RFID vs. MRT - Der Test
Kategorie: dopamin
22.01.2008 17:00:40 /
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Anlässlich meines Artikels zum Thema: Tattoo oder Piercing bei radiologischen Untersuchungen wie Röntgen, CT oder MRT 22.01.2008 17:00:40 /
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kam die Frage "wie sicher sind RFIDs im MRT?" auf. Ich bin zwar kein Fachmann auf dem Gebiet RFID (dafür aus Gründen des Datenschutzes ein bekennender Gegner), habe mich aber etwas schlau gemacht zu dem Thema und durch die freundliche Überlassung zweier RFID Implantate durch Frenumtraeger die Möglichkeit, RFIDs in einem 3 Tesla MR-Scanner zu testen.Ich möchte hier nicht lang und breit auf das technische Prinzip von RFIDs eingehen, der interessierte Leser kann sich z.B. auf folgenden Webseiten selbst einen Überblick verschaffen: wikipedia.org/
und b-i-t-online.de. Nur ganz kurz zum Prinzip:
Über einen, mit einer kleinen Antenne verbundenen Mikrochip werden gespeicherte Daten ausgelesen und zum Identifizierung des RFID Trägers verwendet (z.B.: Passwörter, Kontodaten, Reisepass, usw.). RFIDs besitzen i.d.R. keine Stromversorgung, sind also passiv und haben aus diesem Grund eine sehr geringe Reichweite von weniger als 1 Meter. Die Reichweite hängt von der Frequenz der RFIDs ab. Bisher sind folgende Frequenzbänder zugelassen (Quelle: wikipedia.org, s.o.):
- Niedrige Frequenzen (LF, 30–500 kHz). Diese Systeme weisen eine geringe Reichweite auf, arbeiten in der am häufigsten verwendeten 64-bit-read-only-Technologie einwandfrei und schnell genug für viele Anwendungen. Bei größeren Datenmengen ergeben sich längere Übertragungszeiten. LF-Transponder sind günstig in der Anschaffung, kommen mit hoher (Luft-)Feuchtigkeit und Metall zurecht und werden in vielfältigen Bauformen angeboten. Diese Eigenschaften begünstigen den Einsatz in rauen Industrieumgebungen, sie werden jedoch auch z. B. für Zugangskontrollen, Wegfahrsperren und Lagerverwaltung (häufig 125 kHz) verwendet. LF-Versionen eignen sich auch für den Einsatzfall in explosionsgefährdeten Bereichen. Hier können ATEX zertifizierte Versionen eingesetzt werden.
- Hohe Frequenzen (HF, 3–30 MHz). Kurze bis mittlere Reichweite, mittlere Übertragungsgeschwindigkeit, mittlere bis günstige Preisklasse der Lesegeräte. In diesem Frequenzbereich arbeiten die sog. Smart Tags (meist 13,56 MHz).
- Sehr hohe Frequenzen (UHF, 433 MHz (USA, DoD), 850–950 MHz (EPC und andere)). Hohe Reichweite (2–6 Meter für passive Transponder ISO/IEC 18000–6C; um 6 Meter und bis 100 m für semi-aktive Transponder) und hohe Lesegeschwindigkeit. Niedrige Preise für kurzlebige passive Transponder, höhere Preise für dauerhafte Transponder, tendenziell hohe Preise für aktive Transponder. Einsatz z. B. im Bereich der manuellen, halbautomatischen, automatisierten Warenverteilung mit Paletten und Container-Identifikation (Türsiegel, License-Plates) und zur Kontrolle von einzelnen Versand- und Handelseinheiten (EPC-Tags) sowie für KFz-Kennzeichen (bisher nur UK). Typische Frequenzen sind 433 MHz, 868 MHz (Europa), 915 MHz (USA), 950 MHz (Japan).
- Mikrowellen-Frequenzen (2,4–2,5 GHz, 5,8 GHz und darüber). Kurze Reichweite für ausschließlich semi-aktive Transponder von 0,5 m bis 6 m bei rasanter Lesegeschwindigkeit wegen hoher Passagegeschwindigkeit für Fahrzeuganwendungen (PKw in Parkhäusern, Waggons in Bahnhöfen, LKw in Einfahrten, alle Fahrzeugtypen an Mautstationen).
