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Profil von: melanom
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Die Köpfe der anderen…


Kategorie: tattoo > Artikel und Essays
26.02.2009 11:40:48 / ... / ... [#lang]


Manchmal möchte ich reingucken, in die Köpfe der anderen, der Menschen um mich herum. Nicht immer, ganz bestimmt nicht. Einige Dinge will ich nicht wissen. Aber oft genug würde ich gerne wissen, was mein Gegenüber grade denkt. Zum Beispiel über mich, wenn sie mich mustern. Du kannst die Fragezeichen sehen, die blinken grell über ihren Köpfen. Immerhin ein Zeichen, dass sie denken..lol. Die Zugbegleiterin grade geht an allen Fahrgästen total freundlich vorbei, checkt die Karten mit nem Grinsen im Gesicht. Als die Sitzlehnen ihr nicht mehr den Blick auf meine tätowierten Arme verwehren, fallen die Mundwinkel in eine eher autistische Grundstarre. Emotionslos kommt „die Fahrkarte bitte..“..Hehe. Was wird sie wohl gedacht haben ? Findet sie Tattoos ekelig ? Pass ich ihr zu gut in die „Tätowiert-Glatze-Nazi“-Schublade ? Bin ich nur Asi ? Fragen über Fragen.

Nein, kein Rumgeheule hier im Blog, so ist das nicht gemeint. Es ist echtes Interesse an der Tatsache, dass Menschen einander beobachten und versuchen, sich über das Äußere ein Bild zu machen. Das ist natürlich, das machen Tiere auch. Passt ein Tier schon rein äußerlich nicht in die Gruppe, ist es z.B. ein Albino, sind die Überlebenschancen eher gering. Es wird verstoßen.

Nun ist der Mensch da aber ein Schritt weiter. Die einen verändern ihr Äußeres bewusst, nehmen dabei (mehr oder weniger) in Kauf, dass man aneckt, die anderen, haben hunderte von Vorurteilen, die ihnen selber das archaische Ausstoßenwollen schön reden.

Aber was gehr da in den Köpfen dann vor ? Einige haben Gesichtszüge wie Schaufenster, die verbergen nichts. Da kannste jeden Gedanken, jede Schubladen-Front sofort erkennen. Aber einige schaffen es geschickt, ihre Fassade zu wahren, aber der grinsende Mund passt nicht zu den ernsten Augen. Das ist der Punkt, wo ich am liebsten reinschauen würde, was da grade abgeht. Geht mir ja genau so. Wenn ich jemanden sehe, der irgendwie aus der Masse rausragt, denke ich mir „Was ist wohl für einer ?“ und krame in meinen Schubladen.

Genau wie ich das mache, praktizieren das so gut wie alle Menschen. Bewusst oder unbewusst. Auch wenn man noch so offen für alles ist, macht man sich ein Bild von dem anderen Menschen. Ich finde das auch nicht weiter schlimm, das ist alles menschlich. Wenn man sich tätowieren lässt, Piercings trägt, bunte Haare hat, Dreads trägt, besonders dick oder dünn ist, öffnet sich beim Gegenüber irgendeine Schublade, wo derjenige einen einzuordnen versucht. Überschreitet man noch eine Grenze, die der Provokation, ist das noch unwahrscheinlicher, dass das Gegenüber einen neutral betrachtet.

Das muss nicht immer schlecht sein, das will ich nicht sagen. Aber es ist etwas, was das Leben beeinflusst. Ob positiv oder negativ, hängt auch davon ab, wie derjenige selber seine Schublade sieht. Jemand, der sich seine Unterarme aus einem elitären Gedanken heraus hat stechen lassen, verwertet das garantiert anders, als jemand, der sich die gleiche Körperstelle aus einem Gruppenaspekt heraus hat machen lassen, der ihn heute eher belastet. So freut es jemanden, der sich beim machen lassen gedacht hat „Ha, ihr könnt mich mal, ich lass mich zukleistern, ich kanns mir erlauben“ (offene Tattoos als Prestige-Objekt sind immer mehr im Kommen…) bestimmt, wenn die Kassiererin im Lidl ihn wie ein Asi mustert und er sich denken kann „Baby, ich hab die MasterCard-Platin-Diamond-Arschlecken-Deluxe, du nicht…“. Mustert die gleiche Lidl-Kassiererin allerdings den Knasti nicht so. Der kann aus dem Mustern nicht so viel Spaß ziehen. Zu oft schon ging für ihn die Schublade gegen seinen Willen auf.

