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Profil von: melanom
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26.06.2009 12:21:52 / ... / ... [#lang]

China tennis star braced for battle of tattoos gefunden beim Canadian Beast...

Hach herrlich, die Überschrift passte ja voll nicht...looooool

Worum gehts ? Um Chinas TennisStar Li Na [DE], die sich Gedanken über ihre Rose im Dekolteé macht. In China sind solche Tätowierungen eher nicht so gerne gesehen, bzw. recht unüblich. Sie denkt wohl langsam über das Entfernen nach, auch weil sie "gelangweilt" von diesem Tattoo ist.

Das ist der Punkt, den viele Frauen irgendwann erreichen, die sich "was kleines" auf die Titten haben klatschen lassen : Der Hingucker-Effekt, der eine Triebfeder fürs machen war, ist irgendwann abgegriffen und dann ist es einfach nur noch langweilig. Habe ich schon sehr sehr oft gehört.

Man verbaut für einen kleinen Effekt sich das ganze Dekolteé und die Möglichkeit, dieses wertfrei zeigen zu können. Schade, dass immer noch Kundinnen damit in Studios aufrocken.

Letztendlich wünschen sie sich zu kleine Motive, die nach ein paar Jahren einfach nur noch dunkel sind und von weitem wie ein Fleck wirken.

So auch bei der Tennisspielerin :

"But the next day after I showed it for the first time, in China, they said I have a tattoo of a snake!" the 27-year-old said."


Mein Vorschlag : Entweder oder..entweder, man ballert sich was richtiges an diese Stelle, steht dazu, oder man lässt es...denn das Covern von kleinen Rosen oder Tribals mit Stein (wie süüüüüß...lol) an der Stelle führt zu einer viel größeren Tätowierung, die nicht mehr dem kleinen Hingucker entspricht, den die Trägerin eigentlich dort haben wollte.
21.06.2009 13:33:48 / ... / ... [#lang]


Nachdem ich ja schon vor ein paar Tagen mal über eine Gerichtsentscheidung gebloggt habe, die einem tätowierten Angestellten das Recht auf seinen Arbeitsplatz zugesprochen hatte, nun ein zweiter, hier in Deutschland beheimateter Fall :


Dieser ist war schon was älter, aber zeigt schön, dass auch deutsche Gerichte zu Gunsten der Vernunft, zu Gunsten der Gleichstellung von Tätowierten und Nichttätowierten (die sollen auch ganz nett sein...lool) entscheiden.

Danke nochmal an TommyD für den Link, auch wenn ich ihn erstmal schön vergessen habe. ;-)

Laut diesem Link zu Jurawelt.com [DE] hat ein Anwärter auf ein Studium im gehobenen Polzeidienst klagen müssen, weil der Arbeitgeber, hier wenn ich das richtig verstanden habe das Land Hessen, ihm dieses Studium wegen der Unterarmtätowierungen des Antragstellers, verweigern wollte.

Das Gericht beschließt, dass die Verweigerung dieses Studium nicht rechtens ist, da die Tätowierungen keinerlei Einfluss auf die charakterlichen oder berufliche Eignung des jungen Polizisten hat.

"Die bloße Erwartung von Teilen der Bevölkerung, Polizeibeamte oder -beamtinnen müssten ein bestimmten eher traditionellen Erwartungen entsprechendes Aussehen haben, genügt für sich genommen nicht, die aus der freien Entfaltung der Persönlichkeit herrührenden Rechte eines jeden, denen zugleich auch das Recht aus Art. 134 HV zusteht, in unverhältnismäßiger Weise zu beschränken."


"...da der öffentliche Dienst gerade im Hinblick auf das Grundrecht aus Art. 134 HV stets auch ein gewisses Spiegelbild der jeweiligen Gesellschaft und ihrer dortigen Verhältnisse ist."

Schön, dass dem Grundgedanken, dass auch die Polizei einem Durchschnitt der Bevölkerung entsprechen sollte, nun auch optisch Tribut gezollt wird.

Warum auch nicht ?