Die von mir untersuchten RFIDs basieren laut Frenumtraeger auf einer Frequenz von 125 kHz, liegen also im Low Frequency Band. Das hat bzgl. der Wechselwirkung zum verwendeten 3 Tesla MRT folgende Bedeutung:
- Ein MR Scanner mit einer Feldstärke von 3 Tesla arbeitet in einem Frequenzbereich von ca. 128 MHz. D.h. alle im MR verwendeten Antennen sind auf diese Frequenz im High Frequency Band abgestimmt. Durch die unterschiedlichen Frequenzen von RFID (125 kHz) und MRT (128 MHz) kann es zu KEINEN Kopplungseffekten kommen! D.h. das RFID nimmt keine vom MRT ausgesendete Leistung auf und wandelt diese in Wärme um. Dies ist analog zu einem Radio, wenn der Empfänger (Radio) nicht richtig eingestellt (getuned) ist, kann kein vom Sender (Radiostation) ausgestrahltes Signal (Musik) empfangen werden.
Ich habe aus diesem Grund nicht mit einem Platzen, Verglühen oder ähnlichem gerechnet. Das bedeutet, der in der Folge beschriebene Test tangiert nur 125 kHz RFIDs und sagt nichts über das Verhalten von RFIDs mit anderen Frequenzbändern aus!
Material & Methoden:
- 2 RFID mit 125 kHz
- 1 3 Tesla MR Scanner mit 128 MHz
- 1 Apfel
- Klebeband & Tüte
- Untersuchungssequenz: Fast Spin Echo (Turbo Spin Echo, RARE) mit einer Aufnahmezeit von ca. 6 min. Auswahlkriterium für diese Sequenz, war die, bei dieser Sequenz verwendete, extrem hohe Sendeleistung!
Da der MR Scanner wie im obigen Artikel erklärt auf starken Magnetfeldern basiert, konnte den Scanvorgang nicht filmen. Ich habe mich aber neben den Scanner gestellt, um ein etwaiges Verglühen, Explodieren, etc beobachten zu können. Es ist während der ganzen 10 min Scanzeit (leider) nichts passiert!
Ich habe nach dem Scan sofort den Apfel und den RFID aus dem Scanner geholt, begutachtet und die Temperatur gemessen:
Wie man sieht lag die Temperatur des RFID ungefähr bei Zimmertemperatur, was aber nicht bedeuten muss, dass zu Beginn oder während des MRT die Temperatur nicht stark angestiegen ist. Ein Online-Temperaturmessen während des MRT ist wiederum wegen des starken Magnetfeldes nicht möglich!
- verzerrt und
- artefaktbehaftet (Signalauslöschung)
sind. Eine Interpretation realer Untersuchungen wäre daher nicht oder nur eingeschränkt möglich!
Zusammengefasst kann man sagen, dass ich bei der MRT der verwendeten RFIDs keine Effekte beobachten konnte und die Bildqualität stark beeinträchtigt war! Ich kann weder etwas über den Zustand der RFIDs vor noch nach dem Experiment sagen. Falls die Dinger vorher schon defekt waren, hätte man eh keinen Effekt gesehen und ob sie jetzt noch funktionsfähig sind, kann ich nicht nachprüfen!
ACHTUNG: Dieser Test hat nur eingeschränkte Aussagekraft und betrifft ausschliesslich RFIDs mit einer Frequenz von 125 kHz und feldstärken von 3 Tesla. Wer sich also mit seinem implantierten RFID ins MRT legt und hinterher keine Hand mehr hat, ist selbst schuld. Ich lehne jegliche Verantwortung ab!
NACHTRAG: ich habe dummerweise die Sendefrequenz al 135 MHz angegeben (warum auch immer). die richtige sendefrequenz für 3 Tesla MR Scanner ist ca. 128 MHz. Ich habs oben verbessert!
