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Dank eines schönen Fundstücks im Netz kann mal fein erklären, was beim Tätowieren im Detail passiert. Da dies schon einmal Tätowierer in den falschen Hals bekommen und sich über mich beschwert haben, hau ich aber erstmal ne Erklärung raus :
Dies ist keine Anleitung zum Tätowieren. Das, was man in dem Video sieht gibt keine Auskunft über die richtige Stichtiefe/Geschwindigkeit, sondern ist einfach eine extreme Nahaufnahme eines sehr kurzen Zeitabschnitts, der lediglich einen Einblick in das bieten soll, was der Leser sonst an seinem Körper machen lässt. Ich bitte von gekünsteltem Insidergetue mit Hinweisen auf gewünschte Geheimniskrämerei Abstand zu nehmen. Danke. „Worum geht’s heut Herr Nom ?“ „Ich hab da mal was vorbereitet…“ Hab ich natürlich nicht, aber man hat es mir freundlicherweise (Danke Herr BerserkerTroll) zugespielt. Eine echt schöne Marko-Aufnahme mit einer Highspeedkamera vom Eintauchen der Nadel beim Tätowieren. Und hier nochmal bisschen schneller. Man kann einige schöne Dinge hier sehen, ich erkläre mal alles von Grund auf. Zum einen erkennt man sehr schön, wie so eine Tattoonadel funktioniert. Viele denken, dass die Tattoofarbe mittels einer Hohlnadel, wie eine Kanüle, „injiziert“ wird. Das ist aber falsch. Die Nadeln sind nicht hohl, sondern sie nimmt die Farbe mit Hilfe von Adhäsion in die Haut. Auf Deutsch : Das, was an der Nadel klebt, wird mit in das Gewebe geschoben. Unterschiedliche Adhäsionsfähigkeiten unter den Farben erklärt dann auch, warum es gute und schlechte Tattoofarben gibt. Aber es gibt da auch Unterschiede zwischen den einzelnen Hauttypen. Muss man um die Farbe dorthin zu bringen, wo sie „sicher“ sitzt, durch viel Haut, wie z.B. nahe der Hornhaut, oder an viel belasteten Stellen, streift diese „Mehrhaut“ viel Farbe von der Nadel und es kommt weniger dort an, wo es hin soll. Das Tattoo bleicht dann während der Heilphase an der Stelle aus. Aber auch Menschen, deren Haut so beschaffen ist, dass mehr Farbe in den oberen Schichten hängen bleibt. Dann beschimpft euch der Tätowierer mit „du hast ne scheiß Haut“…aber das ist nicht wirklich eure Schuld..lolAber ein guter Tätowierer weiß solche widrigen Umstände zum umgehen. Was man dann machen kann, um das Ergebnis zu verbessern, ist allerdings wirklich Insiderwissen ;-) Die Nadel bekommt „ihre“ Farbe aus der „Führung“ (nein meine Ostdeutschen Kameraden, nicht DIE Führung…loool). Der Tätowierer taucht die Spritze/Führung in die Farbe und mittels der Kapillarkraft saugt sich die Farbe in die Führung und zwischen die einzelnen, das kann man hier gut sehen, Nadeln. Mit jedem Hub nach Oben bekommt die Nadel wieder neue Farbe. Wieviel der Tätowierer mit einem Mal Eintauchen stechen kann, hängt von der Konzentration der Farbe, der Art wie er arbeitet und den Maßen der Nadel/Führung ab. Was man noch gut sieht in dem Video ist, dass die Führung nicht auf der Haut aufliegt. Die meisten Tätowierer halten die Maschine in einer bestimmten Höhe über der Haut. Das braucht jahrerlange Übung (und professionelle Anleitung), bis es perfektioniert ist, ermöglicht aber bessere Sicht auf die Nadel und damit präziseres Arbeiten. Man „fühlt“ dann, wie tief man ist. Würde übrigens die Spitze aufliegen, wäre es auch viel schwerer bis unmöglich, auf die nicht immer gleich bleibende Dicke der Haut zu reagieren. Schön verdeutlicht diese Slowmo auch, wie die Haut von der Nadel weggedrückt wird. Das ist der Grund, warum der Tätowierer beim Tätowieren die Haut spannt. Je geschickter er spannt, desto weniger gibt die Haut nach Unten nach, was die Stichtiefe sicherer und gleichmäßiger macht. Dafür gibt’s verschiedene Techniken, die antrainiert werden müssen. Anfängern und Azubis fällt es am Anfang rein kraftmäßig schwer, das während einer längeren Tätowierung gleich bleibend zu bewerkstelligen. Aber auch technisch unvesierte Tätowierer vernachlässigen das gerne mal. Dann sieht man vermehrt unregelmäßige Linien mit dicken „Dots“ drin. Auch hier gibt’s übrigens wieder Unterschiede von Person zu Person, oder von Hautstelle zu Hautstelle. So gibt’s Stellen am Körper, die so fest sind, dass sie kaum „einsacken“, während andere selbst bei richtig gutem Spannen nachgeben. Das Alter macht auch Unterschiede in der Spannfähigkeit der Haut und es gibt sogar Menschen, deren Haut hat gar keinen richtigen Widerstand beim Spannen, die kannste dann ziehen von hier bis Feuerland-Mitte und sie wird dennoch nicht „fest“….das suckt dann….dann beschimpft dich der Tätowierer wieder..aber mit Recht….loooool So, ich denke das reicht nun erstmal, sonst gibbet wieder Schimpfe….loooool Viel Spaß beim Üben….looooooooooooooooooooooooooooooool Spaß, woll ? Don´t do that at home kids ! Wenn man einen Artikel über ein bestimmtes Thema schreiben möchte, ist man am glaubhaftesten, wenn man selber von der Problematik betroffen ist.