Aber wie man dreht und wendet, egal zu welcher Gruppe man gehört : Es bleibt immer ein Filter, eine Ecke am Ego, von der sich andere berührt oder gestoßen fühlen.

Also mir gefällt, das macht das ganze spannender, das Leben nicht so langweilig. Und es gibt mir das Gefühl, nicht einer von vielen zu sein. (der ich aber letztendlich doch bin…)

So hat dich Schaffnerin mich wenigstens wahrgenommen.loool

Kein Diskussion über Toleranz, ich hab nur laut nachgedacht. ;-)


Ps. : Und dann ist da noch ein Kopf, da würde ich gerne mal drin sein. So wie in „Being John Malkovich [DE]“. Das ist der Kopp von meinem Fast-Sohn (Fremdzucht meiner Ex)..Der denkt irgendwie so anders, das würde ich mir gerne mal geben, einen Tag lang oder so. Würde dafür auch in den neuneinhalbten Stock gehen ;-)

Ich zitiere : „Wenn du jetzt nicht aufräumst, bekommste keine Pommes“..“Egal, dann koch ich mir ein Brot…“

Bitte, nur einen Tag, ja ? loooool

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USER KOMMENTARE:

von : extremehard ( 01.03.2009 23:15:15 )
Die von Dir beschriebenen Gedanken habe ich mir in letzter Zeit auch gemacht.
Früher war ich total unauffällig denn alle meine Mods waren mehr oder weniger
versteckt, aber seit dem ich meine 20mm Lobes habe, habe ich auch gemerkt wie
ich in so manche Schublade gesteckt werde. Und seit dem ich mein 3mm-Septum
öffentlich zeige hat sich das noch beträchtlich verstärkt. Daher würde ich auch
gerne einmal wissen was so einige Leute über mich denken.
von : User nicht mehr registriert ( 27.02.2009 02:49:56 )
Sehr sehr schoen geschrieben, vielen Dank dafür. Mir wurde es von Freunden...ja..."nichttaetowierten und ungepiercten Menschen" schon haeufig zugetragen, wie oft ich anscheinend gemustert werde. Ich finde den Gedanken des "hineinschluepfens in die Gedanken der Betrachter" auch aeußerst interessant und wuerde ein manches Mal sehr gerne wissen, was gerade im Kopf der musternden Person vorgeht, allerdings passiert mir dass recht selten...zu meinem eigenem Nachteil muss ich zugeben, ich bekomms nmeistens garnicht mit wenn mich wer anschaut und beobachtet*loool* Bin zu sehr in meiner eigenen Welt gefangen ^.^ Aber trotzdem ein sehr interessantes Thema :-)
von : deathcore ( 26.02.2009 22:54:20 )
soviele buchstaben kommen da garnicht vor. einfach "hä?" in helleren momenten aber schon so ungefähr mit den von dir genannten beweggründen!

und wenns richtig krass is und mich empört: "hä? sammaaaaaaa...!"
von : User nicht mehr registriert ( 26.02.2009 21:19:03 )
und welche interpretation ist da nu richtig von deinem hä?:
hä? = das gibts doch nicht!
hä? = gibts das wirklich?
hä? = sehe ich da etwa richtig?
hä? = das verstehe ich einfach nicht?
hä? = gehts noch?
hä? = ist schon wieder fasching?
von : deathcore ( 26.02.2009 21:07:56 )
also die meiste zeit denk ich, und das wird von jahr zu jahr mehr, einfach nur