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USER KOMMENTARE:
Link von www.pascal-mielke.de ( 15.09.2009 07:20:02 )
Pascal Mielke » Blog Archive » RFID-Implantate und MRT
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von : Frenumtraeger ( 30.10.2008 21:19:36 )
so, aus aktuellem anlass krame ich das thema nochmal vor:
ich war vor 3 wochen bei einer kernspin und der rfid hat absolut gar nix ausgemacht! :)
so, aus aktuellem anlass krame ich das thema nochmal vor:
ich war vor 3 wochen bei einer kernspin und der rfid hat absolut gar nix ausgemacht! :)
von : Mella07 ( 20.07.2008 11:01:44 )
hey,
ich arbeite in einem röntgeninstitut und ich kann dazu noch n paar kleinigkeiten aus Erfahrung sagen:
1. ich kann behaupten, dass titan nicht explodiert! denn ich trage, wie man sieht selber einige piercings aus titan und ich lege die patienten ins MR und da geschieht absolut nix..
2. magnetische gegenstände, wie gürtel oder ohrringe werden ledeglich angezogen und stören die untersuchung. zb bei einem metallgebissträger sieht man den gesamten kiefer nicht..
d-h metallische gegenstände stören die bildgebung und sind deshalb abzulegen, wenn sie den zu untersuchenden abschnitt stören würden!
3. Feuerlöscher explodieren (lt. Warnschild)
4. und es wird nun ein neuer herzschrittmacher getestet, der MR verträglich ist! aber der ist noch in den ersten schuhen!
villt konnte ich ja den nicht so fachwissenden n bissen verständnis zeigen..
also wir MTRAS meinen es nicht böse!^^
wir wollen nur keinen stress mit den doc´s
lg mella
hey,
ich arbeite in einem röntgeninstitut und ich kann dazu noch n paar kleinigkeiten aus Erfahrung sagen:
1. ich kann behaupten, dass titan nicht explodiert! denn ich trage, wie man sieht selber einige piercings aus titan und ich lege die patienten ins MR und da geschieht absolut nix..
2. magnetische gegenstände, wie gürtel oder ohrringe werden ledeglich angezogen und stören die untersuchung. zb bei einem metallgebissträger sieht man den gesamten kiefer nicht..
d-h metallische gegenstände stören die bildgebung und sind deshalb abzulegen, wenn sie den zu untersuchenden abschnitt stören würden!
3. Feuerlöscher explodieren (lt. Warnschild)
4. und es wird nun ein neuer herzschrittmacher getestet, der MR verträglich ist! aber der ist noch in den ersten schuhen!
villt konnte ich ja den nicht so fachwissenden n bissen verständnis zeigen..
also wir MTRAS meinen es nicht böse!^^
wir wollen nur keinen stress mit den doc´s
lg mella
von : Mella07 ( 20.07.2008 10:59:24 )
hey,
ich arbeite in einem röntgeninstitut und ich kann dazu noch n paar kleinigkeiten aus Erfahrung sagen:
1. ich kann behaupten, dass titan nicht explodiert! denn ich trage, wie man sieht selber einige piercings aus titan und ich lege die patienten ins MR und da geschieht absolut nix..
2. magnetische gegenstände, wie gürtel oder ohrringe werden ledeglich angezogen und stören die untersuchung. zb bei einem metallgebissträger sieht man den gesamten kiefer nicht..
d-h metallische gegenstände stören die bildgebung und sind deshalb abzulegen, wenn sie den zu untersuchenden abschnitt stören würden!
3. Feuerlöscher explodieren (lt. Warnschild)
4. und es wird nun ein neuer herzschrittmacher getestet, der MR verträglich ist! aber der ist noch in den ersten schuhen!
villt konnte ich ja den nicht so fachwissenden n bissen verständnis zeigen..
also wir MTRAS meinen es nicht böse!^^
wir wollen nur keinen stress mit den doc´s
lg mella
hey,
ich arbeite in einem röntgeninstitut und ich kann dazu noch n paar kleinigkeiten aus Erfahrung sagen:
1. ich kann behaupten, dass titan nicht explodiert! denn ich trage, wie man sieht selber einige piercings aus titan und ich lege die patienten ins MR und da geschieht absolut nix..
2. magnetische gegenstände, wie gürtel oder ohrringe werden ledeglich angezogen und stören die untersuchung. zb bei einem metallgebissträger sieht man den gesamten kiefer nicht..
d-h metallische gegenstände stören die bildgebung und sind deshalb abzulegen, wenn sie den zu untersuchenden abschnitt stören würden!
