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Profil von: Andrejka
zuletzt online: 11.05.2012
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Thema





02.12.2011 13:38:42 / ... / ... [#lang]

Früher wurde einfach anders gebaut, den menschen in einem bauernhaus war wichtig kleine und damit gut beheizbare räume zu haben in denen sich dann im winter die ganze familie um die "kunscht" zusammenfand und sich schön aufwärmte. Heutzutage legt man wert auf grosse und helle räume - dies in einem alten bauerhaus zu verwirklichen ist nicht einfach aber machbar. Wir haben im erdgeschoss alle zwischenmauern die sich entfernen liessen entfernt und damit ein grösseres zusammenhängendes wohn - ess - dielen - küchenbereich geschaffen dass sich im winter sehr gut mit unserm schwedenofen heizen lässt weil eben keine wände mehr dazwischen sind.
Zudem haben die menschen früher die vorliebe für viele schwellen und kleine stufen von raum zu raum entwickelt - warum, bleibt mir leider verborgen, aber es zwang uns den gesamten erdgeschoss komplett mit neuen estrich zu versehen um die räume alle eben zu machen. Da gab es durchaus differenzen von bis zur 20cm in der höhe - für ein rollifahrer ein absolutes no go. Dann sollten auch noch die heizungsrohre im boden versenkt werden die bisher aufputz verlaufen sind (eine fürchterliche optik) und dann konnte ja nur noch der rauhputz und böden gemacht werden - ein klacks sozusagen :-D

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28.11.2011 13:18:21 / ... / ... [#lang]

Da unser haus nun einstöckig ist und das schlafzimmer sich im obergeschoss befindet brauchten wir ziemlich dringend einen rolliaufzug. Das vorhaben war echt nicht einfach. Zunächst stellte sich die frage wo man den liftschacht hinbauen könnte - das haus ist nämlich sehr alt und die deckenbalken laufen einmal quer durchs haus, also freitragend, davon durften wir also nix absägen, da wäre uns das obere stockwerk sonst runtergefallen. Stahlträger in die decken einbauen wäre eine option gewesen aber mit unserm schmalen budget nicht zu bewerkstelligen zudem es brutalste löcher in die wände gegeben hätte und der aufwand wäre viel zu gross. Gottseidank haben wir in freundeskreis einen fähigen, kreativen und angstfreien zimmermann, dieser mensch ist echt gold wert. Er schaute sich das fachwerk an, rechnete und ersann eine komplizierte konstruktion mit der er die fehlenden balken, die wir in der scheunenzwischendecke entfernen mussten wieder abzufangen und zu stabilisieren dachte. Da man eben im haus selber nix mit lifter machen konnte sind wir auf die angebaute scheune ausgewichen um es dorhin zu bauen. Zuallererst mussten aber die anderen sachen die uns im wege waren weggeschafft werden - der schweinestall, der abstellraum und das plumpsklo. nach dem das alles abgerissen war konnte man nun den schacht hinbauen.
Der schacht war da und es stellte sich die frage was für ein lift da hinsoll - ein handelsüblicher, tüv geprüfter rollilifter kostet so an die 20 tausend öcken, das geld hatten wir nicht, unser budget für den lift war so an die 2000,-euro.
Zum glück kennen wir einen metallfachmenschen der passion hat für aussegewöhnliches, wenn nicht zusagen durchgeknalltes und der kam mit der idee "gabelstaplerschnauze". Die idee war brilliant, man nehme gabelstaplerschnauze, montiert auf die gabeln eine plattform und nagelt das ganze in den aufzugsschacht - die dazugehörige hydraulikpumpe befindet sich hinter dem aufzuschacht in der scheune. Ein wenig elektrik (rufknöpfe und stoppstellungen) dranfriemeln und fertig ist der ganze zauber :-D

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26.11.2011 20:58:25 / ... / ... [#lang]

Um das haus für einen rollifahrer bewohnbar zu machen muss man sich vorher einige gedanken machen wie man lange wege in der wohnung möglichst vermeidet. Die küche sollte daher zentral sein und direkten & breiten & schwellenlosen zugang zum esszimmer haben. Das alles hat uns gezwungen einen mauerdurchbruch zu veranstalten dass es echt in sich hatte. Die bruchsteinmauern sind gute 80cm dick und leider nicht mit mörtel versehen sondern die steine liegen ähnlich wie bei einem 3D puzzle einfach lose aufeinander und die unebenen stellen sind dann anschliessend mit lehm verputzt gewesen. Unser statiker, den wir zur rate gezogen haben meinte dass es kein problem darstellen sollte die mauer durchzubrechen - er ist der fachmann er müsste es wissen, meinten wir und legten los......Leider zeigte sich seine einschätzung als nicht richtig denn nach dem entfernen der ersten steine kamen die oberen ziemlich zügig ins rutschen und wir bekamen es mit der angst zu tun dass uns das komplette haus nun auf dem kopf fällt. Die mauer entpuppte sich nämlich doch als tragend :-(
Das war eine zeimlich horromässige erkenntnis die uns zwag am 1.mai, also am feiertag den kumpel des vertrauens damit beauftragen uns schnellstens paar t-träger auf mass zusammenzusägen und miteinander verbinden damit wir es sofort als stütze einbetonieren können. Da es ein wirklich klasse kumpel ist hat er auf die geplante sauftour verzichtet und uns die erforderlichen teile zurechtgemacht die wir dann in der nachtschicht eingeschalt und betoniert haben - mir stellen sich heute noch die nackenhärchen wenn ich dran nur denke.....

Und hier die ganze story in bildchen....

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