Tatar ! Das bin ich diesmal in vielfacher Sichtweise, aber dazu später mehr. Worum geht’s dem Bösartigen heute ? Um Partner-Tattoos ! Partner-Tattoos - Voll im Trend, aber das schon seit es Tätowierungen gibt, und gleichzeitig auch stetig in der Kritik, sind Tattoos mit Namen eine Sache, zu der es viele Meinungen gibt. Hier mal meine : Im Gegensatz zu anderen Tätowierungen, ist man bei einem Namen nicht der alleinige Steuermann, wenn es darum geht das Schiff des Gefallens durch die Wogen des Lebens zu steuern. Klar, man läuft auch bei anderen Tätowierungen Gefahr, dass sie einem irgendwann nicht mehr gefallen könnten. Je nach Stil oder Motiv mal mehr, mal weniger. Aber bei einer Tätowierung, die einem Partner, einer Liebe oder dem Ehepartner gewidmet ist, können die „Pros“ schnell in die „Kontras“ umschlagen, ohne dass man das selber steuern könnte. Bei einer Scheidungsrate von ca. 50% kann man durchaus sagen, dass auch mindestens die Hälfte der Partner-Tattoos irgendwann mal an den Punkt gelangen, wo sie nicht mehr „aktuell“ sind. Und ich glaube aus eigener Erfahrung mit Tattoo-Kunden nicht, dass die, die sich ein Tattoo für den Partner machen lassen, bewusster in einer Partnerschaft sind oder eher mit dem Partner zusammenbleiben, als der Rest der Gesellschaft. Aber warum macht man sich dann trotzdem so was und was sollte man beachten ? Viele Paare möchten sich gegenseitig zeigen, wie sehr sie sich lieben und „besiegeln“ ihre Beziehung mit einer Partner-Tätowierung. Quasi die „kleine Ehe auf der Haut“. Legitim, wie ich finde, denn auch eine Ehe ist erstmal „für immer“. Aber wie bei einer Ehe, ist das tätowierte Ja-Wort keine Garantie für das gelingen einer Beziehung. (50% Leute….50% !!...lol) Aber es kommen heutzutage ein paar Faktoren zusammen, die das Ganze schwieriger machen, als es das vielleicht früher einmal war. Zum einen ist die Zahl der Tätowierwilligen heute viel viel höher, als es früher einmal der Fall war, zum anderen ist die Trennungsrate heute einfach größer, als noch vor z.B. 30 Jahren. Heute lassen sich „ganz normale Menschen“ tätowieren, nicht mehr nur Leute, die eh schon Tattoos haben, oder sich einer Randgruppe zuordnen. So steigt auch automatisch die Rate derer, die mit einem Partner-Tattoo unglücklich werden könnten. Was hat es früher den Rocker gejuckt, ob nun ein, zwei oder mehr Namen seinen Körper zieren, wenn dieser eh schon vollgeballert ist ? Anders ist das bei der Büroangestellten, die neben dem Schmetterling auf dem Schulterblatt nun auch den Namen ihres Freunde am Handgelenk stehen hat… Also ist nicht die Frage : Ist ein solches Tattoo gut oder schlecht, sondern „wie geht man damit um, wenn es nicht mehr so ist ?“ Von daher sollte man genau an dem Punkt, wo man von Liebe geschwängert ins Tattoo-Studio stolpert, darüber nachdenken, wie man mit dem Tattoo umgehen kann, wenn es mal nicht mehr so fluppt. Kann man es ertragen, dass auch später irgendwann mal der Name des Verflossenen die eigene Haut ziert ? Und hier darf man einfach nicht davon ausgehen, dass man sich genau so cool trennt, wie es Sarah Conner und Marc Terenzi geschafft haben. Eine Trennung kann auch sehr weh tun und die Wertschätzung, die man seinem Partner in guten Zeiten entgegenbringen konnte, arg schmälern. So ist es dann schnell nicht mehr „der tollste Mensch der Welt“, sondern „der blöde Wixer, der mich betrogen hat“. Und dann hat man dieses Tattoo auf dem Arsch, um dem „blöden Wixer“ seine Wertschätzungen zu zeigen. Dumme Situation dann…. So habe ich schon erlebt, wie ein Paar nach einigen Jahren Partnerschaft das Ganze mittels Tätowierung ehren wollte, aber nach einem Monat wieder unabhängig voneinander