3. Feuerlöscher explodieren (lt. Warnschild)
4. und es wird nun ein neuer herzschrittmacher getestet, der MR verträglich ist! aber der ist noch in den ersten schuhen!
villt konnte ich ja den nicht so fachwissenden n bissen verständnis zeigen..
also wir MTRAS meinen es nicht böse!^^
wir wollen nur keinen stress mit den doc´s
lg mella
von : needlewitch ( 31.01.2008 12:02:43 )
ich stell mir gerade das Gesicht einer bestimmten Arzthelferin vor wenn ich die frage wieviel Tesla ihr MRT hat *looool*
Die hätte wahrscheinlich nichtmal gewusst was das ist, so wie die bei meinem letzten MRT "Fachwissen" verbreitet hat...
"Intimpiercing aus Titan kann im MRT explodieren, aber die Jeans inkl Reißverschluß kann ruhig anbleiben"...
ich stell mir gerade das Gesicht einer bestimmten Arzthelferin vor wenn ich die frage wieviel Tesla ihr MRT hat *looool*
Die hätte wahrscheinlich nichtmal gewusst was das ist, so wie die bei meinem letzten MRT "Fachwissen" verbreitet hat...
"Intimpiercing aus Titan kann im MRT explodieren, aber die Jeans inkl Reißverschluß kann ruhig anbleiben"...
von : Hotze2002 ( 23.01.2008 11:29:10 )
dabnkeschön für den artikel und deine mühe!!
dabnkeschön für den artikel und deine mühe!!
von : dAni3La ( 23.01.2008 11:00:06 )
sehr interessant, danke für deine mühe!
wieder spitze erklärt und super zu lesen!
sehr interessant, danke für deine mühe!
wieder spitze erklärt und super zu lesen!
von : maddox ( 22.01.2008 22:41:19 )
Darf ich dich Mythbuster nennen ? ;)
Sehr interessant und sehr informativ geschrieben.
Wäre klasse wenn das ganze noch als Artikel erscheinen würde, so bleibts länger erhalten.
Darf ich dich Mythbuster nennen ? ;)
Sehr interessant und sehr informativ geschrieben.
Wäre klasse wenn das ganze noch als Artikel erscheinen würde, so bleibts länger erhalten.
von : lipuma ( 22.01.2008 20:43:03 )
sorry copy paste typo ... der Satz:
klinisch gebräuchlich sind heutzutage 1.5 tesla und 3 tesla geräte, d.h frequenzen von 42.576 MHz und 63.864 MHz.
muss heissen:
klinisch gebräuchlich sind heutzutage 1.5 tesla und 3 tesla geräte, d.h frequenzen von 63.864 MHz und 127.728 MHz.
sorry copy paste typo ... der Satz:
klinisch gebräuchlich sind heutzutage 1.5 tesla und 3 tesla geräte, d.h frequenzen von 42.576 MHz und 63.864 MHz.
muss heissen:
klinisch gebräuchlich sind heutzutage 1.5 tesla und 3 tesla geräte, d.h frequenzen von 63.864 MHz und 127.728 MHz.
von : lipuma ( 22.01.2008 20:39:55 )
@frenumtraeger: das mit dem datenschutz ist in deinem fall wohl eher unkritisch. wenn man sich aber den trend vor augen hält, die idendität der leute auf solchen chips zu speichern, finde ich das ganze nicht mehr sehr sicher. malaysia und soweit ich weis holland hat die dinger bereits im reisepass, die usa will nachziehn und in deutschland wurden auch schon solche gedanken geäussert! der schritt vom pass zum implantat liegt in zeiten der terrorparanoia sehr nah. die amis arbeiten bereits an einer gps integration in die rfids. was das bedeutet ist ja wohl klar! ich habe keinen bock irgendwann auf schritt und tritt trackbar zu sein.