Erfreulich, dann kann man in Zukunft im Streifenwagen noch bissel über Pigmente plauschen....looooool


20.06.2009 00:04:38 / ... / ... [#lang]


Link zum Expand-Blog und zum Artikel [DE]

Da ich der Autor des Grundlagen-Artikels in der aktuellen Expand bin, möchte ich hier mal offzielle Stellung nehmen. Warum ich meine das tun zu müssen ? Weil anscheinend einige Tätowierer das als eine Art Anleitung sehen, die Leute dazu annimieren könnte, selber zu tätowieren. Das war weder so gemeint, noch ist es so formuliert, oder beinhaltet wirklich Angaben, die einem beim Ausführen von Tätowierungen helfen könnte.

Fangen wir mal an, diesen Text zu durchleuchten :

Zum Großteil beschäftigt dieser Artikel mit den physikalischen Vorgängen beim Tätowieren selber. Viele Dinge, wie z.B. die Kapilarkräfte, die innerhalb der Nadelführung wirken, sind Sachverhalte, die nichtmal was mit dem Tätowieren zu tun haben, sondern rein in den Physikuntericht fallen. Sowas interessiert nun mal nicht nur den Tätowierer, sondern auch die pozentiellen Kunden, die oft Stunden beim Tätowieren zuschauen, aber vllt das eine oder andere nicht verstehen, aber verstehen wollen. Nichts, aber auch garnichts an diesen Vorgängen ist ein Geheimnis und es bringt einem Laien in keinster Weise in die Versuchung deshalb tätowieren zu wollen. Nur weil jemand sich genau anguckt, wie ein Otto-Motor Benzin verbrennt, lässt in ihm das nicht den Michael Schuhmacher aufkeimen.

Ein andere Teil des Textes erklärt die Vorgänge in der Haut. Was macht das Pigment, was macht es, wenn es nicht richtig angebracht wurde ? All das geht den Kunden etwas an, denn es passiert in seinem Körper. Und das nicht ausreichend tiefes Stechen die Farbe wieder rausheilen lässt, kann jeder selber beobachten. Ansonsten enthält dieser Teil viel, was sogar Tätowierer oft nicht wissen. Aber lesen bildet...

Dann kann der Artikel, den ich persönlich denen gewidmet habe, die einfach wissen wollen wie das, was sie oft mehrmals im Jahr über sich ergehen lassen, funktioniert, mit einigen allgemeinen Antworten auf oft gestellte Fragen trumpfen. Gelungen und umfangreich, kann man auch gut mal seinen eigenen Kunden zeigen, grade auch, wenn man selber nicht genau erklären kann, was da so genau passiert, oder wie man in den Medien breitgetretene Vorwürfe entkräften kann.

So, nun bleibt der Teil über die Maschinen und die Nadeln. Hier habe ich sowohl die Unterschiede zwischen den Maschinen, als auch zwischen den einzelnen Nadelarten erklärt. Dass eine Magnum zum Schattieren ist, war vielleicht in den späten 80ern noch ein Geheimnis, aber seit knapp 10Jahren ist das eine Info, die jeder Depp kennt. Das ist Basiswissen, selbst außerhalb der GeheimbundTätowiererSzene, oder die, die meint es zu sein. Alles, aber auch wirklich alles, was ich sonst an Nadeln, Maschinen und Material beschrieben habe, ist rudimentäres Wissen, was in jedem Forum beschrieben wird. DAS IST KEIN GEHEIMES WISSEN. Wenn das für euch Wissen sein soll, was einem Vorteile bringen soll, möchte ich darauf hinweisen, dass die Tattoo-Welt (und damit meine ich international, nicht hier in Deutsch-Dorf) schon lange viele Schritte weiter ist und sich über ganz andere Details in halb-offenen Foren unterhält.

Da es anscheinend einigen schwer fällt, zwischen Information und Insiderwissen, biete ich hier nochmal einen Vergleich an :

Wenn ein Golfspieler erklärt, wie er mit einer bestimmten Situation umgeht, wird er etwas sagen wie :

"Ok, du nimmst ein 7ner Holz, hältst es ungefähr so, zielst bei 5Knoten Wind von Links so leicht nach Rechts. Der Drive nicht übertreiben und leicht unterhalb des Ballmittelpunktes treffen. Den Nachschwung nicht vergessen..."

Das wäre die Anleitung, mit der ein Laie etwas anfangen könnte.

Was ich lediglich gesagt habe ist :

"Beim Schlag kommt es darauf an, dass du den richtigen Schläger nimmst und den Ball richtig triffst. Dann fliegt der Ball ne Kurve und trifft das Ziel..."