"hä?"
von : User nicht mehr registriert ( 26.02.2009 20:52:26 )
*hüstel* vielen dank
von : deathcore ( 26.02.2009 20:44:46 )
klug!
von : User nicht mehr registriert ( 26.02.2009 20:31:30 )
@death och, ich habs mir anders überlegt ;-D
von : deathcore ( 26.02.2009 20:29:06 )
@limes: hol nen hammer. zieh voll durch vor die runkel - willkommen in unserer welt!
von : Beezle ( 26.02.2009 19:36:53 )
Ein Thema das mich gerade in der letzten Zeit bissl beschäftigt (als wenn ich sonst nix zu tun hätte... lol), aber bei genauerem drüber nachdenken: Nee, ich will nicht wissen was in den Köpfen der Menschen vor sich geht, das wäre vermutlich mein endgültiger Untergang.
von : User nicht mehr registriert ( 26.02.2009 18:20:18 )
genau, dann kann man zur großen not noch ablehnen bevor man sich dem schrott einen ganzen tag aussetzt ;-)

wobei ich mir auch schon mal ernsthaft gedacht habe, dass es sicherlich interessant wäre einen tag lang schnorchelträger zu sein. inklusive der gedanken.
von : deathcore ( 26.02.2009 18:17:19 )
Eine Mitdenkprobe...
von : User nicht mehr registriert ( 26.02.2009 18:14:20 )
also ich weiß ja nicht - mich guckt keiner komisch an. und in der sauna ziehe ich die brille aus, dann sehe ich es nicht, sollte es tatsächlich jemand tun ;-D

und in den kopf anderer leute reinschlüpfen. hmmm, ich glaube zum testen wären mir da so 5-10 laut gedachte gedanken als test vorher ganz lieb. sich völlig unbedarft ins unglück stürzen - lieber nicht.
von : melanom ( 26.02.2009 16:41:51 )
Schöne Kommentare !

Bin für mich recht froh, dass es mich selten stört, was der andere denken mag. Das Störgefühl ist dem Interesse gewichen. Was denkt der Andere, wie kann man damit spielen ?

Macht doch Spaß, anders zu sein, Mensch zu sein. :-))
von : beatjunkie ( 26.02.2009 15:33:56 )
Wie Recht du hast. Sehr schön geschrieben. Bemerke sowas auch oft. Glatze, Tarnjacke, müder Blick und schon ist es der Platz neben mir im voll besetzten Bus, der als letzter frei bleibt. Man versucht es lieber weiter hinten obwohl man sieht, das alles besetzt ist... Stört mich schon lange nicht. Aus solchen Erfahrungen kann man auch sehr viel positives ziehen und sich auch oft einfach nur daran erfreuen, wieviel unnnötige Energie andere damit verschwenden ihre Vorurteile zu pflegen ;)
von : BloodyAngel227 ( 26.02.2009 15:22:16 )
Manchmal würde ich auch gerne in die Köpfe der Leute schauen können. Oft denke ich mir, dass manche Leute ein viel schlimmeres Bild von mir haben, dabei ist es nicht so. Folgendes Beispiel: Ich hatte am Dienstag eine ärztl. Untersuchung bei der ich mich bis auf die Unterwäsche entkleiden musste. Klamottentechnisch war ich relativ normal unterwegs ( hellgraues Oberteil). Trotzdem hab ich mich unwohl gefühlt weil ich mir einbilde das der Arzt mich aufgrund meiner Tattoos gleich in eine Schublade steckt und daher sein Urteil anders ausfallen könnte wie ohne Tattoos. Dabei kennt er mich, mein Wesen, meine Geschichte und meine körperl. Gebrechen nicht, aber ich will trotzdem nicht in eine Schublade gesteckt werden.