zur MRT-frequenz: das gyromaagnetische verhältnis eines isotops bestimmt die resonanzfrequenz der atomkerne und damit die sendefrequenz des MR scanners. normalerweise werden wasserstoffkerne mit dem mrt untersucht. die haben ein gyromagnetisches verhältnis von 42.576 MHz/Tesla. d.h.: bei 1 tesla beträgt die mr-frequenz 42.576 MHz, bei 2 tela 85.152 MHz, bei 3 tesla 127.728 MHz usw. klinisch gebräuchlich sind heutzutage 1.5 tesla und 3 tesla geräte, d.h frequenzen von 42.576 MHz und 63.864 MHz. in ausnahmefällen (0.5 t, 1t, 2t oder 4t) feldstärke anfragen und taschenrechner zücken. in ausnahmefällen (höchst höchst selten) können auch kohlenstoff (10.705 MHz/T) oder phosphor (17.235 MHz/T) untersuchungen gemacht werden. Hier wiederum feldstärke und taschenrechner ... falls gar noch andere kernsorten untersucht werden (wird nie gemacht) könnt ihr unter http://en.wikipedia.org/wiki/Gyromagnetic_ratio die konstanten nachschauen.
alles in allem spielt sich heutzutage mr im hochfrequenzband (HF), also zwischen rund 10 MHz und 425.76 MHz, ab. das kann sich in zukunft ändern (höhere feldstärken).
@frenumtraeger: das mit dem datenschutz ist in deinem fall wohl eher unkritisch. wenn man sich aber den trend vor augen hält, die idendität der leute auf solchen chips zu speichern, finde ich das ganze nicht mehr sehr sicher. malaysia und soweit ich weis holland hat die dinger bereits im reisepass, die usa will nachziehn und in deutschland wurden auch schon solche gedanken geäussert! der schritt vom pass zum implantat liegt in zeiten der terrorparanoia sehr nah. die amis arbeiten bereits an einer gps integration in die rfids. was das bedeutet ist ja wohl klar! ich habe keinen bock irgendwann auf schritt und tritt trackbar zu sein.
zur MRT-frequenz: das gyromaagnetische verhältnis eines isotops bestimmt die resonanzfrequenz der atomkerne und damit die sendefrequenz des MR scanners. normalerweise werden wasserstoffkerne mit dem mrt untersucht. die haben ein gyromagnetisches verhältnis von 42.576 MHz/Tesla. d.h.: bei 1 tesla beträgt die mr-frequenz 42.576 MHz, bei 2 tela 85.152 MHz, bei 3 tesla 127.728 MHz usw. klinisch gebräuchlich sind heutzutage 1.5 tesla und 3 tesla geräte, d.h frequenzen von 42.576 MHz und 63.864 MHz. in ausnahmefällen (0.5 t, 1t, 2t oder 4t) feldstärke anfragen und taschenrechner zücken. in ausnahmefällen (höchst höchst selten) können auch kohlenstoff (10.705 MHz/T) oder phosphor (17.235 MHz/T) untersuchungen gemacht werden. Hier wiederum feldstärke und taschenrechner ... falls gar noch andere kernsorten untersucht werden (wird nie gemacht) könnt ihr unter http://en.wikipedia.org/wiki/Gyromagnetic_ratio die konstanten nachschauen.
alles in allem spielt sich heutzutage mr im hochfrequenzband (HF), also zwischen rund 10 MHz und 425.76 MHz, ab. das kann sich in zukunft ändern (höhere feldstärken).
von : extremehard ( 22.01.2008 18:34:05 )
Ein sehr interessanter Bericht der meine eigenen Vermutungen bestätigt
hat. Ich bin sicher dass die Hersteller der RFID-Systeme auch ähnliche
Untersuchungen durchgeführt haben und wahrscheinlich noch mehr zu dieser
Problematik sagen könnten, man müsste dort einmal direkt nachfragen.
Danke für Deine Mühe die Du dir damit gemacht hast.
Ein sehr interessanter Bericht der meine eigenen Vermutungen bestätigt
hat. Ich bin sicher dass die Hersteller der RFID-Systeme auch ähnliche
Untersuchungen durchgeführt haben und wahrscheinlich noch mehr zu dieser
Problematik sagen könnten, man müsste dort einmal direkt nachfragen.
