aussicht eines Körperveränderers „berühmt“ zu werden und vermutlich als genauso gleichwertiges Motiv das Kassieren von Kohle für eine extreme und damit seltene „Bodymodification“ steht deinem berechtigten Wunsch höchstwahrscheinlich massiv entgegen. Und natürlich ist auch das Verhalten der Kundschaft (die Risikobereitschaft), also die Nachfrage, mitentscheidend.
Mir wurde die Ablehnung verhältnismäßig harmloser Eingriffe vorgeworfen - weil ich gewisse Oberflächenpiercings oder besonders heikle Applikationen nicht (nicht mehr) durchführe und das hier auch begründete, wurde ich geschmäht: feiger, erbärmlicher Stümper / arroganter Dienstleistungsverweigerer, den man anzeigen sollte ...
Ich kann ziemlich genau unterscheiden, ob jemand insgeheim sehr wohl weiß, daß ein Lippenbändchenpiercing tatsächlich Zahnschäden verursachen kann und daß ein Handweb zu 95 Prozent auf lange Dauer nicht überleben wird oder daß ein Mandible eine äußerst mühsame Angelegenheit sein wird und dieser jemand nur deshalb seine Seelenschleimrülpser rausfurzt, weil ich das sagte (also aus ganz primitiver, legitimer persönlicher Abneigung) - oder ob der „Juhsa“ allen Ernstes so sagenhaft grottenblöd und ... ja, nun fällt mir in der Eile ein weiterer passender Ausdruck nicht ein.
Einigen der „professionellen Kollegen“ hier darfst du übrigens ungeschaut „das medizinische Wissen absprechen“, denn die schnallen TATSÄCHLICH nicht den Unterschied zwischen Entzündung und Infektion (guck´ nur mal in´s Forum, dort darf ich zwar nix schreiben, aber Schauderhaftes lesen kann ich noch allemal) - und der ist (entgegen deiner Ansicht) leider nicht immer egal. Gerade bei den von dir erwähnten Microdermals ist er besonders zu beachten!
Man kann es aber auch ohne Begründung herzhaft und energisch knapp mit Desh sagen (sinngemäß aus meinem Artikel „Verantwortung“): „Ich pierce auch einen neunzigjährigen Opa mit dreifacher Einverständniserklärung seiner Großeltern und seiner Frau nicht, wenn ICH es für bedenklich halte !“
Das weitere Umfeld (Ärzte als Körperveränderer, Medien, Rechtslage, Situation in USA, Verhältnis Ausführender - Kunde ...) hast du teilweise angedeutet, teilweise ausführlicher und gut dargestellt - und insgesamt ist alles nicht angetan, bei mir die Skepsis zu mindern und auf eine Entwicklung in deinem Sinne zu hoffen. Aber ich lasse mich später mal gerne positiv überraschen ...
von : User nicht mehr registriert ( 10.01.2009 00:18:22 )
Gabriellelian: Jein.
Natürlich gibt es Grenzen die unüberschreitbar sind.
Aber es gibt eben relativ viele machbare Mods, die eben nur nciht gerade einfach sind, für deren Erfolg Erfahrung nötig ist, bzw. die mit Folgen (Gesellschaft, zB Gesichtstatoo) einhergehen die man einem Neuling nicht zumuten kann (aber jemand der in 15 jähriger Arbeit an sich selsbt ohnehin unübersehbar wurde sehr wohl)
von : User nicht mehr registriert ( 10.01.2009 00:12:01 )
Danke für den Artikel, wirklich sehr gut geschrieben.
Was mich nur ein wenig stört, sind die hier immer wieder fallenden Kommentare, das Erfahrene Body Modder ja "extreme" Mods machen können, als unerfahrene. In gewissem Maße mag das ja stimmen, aber was den eigenen Körper anbelangt gilt das m.M. nach nicht. Nur weil ich 150 Piercings habe, berechtigt es doch nicht, mir ein neues quer durch mein Gehirn setzen zu lassen. (Ich hoffe es wird klar worauf ich hinaus will)
Es ist so wie Mela schreibt: irgendwann hat alles seine Grenzen. Und auch damit sollte man seriös umgehen! Besonders um eine so geringe, wie nur mögliche, Angriffsfläche zu bieten.
