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Heute mal kein Tätowierer, sondern schlicht eine Szene-Ikone. Pushead, mit bürgerlichem Namen Brian Schroeder, hat seine Finger in so vielen Sachen und es hat bestimmt jeder schon mal ein Bild von ihm gesehen. Er hat PlattenCover für viele Bands gezeichnet. Unter anderem für Metallica, Misfits, The Necros, Rest in Pieces und so weiter. Desweiteren war er derjenige, der damals viele Board-Designs für Zorlac und Skull-Skates auf den Markt geschmissen hat, als der Rest der Skater noch in Neon-Buxen die Augen belässtigt haben. Düster sind seine Designs und voller kleiner Details. Schwer zu tätowieren, weil meistens ohne Graustufen, sondern reine Tusche-Zeichnungen. Aber dennoch wegbereitend, denn er hat den "Skull" neu erfunden. Sein Stil ist eindeutig, immer wieder zu erkennen. Daneben hat er Musik gemacht und zwar mit "Septic Death". Die kann ich mit geschlossenen Augen mitsingen..lol. Septic Death - Thaw Septic Death - Burial, Terrorain und Silence Er hat mit seiner Kunst viele Zeichner und Tätowierer beeinflusst und deshalb ist es mal Zeit ihn euch vor zu stellen. Hier noch weitere Bilder : Das "St. Anger"-Cover ist auch ein Pushead Zur google-Bildersuche Andere gut Links : http://www.pusfan.com/ http://www.myspace.com/pushead(fansite) So, fangen wir mal mit einem an, der der Tattoo-Szene lange Jahre um Welten voraus war. Fillip Leu. Schon sein Vater Felix war Tätowierer. So bekam Filip die beste (beneidenswerte) Ausbildung, die man sich vorstellen kann. Felix schickte ihn schon recht früh zu den besten Tätowierern, dass dieser das Handwerk von der Pike auf lernen konnte. Unter anderem auch zu traditionellen asiatischen Lehrmeistern. Die asiatischen Einflüsse waren schon recht früh zu sehen. Fillips Arbeiten sind gezeichnet von butterweichen Verläufen und sehr sauberen Linien. Ja ich denke, dass Fillip Leu der beste nicht asiatische Asiate unter den Tätowierern ist.
Er war einer der ersten, der Kooperationen mit anderen Tätowierern gestartet hat. Was hat die Tattoo-Welt gestaunt, als er und Paul Booth ganze Rücken in einer Sitzung vollbracht haben. Und nicht, wie hier über Mammut-Sessions und deren qualitativen Möglichkeiten im Forum gemutmaßt wird, in schlechter Qualität, sondern Pieces, die andere nicht mal in 10Sitzungen hinbekommen würden. Einer der Grundsteine dafür, war die Technik, die wieder asiatisch beeinflusst war. Waren in den 90ern noch flache Nadelgruppen bis 15Nadeln Breite „groß“, ging Leu dazu über, bis zu 50Nadeln nebeneinander zu benutzen, denn auch im traditionell per Hand gestochenen asiatischen Stil, verwenden die Tätowierer relativ breite Nadelgruppen. Das geht aber auch nur, wenn man die Technik blind beherrscht und die jeweilige Körperstelle und deren Spannungen/Begebenheiten auswendig kennt. Ist wie bei Rennwagen : Je mehr PS, desto schwerer ist es zu handhaben. Auch wenn man ihn als „Star“ bezeichnen könnte, scheint er selber keinen Wert auf übermäßiges gehype zu haben. Keine großartigen Allüren, kein Drang sich selber in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mag sein, dass es an seiner Herkunft liegt, denn die Leu-Familie hat ihre Wurzeln in der Hippie-Bewegung. Die Stammstudios vom „Leu-Family-Iron “ waren in Lausanne und auf Ibiza, der Hippie-Hochburg der 70ger und 80ger Jahre. Man sieht ihn hin und wieder auf internationalen Conventions, oft auch bei Art-Fusion-Events. Was soll ich sagen ? Ein begnadeter Künstler, der allerdings sagt, dass Zeichnen und Tätowieren weniger aus Talent, als aus Arbeit und Üben besteht. (Hey…das macht Mut ;-)) Schön anzusehen, sind seine auf Papier gebrachten Ganzkörper-Konzepte, die er noch mal ausgefeilter auf die Haut bringt. Hab eine Körperrückseite aus seiner Nadel mal gesehen, den Rücken vom Ralf (FineLine-Düsseldorf). Hammer. Der Schwung, den er Drachen gibt, vermittelt soviel Bewegung auf dem Körper, wie man es kaum von wem anderen sieht. Auch die Hintergründe, die sich teilweise über den Vordergrund legen, wie Nebel, sind ein Stilmittel, was er großflächig nutzt. Und die Arbeiten, das kann man heute nicht von jedem der nachrückenden Superstars sagen, sehen in 30Jahren noch toll aus, weil er eindeutige Linien benutzt, Mut zu ausgefeilten Kontrasten und Schwarzen Flächen hat, aber auch untätowierte Haut toll einbaut. So eine Tätowierung kann man auch aus 5Metern Entfernung noch erkennen. Wer mal die Möglichkeit hat, den schmächtigen Weltenbummler auf einer Con zu sehen, soll dies bitte tun…Das ist ein ganz Großer. Für mich mit der beste, den die Tattoo-Szene hier in Europa hervorgebracht hat. Filip Leu bei der Arbeit. Man beachte die Schüppe, die auf dem Tisch liegt. Damit kann man auch ganze Straßenzüge an einem Nachmittag teeren..lol Nochmal der Link zu Filips Seite : www.leufamilyiron.com ![]() Leider habe ich diesen extrem guten Tätowierer in Mailand überhaupt nicht wahrgenommen. Schade, hätte ich gerne mal arbeiten gesehen.
Gestoßen bin ich nun auf ihn über den Mailand-Bericht auf der TätowierMagazin-Seite. Er hat einen sehr sehr eigenen Stil, der sehr malerisch wirkt. Winzige aber wirkungsvolle Details verbindet er gekonnt mit sehr schwammigen Verläufen. Und das ohne zu verspielt mit Weiß zu arbeiten. Im Gegensatz zu Arbeiten von Robert Hernandez stellt sich bei ihm für mich nicht die Frage, ob die Tattoos in ein paar Jahren immer noch so wirken, da er nicht so extreme wie Hernandez mit Kleinststrukturen arbeitet. Ich bin total hin und weg von ihm und werde mir auf jeden Fall die Arbeiten wieder und wieder anschauen, um mir vllt was von der Art seines Bildaufbaus was anzunehmen. Um mal ein paar Arbeiten in Bildern zu zeigen. Es lohnt sich, mal seine Seite www.gogueart.com zu besuchen. Mein absolutes FavoritenBild : Viel Spaß beim Stöbern ;-) |

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“ waren in Lausanne und auf Ibiza, der Hippie-Hochburg der 70ger und 80ger Jahre. 