Danke für Deine Mühe die Du dir damit gemacht hast.
von : Frenumtraeger ( 22.01.2008 18:31:10 )
na das ganze thema beruhigt mich mal. ich kann wohl auch noch einen teil zum ganzen beitragen.
der eine der beiden tags (der dickere) ging beim wegschicken definitiv noch und wenn das glasröhrchen nicht kaputt war, ist auch davon auszugehen, dass er auch nach dem verschicken noch ging. es handelt sich hierbei um einen EM4102 chip.
der andere ist eigentlich schon quasi ein nachfolgemodel und ist - im gegensatz zum EM4102 - schon mit 2k daten beschreibbar. eigentlich wollte ich mir diesen chip einsetzen lassen, allerdings ist er auf dem postweg zum piercer kaputt gegangen und darum hab ich es sein lassen. hierfür hab ich kein geeignetes lesegerät und kann darum nicht sagen, ob er noch ging. allerdings kann ich sagen, dass das teil bisher nur bei mir zuhause rumlag und somit davon auszugehen ist, dass er noch ging. die übertragungsfrequenz ist bei beiden die schon besagten 125 khz.
um auf die ursprungsdiskussion zurück zukommen: laut http://www2.informatik.uni-jena.de/~nez/IuG2/01.Anwendungen%20von%20RFID%20bei%20zahmen%20und%20wilden%20Tieren.Greiner.pdf
liegt der verwendete chip bei haustieren im bereich von 125 khz oder 134.2 khz. somit wären tiere dann ja in einem mrt untersuchbar (wie von needlewitch erwähnt) allerdings sind dann wohl die 134.2 khz kritisch?? wenn ich meinen gechipten hund ans lesegerät halte (bzw. umgekehrt), dann wird keine nummer erkannt. das hat allerdings noch nicht viel zu heißen, da nur die reine trägerfrequenz noch nicht viel aussagt. es gibt hier verschiedene protokolle und auch verschlüsselungsarten, so dass es durchaus möglich ist, dass mein lesegerät diese art von chips nicht lesen kann.
und noch was zum thema datenschutz usw:
ich halte mein rfid implantat datenschutzrechtlich völlig unbedenklich, weil
1. der leseabstand nur ca. 10 bis 15 mm beträgt
2. auf diesem chip lediglich eine 10 stellige buchstaben- zahlenkombination gespeichert ist
sollte also jemand tatsächlich so nah an meinen arm kommen, dass er den chip auslesen kann, dann bleibt die frage: was will er mit diesen daten? ich mache den login am pc und auf den webseiten mit dem chip. allerdings wird hierzu nirgends die nummer des chips direkt gespeichert, sondern es läuft auf meinem (und nur meinem!!) pc ein programm im hintergrund, das beim surfen im inet seiten mit benutzername/passworteingabe erkennt. hab ich nun in das benutzername-feld geklickt und halte meinen arm ans lesegerät so wird entweder ein fenster geöffnet, in dem ich benutzername und passwort eintrage und abspeichere, oder - wenn ich diese daten schon abgespeichert habe - dann werden die daten eingetragen und der login ausgeführt. letzendlich sind also die daten weiterhin lokal gespeichert. nun könnte man sagen "und wenn jemand diese datei ausspioniert?" dann sag ich nur: wer sucht nach so einer datei? dieses rfid implantat ist doch sehr selten und eine absolute sicherheit hat man online nie. wer die daten haben möchte, der bekommt sie - egal wie!
zu guter letzt hab ich noch ne frage:
arbeiten denn alle mrt geräte mit der frequenz von 135 khz? oder muss ich bei einer evtl. untersuchung fragen, was für ein gerät das ist, in das sie mich schieben wollen?
na das ganze thema beruhigt mich mal. ich kann wohl auch noch einen teil zum ganzen beitragen.
der eine der beiden tags (der dickere) ging beim wegschicken definitiv noch und wenn das glasröhrchen nicht kaputt war, ist auch davon auszugehen, dass er auch nach dem verschicken noch ging. es handelt sich hierbei um einen EM4102 chip.
der andere ist eigentlich schon quasi ein nachfolgemodel und ist - im gegensatz zum EM4102 - schon mit 2k daten beschreibbar. eigentlich wollte ich mir diesen chip einsetzen lassen, allerdings ist er auf dem postweg zum piercer kaputt gegangen und darum hab ich es sein lassen. hierfür hab ich kein geeignetes lesegerät und kann darum nicht sagen, ob er noch ging. allerdings kann ich sagen, dass das teil bisher nur bei mir zuhause rumlag und somit davon auszugehen ist, dass er noch ging. die übertragungsfrequenz ist bei beiden die schon besagten 125 khz.