Meine Meinung.
von : melanom ( 09.01.2009 21:26:42 )
Aber die Kommentare sind mir nebensächlich, auch der Brauen-Fall nur ein Beispiel von vielen.
Worum es mir geht ist Verantwortung zeigen, eine Berufsethik schaffen und die Angst vor gegenseitigem Regulieren abbauen. Man muss auch kritisieren dürfen, ohne dass sofort eingeschnappt reagiert wird.
von : melanom ( 09.01.2009 21:21:08 )
Logisch, in frei zugänglichen Kommentarbereichen ist die Dummheit potentiert. Das liegt daran, das man anonym schreiben kann, was man sonst nur denkt ;-)
von : User nicht mehr registriert ( 09.01.2009 19:44:34 )
Naja, beim Durchlesen des Müllhaufens (nun steht ein weiterer Trumm Mist drunter) fiel mir aber auf, dass es sich weniger ums Mokieren über Kritik handelt, als ums Mokieren über einfach unfair gehässiges Abkanzeln, so Marke unserer Wildcat - Bilddiskussion unter dem eingepackten Deep Chest. Da schreiben ziemlich viele Leute einfach eine Menge an, einer Bodymod-Community unwürdigem, Müll und Mist. Und darüber mokiert man sich dann, verständlicehrweise.
Klar, es sind dinge zu hinterfragen (Hygiene, bednekliche Links in der Diskussion), warum nur die häßlichen frischen Bilder posten (jedes Cutting sieht frisch Arsch aus), anstatt zu warten, alles zusammen zu posten. Das gilt auch für den Modblog-Artikelschreiber, der auch nach dem Motto "grauslich schockierend verkauft sich gut" gearbeitet hat.
Denn nur das schöne Bild wie es nun aussieht, oderr auch das schöne Bild, zusammen mit dem Arbeitsbild - hätte wenig aufruhr gebracht - das grausloiche alleine, das fährt... 212+ Postings.
Reißerisch, wie es nicht sein sollte.
Das sit berechtigte Kritik, aber nicht die "alles ist Scheiße" Trottel, die gleich Künstler und Kunden gemeinsam niedertreten.
von : melanom ( 09.01.2009 16:43:56 )
"Was wäre wenn" ist aber im Gesicht, im Augenbereich, eine Grundlegende Überlegung, die dem Machen vorausgehen sollte. Zugegeben, die Braue sieht ("erstmal", ich muss über Narbenverhalten ja nichts sage, jeder der eine hat weiß, dass sie sich noch lange Zeit verformen kann) gut aus. Nichtsdestotrotz geht man mit dem Schockbild in die Öffentlichkeit und mokiert sich über Kritik. Ich bleibe dabei, auch wenn derjenige selber im Metier arbeitet, die Aktion war nicht "save", nichtmal im Ansatz.
von : wildcat-ink ( 09.01.2009 16:36:15 )
Man sollte übriegns ergänzend erwähnen, dass der Typ, der die Augenbraue sich entfernen hat lassen selbst innem Studio arbeitet und BodyMods macht ... und zumindest auch behauptet er wusste was die da tun ... geheilt siehts übrigens auch nich mehr so schlimm aus:
http://viewmorepics.myspace.com/index.cfm?fuseaction=viewTaggedPhotos&friendID=14135145
Oft ists auch der Schock-Effekt und viel "was wäre wenn" das BodyMods in schlechteres Licht stellt als sie sind. Ich seh das ja auch oft in Bezug auf Suspension - jemand, der sich mit dem Thema nicht beschäftigt sieht da oft Gefahren oder Spätfolgen, die sich so nach tausendfacher Erfahrung noch nie eingestellt haben!
Trotzdem: Kids, don't try that at home! ;-)))
von : melanom ( 09.01.2009 16:15:32 )
Naja, nicht der Blog steht auf dem Index, sondern eher die MutterSeite, deren wirklich indizierungswürdigen Sachen nicht frei zugänglich sind. (bis auf die derbe Probe-Tour...lol).
