Monat:
27.09.2010 13:55:55 /
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Nen riesen Cutting auf Kassenkosten *looooool*
Ja, es war ein langer Weg und er war leichter als erwartet...
Ich würde zu allererst mal behaupten, dass einen ein so hoher Gewichtsverlust und eine anschließende OP ein klein bisschen mehr verändert, als ein neuer Ring oder Stecker irgendwo, daher gehört der Blog für mich auch in die Kategorie Bodyart.
Es war wirklich an der Zeit, dass etwas passieren musste. 110kg waren es mal und nun hab ich knappe 50kg weniger.
Und ich möchte eins klarstellen: Nein, ich bin nicht diszipliniert! Zumindest nicht, was das Essen angeht. Ich esse alles, große Mengen und jeder, der mich schonmal beim Essen erlebt hat, kann es kaum glauben, dass ich so dennoch so viel abgenommen habe. Lediglich beim Sport bin und war ich diszipliniert, denn ich dachte mir schon zu Beginn:"Hei Anna, du willst/musst so viel abnehmen, du wirst ohne Sport hinterher bestimmt verdammt scheiße aussehen!" Also Sport gabs regelmäßig, somit nahezu täglich.
Im Februar 2010 wars dann so weit, mein Nabelbruch zickte schon länger wieder rum und verursachte böse Schmerzen, also ging ich zum Arzt, dieser meinte schon, dass die Fettschürze, die ich übrigens schon seit 11 Jahren hatte und die nix mit dem Abnehmen zu tun hatte, einer OP im Wege stehen könnte. Kurz danach war ich bei meiner Chirurgin und auch die war der Meinung und schrieb mir das erste Gutachten...Ok, zwischen diesem Gutachten und der OP vergingen 5 Monate und noch einige Gutachten folgten, bis die Kasse ihr OK gab, es war schließlich medizinisch notwendig.
Der OP-Termin wurde auf den 26.8. gelegt. Wirklich aufgeregt war ich nur am Abend vorher, mal davon abgesehen, dass ich schon ne knappe Woche vorher meine Kliniktasche packte ;-)
Am 26. sollte ich dann nüchtern im KH sein. Die Voruntersuchungen wurden 2 Tage vorher komplett erledigt. Da war ich nun, extrem hungrig und durstig und es wurde alles angezeichnet und ich wurde in den OP gefahren. Dort war nen echt cooler Anästhesist mit nem texanischem Akzent, fand ich sehr witzig und eine ganz liebe andere Narkoseärztin. Und dann:"Oh Frau K. Sie müssen nochmal aufs Zimmer, ein Notfall kommt gerade rein" Na herrlich...Ich hatte die scheißegal-Tabletten schon intus und wurde wieder aufs Zimmer gebracht und guckte ganz früh morgens die Wiederholungen von scrubs, oder wars Malcolm mittendrin? Naja egal, war jedenfalls lustig, lustiger als ohne Tabletten *lol*. Um halb 10 wurde ich dann wieder in den OP gefahren.
Der lustige Texaner war wieder da und ich bekam die Sauerstoffmaske aufs Gesicht. Jaja, nur Sauerstoff... Ich war weg, wahrscheinlich ritt ich irgendwo durch die einsame texanische Prärie*lol*...
Irgendwann gegen 13 Uhr wachte ich 400g leichter im Aufwachraum auf und konnte eigentlich nur sagen, dass mir tierisch schlecht war, dann machte ich die Augen wieder zu...So gings dann locker ne halbe Stunde, ich hatte noch nie so schwere Augenlider.
3L Ringerlösung und noch ganz viel "Anti-Kotz"- Medis später durfte ich dann hochgebracht werden. Ich hatte nun eine nette Bettnachbarin in der Zwischenzeit bekommen. Es ging mir super, schon gespenstisch gut. 24 Stunden sollte ich liegen, ganz toll, wenn man 3L Ringerlösung intus hat und nicht aufs Klo gehen darf und ständig die Pfleger belästigen muss und hei, mal ehrlich, aber pinkeln im Liegen ist ja mal sowas von unwürdig, wenn man schon lange ausm Windelalter raus ist oder noch weit vom späten Windelalter entfernt ist.
Nachts um 11 oder 12 ging die Tür auf und in typischer Krankenhausmanier schallte es ins Zimmer:" Nabend, es war Schichtwechsel und ich wollte mich nur vorstellen, ich bin Pfleger Stefan" Tolle Wurst Junge, könnte ich aufstehen, hätte ich dich durchs ganze KH gejagt für diese Weckaktion!
Meine Bettnachbarin sollte am nächsten Tag einen Magenbypass kriegen, wie viele Patienten dort. Ich war nämlich im Adipositaszentrum gelandet. Und sie war genauso aufgeregt und ab etwa 4 Uhr quatschten wir, da ich als absolute Bauchschläferin eh nicht auf dem Rücken einschlafen konnte und somit wach lag.