um auf die ursprungsdiskussion zurück zukommen: laut http://www2.informatik.uni-jena.de/~nez/IuG2/01.Anwendungen%20von%20RFID%20bei%20zahmen%20und%20wilden%20Tieren.Greiner.pdf
liegt der verwendete chip bei haustieren im bereich von 125 khz oder 134.2 khz. somit wären tiere dann ja in einem mrt untersuchbar (wie von needlewitch erwähnt) allerdings sind dann wohl die 134.2 khz kritisch?? wenn ich meinen gechipten hund ans lesegerät halte (bzw. umgekehrt), dann wird keine nummer erkannt. das hat allerdings noch nicht viel zu heißen, da nur die reine trägerfrequenz noch nicht viel aussagt. es gibt hier verschiedene protokolle und auch verschlüsselungsarten, so dass es durchaus möglich ist, dass mein lesegerät diese art von chips nicht lesen kann.
und noch was zum thema datenschutz usw:
ich halte mein rfid implantat datenschutzrechtlich völlig unbedenklich, weil
1. der leseabstand nur ca. 10 bis 15 mm beträgt
2. auf diesem chip lediglich eine 10 stellige buchstaben- zahlenkombination gespeichert ist
sollte also jemand tatsächlich so nah an meinen arm kommen, dass er den chip auslesen kann, dann bleibt die frage: was will er mit diesen daten? ich mache den login am pc und auf den webseiten mit dem chip. allerdings wird hierzu nirgends die nummer des chips direkt gespeichert, sondern es läuft auf meinem (und nur meinem!!) pc ein programm im hintergrund, das beim surfen im inet seiten mit benutzername/passworteingabe erkennt. hab ich nun in das benutzername-feld geklickt und halte meinen arm ans lesegerät so wird entweder ein fenster geöffnet, in dem ich benutzername und passwort eintrage und abspeichere, oder - wenn ich diese daten schon abgespeichert habe - dann werden die daten eingetragen und der login ausgeführt. letzendlich sind also die daten weiterhin lokal gespeichert. nun könnte man sagen "und wenn jemand diese datei ausspioniert?" dann sag ich nur: wer sucht nach so einer datei? dieses rfid implantat ist doch sehr selten und eine absolute sicherheit hat man online nie. wer die daten haben möchte, der bekommt sie - egal wie!
zu guter letzt hab ich noch ne frage:
arbeiten denn alle mrt geräte mit der frequenz von 135 khz? oder muss ich bei einer evtl. untersuchung fragen, was für ein gerät das ist, in das sie mich schieben wollen?
von : beatjunkie ( 22.01.2008 17:43:27 )
Wow, cooler und vor allem sehr interessanter Test, den du da veranstaltet hast. Und dank kurz verbrachter Zeit als E-Technik Student habe ich sogar die technischen Details soweit ganz gut verstanden ;)
Fand deinen Artikel über das thema schon sehr geil weil es so ziemlich der Erste war, der die ganzen Fragen, die immer wieder aufkommen und aus Unwissenheit oft falsch beantwortet werden wissenschaftlich bearbeitet hat.
Wie ist das genau mit diesen RFID Implantaten? Wenn sich jemand so etwas einsetzen lässt, bekommt er gesagt um was für einen Chip es sich da handelt (also der Frequenzbereich, in dem das Teil arbeitet) und was es für mögliche Risiken gibt?
Wow, cooler und vor allem sehr interessanter Test, den du da veranstaltet hast. Und dank kurz verbrachter Zeit als E-Technik Student habe ich sogar die technischen Details soweit ganz gut verstanden ;)
Fand deinen Artikel über das thema schon sehr geil weil es so ziemlich der Erste war, der die ganzen Fragen, die immer wieder aufkommen und aus Unwissenheit oft falsch beantwortet werden wissenschaftlich bearbeitet hat.
Wie ist das genau mit diesen RFID Implantaten? Wenn sich jemand so etwas einsetzen lässt, bekommt er gesagt um was für einen Chip es sich da handelt (also der Frequenzbereich, in dem das Teil arbeitet) und was es für mögliche Risiken gibt?