Das ist ein Beschreibung dessen, was wichtig ist...OHNE Infos zu liefern...und das lässt auch keinen denken "Wow...nun kann ich mal probieren Golf zu spielen...."



Ich kann nicht sagen, wie sehr es mich ärgert, wie hier aus einer inhaltlichen Fliege ein Elefant gemacht wird. Statt zu versuchen, die Szene nicht so geheimnisvoll zu gestalten, wird so getan, als würde man mit einer Materie hantieren, die einem geheimnisvollen Zauber unterliegt.

Aber letztendlich haben sich die Zeiten geändert und heutzutage weiß der Kunde viel mehr, als so mancher Tätowierer glauben würde. Denn das WorldWideWeb bietet einem so manche Möglichkeit, sich über das zu informieren, was ich nur ansatzweise angerissen habe.

Für mich ist das, was in diesem Artikel steht, ein Schritt in die Richtung Tranzparenz, die der Qualität aller zu gute kommt. Auch der Kunde sollte wissen, was ein gutes (weiche Verläufe z.B.) gegenüber einem schlechten (geplatzte SingleNeedle-Linien und KrickelKrackel-Schattierungen von 5er-Rund-Shadern (oh..sorry...)) ausmacht.

Auch der Endverbraucher hat ein Recht auf Aufklärung, dem ich als aufgeschlossener Insider gerne nachkomme.


Wer meint, es wäre ausreichend, mit solchen RandInfos Leute, gelangweilte Leute, wenn ich mich mal auf eine E-Mail eines Angepissten berufen darf, dazu zu bewegen, selber auszuprobieren, wie das so geht, der sollte auch für ein Verbot von Miami-Ink, Tattoo-Dokus und allen anderen TV-Sendungen, die einem das Gefühl geben, Tätowieren wäre einfach, aussprechen.

Ich denke in meinem Artikel wird deutlich, dass es ein sehr komplexer Vorgang ist, deutlicher, als in einer Fake-Soap, die einem glauben läßt, ein Tattoo wäre in einer Stunde tätowiert, egal wie groß es ist, jedes Tattoo ein HeidenSpaß für den Tätowierer zu sein scheint und jeder Artist ein cooler Rockstar ist, der mit Geld so um sich schmeißen kann. DAS ist verführerisch und bringt unzählige Laien auf den Gedanken, dass es DAS erstrebenswerte Ziel sein muss, Tätowierer zu werden.


Aber dieser Artikel ist keine verdammte Anleitung, keine Anregung "es mal zu versuchen", sondern eine sehr fundierte und ausführliche Beschreibung dessen, was heutzutagen hierzulande tausendfach passiert.

Tief einatmen, ausatmen...


Desweiteren, das wissen die, die mich regelmäßig lesen, bin ich ein harter Verfechter des einzig richtigen Weges, das Tätowieren zu erlernen, nämlich den der Ausbildung in einem Studio. Jeder, der mich im Forum verfolg, wird auf mich und meine dahingehende Erklärung stoßen. Auch die, die es eigentlich nicht hören wollen.


Mit diesen Worten und dem Wissen, dass ich schon einigen Leuten den Zahn gezogen habe, dass Tätowieren mal nebenher ausprobiert werden kann, schließe ich diese Stellungnahme und hoffe innigst, dass diejenigen, die sich über diesen Artikel aufgeregt habe, sich das ganze nochmal objektiv durchlesen und ebenfalls zu dem Schluss kommen, dass der Inhalt aufklärend, aber nicht anspornend ist.


Mit diesen Worten und einem noch nachklingendem Kopfschütteln über das leider immer noch zu elitäre Denken, dass alles, was mit dem Tätowieren zu tun hat, ein Geheimnis ist/bleiben muss, setz ich mich an den 2. Teil des Artikels. Ich hoffe ihr kommt damit klar, wenn ich die Hygiene umfassend erkläre, denn das Gefühl vor einer Zensurbehörde zu stehen langweilt mich zu Tode....


MFG Ralf

(Diese Erklärung steht hier öffentlich, weil auch der Artikel von jedem einsehbar ist. Wer mich hier nicht in der Com anschreiben kann, der kann es gerne über melanom@wildcat.info tun. Aber : Ich bin im Niveau zwar flexibel, aber auch ich habe da Grenzen. Also Meinungen tausche ich gerne aus, aber keine Beleidungen. Danke)

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