wieder im Studio stand, um „so schnell wie es geht“ den Makel entfernen wollte. Dumm, wie ich persönlich finde. Denn genau so, wie man sich Zeit lassen sollte, bevor man sich (egal wie) für (vermeintlich) immer bindet, sollte man auch die erste Zeit der Wut auf den Partner verstreichen lassen, bevor man über ein Cover-Up nachdenkt. Denn auch wenn man erstmal eine Abneigung gegen den neuen Ex hegt, hat er doch einen großen Einfluss auf einen selber gehabt. Zumindest, wenn man mehrere Jahre zusammen war. Ist man über diese Phase der Abneigung hinweg, kann man ganz gut mit dieser Einstellung auf die Tätowierung gucken und sich sagen „war ein Teil meines Lebens“. Diese Denkensweise ist aber nicht jedem gegeben. Denen, die jetzt schon wissen, dass sie das nicht so handhaben könnten kann ich nur von ganzen Herzen von einer solchen Tätowierung abraten ! Denn nur wer so eine Tätowierung auch nach der Partnerschaft noch in irgendeiner Weise für sich akzeptieren kann, wird auf Dauer damit leben können. Die anderen laufen einfach Gefahr, dass sie sich unglücklich machen, oder covern/lasern müssen. Abstufungen : So ist ein Name die krasseste Form der Partner-Tätowierung. Da kannste nichts dran ruminterpretieren, das ist der Name deines Ex. (potentiell „der Wixer“ oder „die Schlampe“) Es kann sogar sein, dass der nächste Partner daran Anstoß nimmt. Wobei ich da allerdings persönlich sagen muss, dass mein Partner mich ja mit dem Namen auf dem Körper kennengelernt hat und dieser ja auch ein Teil meiner Entwicklung war…in sofern sollte er das akzeptieren. Bei solchen Namen kann man allerdings sagen, dass das geschickte und beliebte Verstecken/Einarbeiten in ein Ornament, damit man den Namen nicht auf Anhieb sofort erkennt, daran als „sicherere Lösung“ scheitert, weil man selber ja weiß, was dort steht.looooool. Ein Datum, zum Beispiel das des Kennenlernens, ist ein wenig „schwächer“, kann man vielleicht besser mit leben. Da könnte man sogar später sagen „da hab ich nen großen Fehler gemacht, das soll mich immer daran erinnern….“ Loool. Noch „einfacher“ zu handhaben sind Motive, die man sich mit dem Partner machen lässt, die aber selber nicht inhaltlich auf die Partnerschaft bezogen sind. In diesem Fall ist es sicherlich am einfachsten, dieses als neutrale Tätowierung zu sehen, die einen nicht stetig „an den Wixer“ erinnert. Auch ist die Stelle sicherlich ein Faktor, wie und ob man damit im Falle einer Trennung umgehen kann. So ist das Handgelenk bestimmt gefährlicher für ein solches Tattoo, wie z.B. das Schulterblatt, oder eine andere Stelle, die man nicht immer selber sehen muss. Fazit : So schön es auch wäre, wenn wir einen Partner für immer wählen, so sehr spricht die Statistik eine andere Sprache. Aus diesem Grunde sollte die Überlegung, wie man vielleicht mit dem Tattoo im Falle einer Trennung umgeht, IMMER auch Teil der Entscheidung Pro/Kontra Partner-Tattoo sein. Bist du nicht 100% sicher, dass du eine Tätowierung, die dich an deinen Ex-Partner erinnert, immer, zu jeder Zeit, als Teil deiner Entwicklung, als Meilenstein deines Lebens sehen könntest : Lass es sein ! Und wenns mal nicht mehr so gut klappt...Covern ! ![]() USERS ONLY Dieser Blog-Eintrag kann nur von eingeloggten Usern gelesen werden. |

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in die Farbe und mittels der Kapillarkraft saugt sich die Farbe in die Führung und zwischen die einzelnen, das kann man hier gut sehen, Nadeln. Mit jedem Hub nach Oben bekommt die Nadel wieder neue Farbe. Wieviel der Tätowierer mit einem Mal Eintauchen stechen kann, hängt von der Konzentration der Farbe, der Art wie er arbeitet und den Maßen der Nadel/Führung ab. 