Die Verantwortung der Medien/BodyMod-Plattformen hab ich schon in nem Blog angekreidet, war mir nur hier nicht so das Thema. Wobei ich auch denke, dass die Möglichkeit, sich mit anderen vergleichen/messen zu können, eine Triebfeder in die falsche Richtung darstellen kann. Bei sehr vielen Selbstverstümmelungen denke ich schon, dass sie durch BME eher gefördert werden. Denn, auch wenn sich Shannon da imemr vehement dagegegen gewehrt hat, ist s manche richtig extreme Mutilation weniger "Hobby" als Symptom einer psychischen "Fehlfunktion", die man auch behandeln könnte. Aber grade das Klima auf dieser Seite, die eben solche vermuteten Verbindungen zwischen Verstümmelungen und psychischer Störung, zensiert, ist ein Magnet/Nährboden für Leute, die so eine Absolution für ihr Verhalten bekommen. Aber ich denke, dass ist wie mit dem Internet selber. Wenn ich diese Freiheiten zur Verfügung stelle, muss ich auch mit befremdlichen Auswüchsen rechnen. Das Netz hat die Kinderficker und Nazispasten, BME die Ecken, die man kaum glauben kann ;-)
Die Inhalte sind aber nicht frei, in sofern finde ich den Index nicht gerechtfertigt.
von : wildcat-ink ( 09.01.2009 15:56:05 )
Naja, im Grunde richtig ... aber ein Aspekt wäre auch die Verantwortung der Medien ... gerade der Fachmedien ... wenn ModBlog nicht seine Popularität daraus schöpfen würde die krassesten Sachen zu posten wäre vielleicht die ein oder andere dumme Aktion nicht passiert - who knows!
Du schreibst ja selbst "... Modblog der hierzulande (meiner Meinung nach völlig zu Unrecht) indizierten kanadischen Seite ..." ganz so zu unrecht ist die hierzulande nämlich nicht auf dem Index ... ein verantwortungsvoller Umgang mit Inhalten ist eben auch wichtig!
von : User nicht mehr registriert ( 09.01.2009 14:32:34 )
Sehr guter Artikel.
Ich habe wiederum meinerseits tw. das Gegenteil erfahren, und wie schwierige es war Piercer und Co für das Suspension Surface Peircing Projekt zu begeistern,w elchjes nun mit sehr viel geringerem Risiko einherging (wenn nicht geklappt hätte eben Narben), eine Übervorsicht, die vieleicht auch nicht das Wahre ist.
Wo ist der Mittelweg?
Die Frage ist natürlich auch, wie erfahren "freakig" der Kunde zB ist, ist der Augenbrauenlose Mensch jemand der sich damit auskennt, ein alterfahrener Bodymodfreak?
Wenn Ja, dann sit es, so meien ich, Ok - dann kennt er das Risiko, dann kann es GEMEINSAM gaplant werden.
Wenn Nein... Dann sollte sich der Künstler fragen, ob sich der Kunde der möglichen probleme (und allfälligen Gegenmaßnahmen) bewußt ist. Zäheres Narbengewebe, Mimik, fehlender Staubschutz des Auges, Komplikationen beim Verheilen, etc...
Da wurde mir aus dem Eintrag im Modblog nicht recht klar, was hier zutreffend sei.
Dramatischer ist hier nun das MD (und auch das vor 2 jahren getestete Piercing) im Augenlid. Hier steigt das Risiko für das Augenlicht auf einen Nennenswerten betrag, und man sollte nciht vergessen, dass es auch die Beweglichkeit des Lids betreffen kann (und auch von der Seite viel Ärger geben kann).
Und das an einer 17-jährigen (da KANN die Erfahrung nciht reichen)....
Es macht halt einen Unterschied ob so ein Versuch an einem efahrenen Mitglied der Community gewagt wird (siehe Eyeball Tattoo), oder an einem unerfahrenen Neuling.
Nun... warum habe ich mir meine kettchen selbst gepierct?
Hatte davor Null Piercings, war kein Mitglied im Club. Mit war klar, dass so ein ungewöh nliches Experiment von verantwortugnsvollen Piercern nur an langjährig erfahrenen Freaks gemacht weerden würde, und ich erwartete mir wiederum selbst besser zu sein, als irgendwelche Hinterhofpfuscher denen alles egal ist.
Zurück zu Scarifications: Der Trend "größer tiefer weiter" erschreckt durchaus. Da sind ziemlich viele Experrimente mittlerweile in den Bereich sehr schwerer Verletzungen reichend.
von : Kahless ( 09.01.2009 13:59:39 )
Dem ist nichts hinzuzufügen.
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