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SURFACE - PIERCING - DIE GRUNDLAGEN

Foto: Wildcat - Heidi @ APP Las Vegas
Piercings erst wenige Monate alt
Heidi @ APP Las Vegas
Foto by Wildcat
Wenn ein Piercing gestochen wird, dann geschieht das meist – oder im klassischen Sinne – an einer Stelle des Körpers, die eine Falte oder Gewebe-Barriere vorgibt, so dass diese dann gerade durchstochen werden kann. Das hat ein paar Jahre ganz gut funktioniert und auf der Suche nach immer ungewöhnlicheren Stellen ist das "klassische Piercing" bis zum Gaumenzäpfchen (Uvula) vorgedrungen.
Surface-Piercings also Oberflächenpiercings an ebener Hautfläche waren da schon lange bekannt und wurden auch schon vor zig Jahren praktiziert. Allerdings hing dieser Form des Piercings lange Zeit der Ruf nach, dass sie früher oder später herauswachsen und so zum Großteil "nicht funktionieren".
Ein erfolgreiches Surface Piercing hängt primär natürlich von der Körperstelle ab – es gibt nach wie vor Regionen, die einfach ungeeignet sind für ein Piercing. Diese Regionen "erobern" sich derzeit die Transdermals und Demal-Anchors – aber dazu im nächsten Teil mehr.
Bleiben wir bei der "Erfolgsstory Surface-Piercing". Der größte Fehler der Vergangenheit in diesem Bereich war sicher an den klassischen Piercingtechniken und Schmuck festzuhalten. So wurden zwar viele Materialien wie PTFE, Tygon oder auch Schmuckformen wie gebogene Metallstäbe ausprobiert, allerdings blieb ein breiter und nachweislicher Erfolg aus.
Foto: TRUST (auf Hawaii)
Foto: Trust (auf Hawaii)
Piercings an Kotletten über einen Zeitraum
von 3-4 Jahren, beginnend am Haaransatz.
Schmuck: Surface Bar 45°
Seitliche Augenbraue mit 1,2 Surface-Bar
Alle Piercings einige Jahre alt!

Es gibt immer wieder Menschen, die eine absolut erstaunliche Fähigkeit haben die abenteuerlichsten Piercings auszuheilen. So gibt es auch mit augenscheinlich ungeeigneten Materialien und Schmuckformen immer wieder einzelne Erfolge.

So setzte sich noch vor einigen Jahren die Meinung durch Surface-Piercings sind irgendwo zwischen "kann klappen" und temporären Party- und Play-Piercings einzuordnen. Nicht selten bekam man also auf der Suche nach einem Studio, bzw. Piercer, der ein Surface-Piercing sticht die Antwort "nein, das machen wir nicht" und "diese Art von Piercing wächst innerhalb kürzester Zeit heraus und was bleibt sind hässliche Narben". Was ja mit oben beschriebener Technik und Schmuck auch meist der Fall war – also nicht geschwindelt.

Doch dann kam die Surface-Bar ... weiter geht's auf der nächsten Seite ...

Teil 2 - die Surface-Bar

 
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Die Autoren:

Der Artikel "Surface Piercing - Die Grundlagen" erschiehn zuerst im Expand Magazin Nr. 5 (Jul. 2006) und wurde von Markus Strohner (TRUST Mannheim) und Stephan Strestik (wildcat-ink, Google+) geschrieben.

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