Meistens mach ichs dann aber so wie der brigde, lächle ältere Leute auch gerne mal freundlich an, helfe, halte die Türen auf und dann klappts meistens wenn manche etwas argwöhnisch sind :)
von : User nicht mehr registriert ( 26.02.2009 15:02:34 )
Also ich vermeine relativ gut abschätzen zu können, was meine lieben und weniger lieben Einheimischen und ausländischen Mitbürger von mir denken - eine gewisse altersbedingte Erfahrung und Menschenkenntnis helfen mir dabei.
Und umgekehrt ist es für meine Umgebung relativ leicht mich zu lesen und zu deuten, denn ich bin nicht gut im Verstellen und Heucheln - Mimik, Tonfall, Handlungsweise ... erlauben das. Und Wildkatz´- Mitglieder haben es besonders leicht: bis auf mein Alter (was man unschwer erschließen kann) liegt mein Innerstes aufgrund der für alle leicht zugänglichen Infos (Profil, Galerie mit den Bildtexten, meine Beiträge, Antworten auf Kommentare zu diesen, meine Kommentare zu anderen Artikeln, Bildbewertungen, eventuelle Begegnungen im Dschädd ... ) ausgebreitet wie ein offenes Buch vor.
Übrigens konnte ich im Laufe der Berufsjahre feststellen, daß so einiges verziehen wird: gelegentlich einen Unschuldigen zu erwischen; satte präpotente Selbstzufriedenheit (negativ ausgedrückt) / die ruhende innere Mitte (die positive Formulierung) mit der allerdings manchmal unangenehmen Konsequenz für den Störenfried; Gefräßigkeit und „Spielverderber sein“ (kein Alk und Nikotin) und „Leuteschinder“ am Schikurs / bei Schitouren ...
Doch einer meiner geschätztesten Pluspunkte aus der Sicht der Schüler war: wir wissen, was er denkt / man kann sich darauf verlassen, wie er in welcher Situation reagieren wird.
Bei direkten Treffen hat man Stimme und Körpersprache sowie begangene oder unterlassene Handlungen des Gegenübers als Anhaltspunkt, hier in der community nur letztere - und die vorwiegend nur in schriftlicher Form. Aber wenn jemand einige Fragen (und zwar nicht rhetorische!) stellt und dann „ignore“ wählt, so kann man das auch als „Internet-Handlung“ einstufen, genauso wie Vernaderungen. Aufgrund dieser sowie mithilfe der schriftlichen Äußerungen sich eine Meinung zu bilden ist also naheliegend.

Aber, Mela: ein 1:1 Hineinschlüpfen in das Gehirn deines Gegenübers ist leider oder gottseidank nicht möglich, bestenfalls der Versuch eines Nachvollziehens. Und somit bleibt mir an dieser Stelle nur die Wiederholung eines kleinen Abschnitts aus einem meiner Artikel (der mir wie üblich einen Haufen anonymer Minuswertungen eingebracht hat, angesichts derer sich mir andererseits ebenfalls eine Meinung aufgedrängt hat - ich war so frei sie zuzulassen):