Der Tag danach war nicht schön, Rückenschmerzen, Husten durchs lange Liegen, Nahtschmerzen, Halsschmerzen vom Tubus... Bis Sonntagabend dachte ich bei jeder Bewegung ich müsse sterben, aber liegen tat genauso weh... Wenigstens wurde ich ganz brav von meinem Mann mit frischem Pflaumenkuchen mit Schlagsahne versorgt, sowas leckeres lässt einen dann doch mal kurz das böse Aua vergessen ;-)
Montag kamen dann endlich die Drainagen raus. Nachts nervte ich meinen besten Freund noch per SMS ob das Ziehen denn weh tut, er ist Krankenpfleger und als Antwort kam nur „Wenn es gut gemacht wird, nein, wenn nicht, dann kanns schon böse wehtun“ Na toll… Aber ich hatte Glück, es fühlte sich nur an, als hätte ich einen Wurm unter meiner Haut, der rausgezogen wird. Danach gings mir schlagartig besser und ich konnte wesentlich freier gebückt das Krankenhausgelände unsicher machen ohne andere Spaziergänger mit meinen „Blutkonserven“ zu nerven, die ich vorher immer freischwingend rumtragen musste und abends durfte ich zum ersten Mal seit Mittwochabend duschen, sehr appettitlich. Achja, noch eine tolle Weckaktion. Morgens um 5 (!), die Tür geht auf, Schwester XY schreit mich an, was ich denn für nen Tee trinken mag. Hallo?????? 1. war ich schon so weit mobil um mir mein Gesöff selber zu holen und 2. um 5 Uhr steht mir für gewöhnlich nicht der Sinn danach Tee zu trinken, da ist es noch dunkel und man möchte schlafen...Also schrie ich zurück:"Fenchel!!!" *lol*
Ich nervte alle, wann ich endlich heim darf und Dienstag nach der Visite wurde mir nen Paket Thrombosespritzen in die Hand gedrückt und ich durfte meine Sachen packen. Thrombosespritzen sind übrigens Arschlöcher, echt schmerzhaft!
Von dem Essen im KH fange ich lieber gar nicht erst an... Aber ich war eine der wenigen, die wenigstens überhaupt essen durften, die meisten auf der Station bekamen nur Tee und Brühe wegen ihren Magen-OPs.
Die ersten Tage zu Hause gingen einigermaßen, vorallem der Nabelbruch meldet sich doch recht häufig bei falscher Haltung oder falschen Bewegungen. Ich denke die Straffung alleine wäre für mich nicht mal halb so fies gewesen.
Nach 8 Tagen kamen die Fäden raus, es heilte absolut vorbildlich, was ich nicht erwartet hätte und ich durfte langsam wieder mit Sport anfangen, also Hauptsache ich beanspruche meinen Bauch nicht. Skaten und Bein-Workout gingen ohne Probleme. Ich war auch nach einer Woche körperlich wieder fit und alles klappte ohne Probleme, sogar das Schlafen auf dem Bauch, das alles hätte ich noch wenige tage zuvor absolut nicht erwartet, dass es mir so schnell wieder gut geht. Auch Pflaster brauchte ich nicht mehr, nur die Bandage sollte mir noch eine Weile erhalten bleiben (ab OP 5 Wochen insgesamt).
Nach knapp 4 Wochen fing ich nun mit der Narbenpflege an und es wird von Tag zu Tag besser, ich habe allerdings nicht vor die Narbe irgendwie verschwinden zu lassen, auch nicht unter einem Tattoo o.ä. .
Nebenbei war sogar eine Freundin sehr geschockt, als ich ihr das Vorher-Bild zeigte, sie kannte mich sogar im Badeanzug und hätte das nun wirklich nicht erwartet, aber ja, wozu gibt’s Badeanzüge mit Vordermieder, die alles zurecht quetschen?! ;-)
Ich bin wirklich zufrieden und alles ist besser, als mein vorher-Bauch. Es wird zwar noch ne Weile dauern, bis alles seinen endgültigen Zustand erreicht hat, denn leicht geschwollen ist es nach nun 4 Wochen noch immer, aber ich finds auch jetzt schon klasse. Das Tattoo ist gerade geblieben, lediglich ist es nun größer, da in die Höhe gezogen, als vorher.
Nun bin ich schon auf der Suche nach einem schicken Bikini für die nächste Saison ;-)
Noch mit meinem Bauchnabelvulkankrater *lol*
Noch im KH:
Nach 3 Wochen (die Narbe mittig überm Schnitt ist übrigens meine alte BNP-Narbe, jep, soweit runtergezogen wurde alles):
Eine Woche noch Stützverband, dann bin ich den auch endlich los.
03.09.2010 14:40:34 /
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Unser geliebtes Auto ist zu den Auto-Sternen gegangen...Nein, ich habs dorthin befördert. Gestern hatte ich auf den Tag genau 2 Wochen meinen Führerschein. Ich holte meinen Mann von der Arbeit ab und aufm Heimweg passierte es. Beim Bremsen rutschte ich von der Bremse ab (fucking Regen + fucking rutschige null Profil Adidas) und krachte auf einen fetten BMW. Dieser hatte nur ein paar Kratzer, unser Neuaufbau würde sich auf 1000€ belaufen. Naja, der Golf war schon alt, knapp 250.000km runter, vorne ist alles hinüber, nen fetter Totalschaden also...
Good bye Golfi...