„Diagnosen“ / „statements“ ... sind fast immer eine heikle Sache. Wenn ich über jemandem ein Urteil fälle, ... so maße ich mir an, über das Denken und Fühlen, über die Entwicklung, über die tieferen Gründe als auch über die persönliche Verfassung im Augenblick des Handelns des gelobten oder kritisierten Menschen Bescheid zu wissen ... wirklich sicher kann ich mir da nie sein - ist es doch leider oft genug so, daß nicht einmal der Betroffene selbst die Mechanismen (die eigentlichen Ursachen) seiner Reaktionen durchschaut, die Zusammenhänge seiner jeweiligen Befindlichkeit erkennt und ...
Ja, und deine Drohung hat gewirkt und „Tolleranz“- Diskussionen blieben wirklich aus.
von : deathcore ( 26.02.2009 15:01:24 )
also meine erfahrung ist das omis und opis meist sogar toleranter sind als das so manchner aus generationen dazwischen! meine oma väterlicherseits hat bis sie ins pflegeheim kam eine seniorengruppe geleitet, quasi ne gang angeführt, wie sie immer witzelte. nur dass sie nicht motorrad fahren konnten und daher einfach gehäkelt haben! xD auf so sprüche muss man erstmal kommen! und die meinte mal zum thema "tättewationen" - "besser das als wenne versicherungsvertreter wirst" xD
von : bridge01 ( 26.02.2009 14:36:36 )
he melanom...genauso läufts bei mir, immer schön freundlich und den alten omis die türe aufhalten oder wenn sie im supermarkt was fallen lassen es aufheben usw...
wirkt eigentlich immer ;)
von : deathcore ( 26.02.2009 14:31:26 )
@Steffi: Jepp! Und ich finde jeder in Personalverantwortung sollte dieses Buch haben!
von : Freyja19 ( 26.02.2009 13:57:35 )
Ich wüsste auch den einen oder anderen Kopf wo ich mal reinschauen mag *looool*
von : SteffiTheBride ( 26.02.2009 13:48:51 )
Ich hab da grad das neue Lieblingsbuch meine Chefs rausgkramt.
99 Tipps für den erfolgreichen Führungsalltag,
Tip 81, Relativieren Sie starre Wertvorstellungen:
Erziehung, Normen des menschlichen Umfelds sowie persönliche Lebenserfahrungen lassen in uns bestimmte Wertvorstellungen wachsen. Je mehr sie sich in uns verfestigt haben, desto mehr neigen wir dazu, diese Maßstäbe auch an andere Menschen anzulegen und abweichendes Verhalten negativ zu bewerten. Ähnlich wie Vorurteile erschweren diese persönlichen Wertmaßstäbe eine halbwegs objektive, zutreffende Personeneinschätzung.
Ich find diese Tipps lassen sich auf das Nicht-Berufsleben übertragen.
von : Frech ( 26.02.2009 13:47:31 )
@pussy: gute Idee :-)
von : deathcore ( 26.02.2009 13:12:46 )
Da wär man geliefert! :-P
von : Pussydeluxe_69 ( 26.02.2009 13:06:10 )
Ja, das wär ne feine Sache wenn man Gedanken lesen könnte.
Aber bissl Menschenkenntnis und ne gute Einschätzung machen das fast möglich. Mein Kollege is so einer. Vornerum der Arschkriecher, aber lästert dann hintenrum. Man merkt das auch schon so das der so hinterfotzig ist. Kann ich gut leiden so Leute. Und mit dem eck ich auch
permanent an. Aber er ändert sich nicht. Manche sind halt leidenschaftlich gern Arschloch ;)

Und andersrum isses aber auch interessant. Ich hab mich auch in manchen Leuten schon getäuscht. Hab auch so eine Kundin die optisch eher Kategorie Mauerblümschen ist. Blonde Haare, Brille, bisschen kräftig.
Naja. Aber ist von oben bis unten tätowiert. Also Beine, Rücken, Leiste, Oberarm, runter bis auf die Handgelenke. Ja cool. Hätt ich nicht gedacht. Mir gehts da eher so das ich angenehm überrascht bin wenn ich mal jemand seh der mehr Tattoos hat als nur mal ein Arschgeweih.

Aber gut, man muss nich alles auf die Tattoos beziehen, damit fällt man schon auf. In der Sauna werd ich glaub ich weniger wegen den Titten angeglotzt sondern vielmehr wegen den vielen bunten Bildchen ;) Ich finds aber immer lustig. Weniger lustig find ich wenn Leute verächtlich angeglotzt werden. z.b. dicke oder behinderte. Die fallen immer auf.
Aber statt hinzugehen und nachzufragen werden die heimlich begafft. Und man sieht förmlich was die Leute sich denken.
Meine beste Freundin hatte mal 150 Kilo in ihren Glanzzeiten und daher kenn ich das angegafft werden. Man sieht wie Leute denken "was muss die fette Sau jetzt auch noch was essen" als ich mit ihr in nem Bistro saß.

Wär aber mal cool wenn jeder mal für einen Tag so nen Leuchtstreifen überm Kopf hätte und dort die Gedanken in schriftlicher Form abzulesen sind. OHNE das man es selbst manipulieren kann. Und JEDER kann lesen was man denkt. "Die hat aber nen fetten Arsch" "geile Beine" "der könnt sich mal wieder rasieren" "Ihh der stinkt" oder was auch immer... däs wär ma geil.....
von : Anna16 ( 26.02.2009 12:58:54 )
@Frach: Ja,das kommt gut :-) denn Anstand hat man oder eben nicht ;-) auch wenns andere nicht vermuten

@deathcore: Als Dicker in der Öffentlichkeit essen,da is man definitiv im Schussfeld der bösartigen Blicke,das stimmt wohl.
von : Anna16 ( 26.02.2009 12:56:32 )
Gut geschrieben,wie immer.

Ja,manchmal würde ichs auch gerne wissen,was die anderen denken,naja,manchmal auch besser nicht.So manche alte Leute haben ja schließlich auch den Tick ihren Gedanken verbal freien Lauf zu lassen und brabbeln dann mal munter drauf los,nur Anfeindungen versteht sich...

Aber auch,wenn man nicht in den Kopf rein gucken kann,Blicke sagen oftmals mehr als tausend Worte und reichen schon aus,da will man gar nicht die dazugehörigen Gedanken wissen...
von : deathcore ( 26.02.2009 12:54:59 )
Manchmal hilfts auch dem Klischee das offenbar im Kopf entsteht und mimisch angedeutet wird absolut und vor allem satirisch übertrieben zu entsprechen. Beispiel: Als Dicker in der Öffentlichkeit essen. In der Regel ist es egal ob Du vorher ne Woche gehungert hast, für viele ist wenn sie Dich sehen klar "Ah fetti spachelt schon wieder". Schaffen sie es darüber Ekel kund zu tun, einfach zu denen an den Tisch setzen, rülpsen, Essen ausm Mund fallen lassen beim Reinstopfen und grunzen.

Nei das hilft nicht. Aber sollte jeder mal in Begleitung gemacht haben - ein höllischer Spass! xD
von : Frech ( 26.02.2009 12:48:28 )
jupp, schön geschrieben.

ich denke ich will nicht in andere Köpfe kucken... *grusel*
das Gesicht reicht meist schon, was allerdings immer recht gut kommt, da ich ja gut erzogen bin, solchen Menschen (Schaffner, Kassiererin) dann richtig nett und freundlich zu begegen
Denen fällt dann in der Regel das Gesicht runter und sie merken dass sie falsch gedacht haben.
von : deathcore ( 26.02.2009 12:40:02 )
Da tun sich aber oft Abgründe auf.

Neulich unterhalt ich mich mit nem Automechaniker ausm Bekanntenkreis (danach Storno) während ein Türke vorbeiläuft und dabei türkisch ins Handy singt. Singt!

Ich guck ihn an, leicht amüsiert, aber nicht lästerlich. Wirkte halt ein wenig seltsam. Dann lüftete der Polo-Fan sein Gehirn und sprach:

"Alle vergasen!"

Weitere Anekdote: In der Disko stehe ich da mit sonem Metaller, da läuft n schätzungsweise 16-jähriges, oder sogar jüngeres Emoherzchen vorbei. Ich denke "Och wat süss!"

Der Meister nimmt allem Hirnschmalz zusammen, nahm die gammlige Matte aus der Visage und sprach:

"Erst schwängern dann aufschlitzen. Macht die ja sonst selber, hahaha! Die Pulsadern, verstehste, hahaha! Scheiss Emos!"

Wirklich - ich will es oft echt besser nicht wissen! Vor allem wenn man die süsse Freundin des Metallers kennt, oder weiss dass des Polo-Fans Hauptkundschaft Türken sind, standortbedingt...
von : melanom ( 26.02.2009 11:58:15 )
Ja der Herr Bridge ist da bestimmt ein gutes Bespiel. Da würde ich auch gerne mal Kopf-Mäuschen spielen bei denen, die dich sehen. Freundlichkeit gepaart mit deinem extremen Äußeren, das kommen bestimmt gute Fragezeichen zustande ;-)
von : melanom ( 26.02.2009 11:51:15 )
Jau, oder so ;-)
von : wildcat-ink ( 26.02.2009 11:47:57 )
Du beziehst auch alles gleich auf deine Tattoos ;-P ... vermutlich haste die mal in deiner jugendlichen Sünderzeit besoffen auf nem Konzert gepoppt und weisst das nicht mal mehr - aber sie errinnert sich noch! *lol*
von : bridge01 ( 26.02.2009 11:47:27 )
mal wieder top geschrieben!
gibt nicht mehr anzumerken...
von : Kelsey ( 26.02.2009 11:45:35 )
Ja mit Glatze sieht man öfter dieses Fragezeichen in den Augen der Leute,
ist mir auch schon passiert und ich finds, mittlerweile, recht lustig.

 
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