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Profil von: melanom
zuletzt online: 02.02.2012
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26.06.2009 12:21:52 / ... / ... [#lang]

China tennis star braced for battle of tattoos gefunden beim Canadian Beast...

Hach herrlich, die Überschrift passte ja voll nicht...looooool

Worum gehts ? Um Chinas TennisStar Li Na [DE], die sich Gedanken über ihre Rose im Dekolteé macht. In China sind solche Tätowierungen eher nicht so gerne gesehen, bzw. recht unüblich. Sie denkt wohl langsam über das Entfernen nach, auch weil sie "gelangweilt" von diesem Tattoo ist.

Das ist der Punkt, den viele Frauen irgendwann erreichen, die sich "was kleines" auf die Titten haben klatschen lassen : Der Hingucker-Effekt, der eine Triebfeder fürs machen war, ist irgendwann abgegriffen und dann ist es einfach nur noch langweilig. Habe ich schon sehr sehr oft gehört.

Man verbaut für einen kleinen Effekt sich das ganze Dekolteé und die Möglichkeit, dieses wertfrei zeigen zu können. Schade, dass immer noch Kundinnen damit in Studios aufrocken.

Letztendlich wünschen sie sich zu kleine Motive, die nach ein paar Jahren einfach nur noch dunkel sind und von weitem wie ein Fleck wirken.

So auch bei der Tennisspielerin :

"But the next day after I showed it for the first time, in China, they said I have a tattoo of a snake!" the 27-year-old said."


Mein Vorschlag : Entweder oder..entweder, man ballert sich was richtiges an diese Stelle, steht dazu, oder man lässt es...denn das Covern von kleinen Rosen oder Tribals mit Stein (wie süüüüüß...lol) an der Stelle führt zu einer viel größeren Tätowierung, die nicht mehr dem kleinen Hingucker entspricht, den die Trägerin eigentlich dort haben wollte.
19.06.2009 13:05:02 / ... / ... [#lang]




Die Story ist eigentlich in ihrer Gesamtheit schon wieder lustig, denn so doofe Geschichten kann nur das Leben schreiben. Die Diskussion, ob sie wirklich eingeschlafen sei, ist natürlich total lächerlich, da gibt es keinerlei Zweifel. Sie hat zugestimmt, nun kalte Füsse bekommen.

Aber das wirklich traurige an der Sache ist eher, dass sich überhaupt so junge Menschen für solchen Tattoos entscheiden und die Tatsache, dass es wirklich Tätowierer gibt, die das ausführen.

Seit in den Medien das Tätowieren gehyped wird, muss jeder gepierced oder tätowiert sein, um vorne mit zu schwimmen. Gerne nach dem Motto „schneller höher weiter“ wird dann geschaut, wie man noch auffallen kann, wie man das schon da gewesene toppen kann. Logisch, es gab auch früher immer „Freaks“, die die Grenzen verschoben haben., aber heute ist das anders. Es ist nicht eine Hand voll Freaks, die sich z.B. das Gesicht tätowieren lassen, die damit rechnen (müssen), dass sich dadurch soziale Einschränkungen ergeben. Es sind heute wirklich viel mehr Menschen, die dem von MTV und MySpace vorgepredigtem „Auch ich bin ein Star“-Individualismus nachhecheln und so sein wollen, wie Kat von D. oder andere Style-Ikonen. Dass man selber allerdings nicht viel Geld in L.A. scheffelt, sondern Kassiererin beim Lidl ist, wird da gerne vergessen und erst später in ellenlangen Heultexten Marke „Toleranz, ich werde unterdrückt..“ verarbeitet. Man entscheidet sich radikal zum „Anderssein“ und möchte aber bitte nicht anders behandelt werden.

„Aber die Akzeptanz ist doch so viel größer geworden…“ höre ich dann. Wo denn ? Logisch, die breite Masse muss sich damit abfinden, dass es einfach viel mehr tätowierte gibt, aber heißt das auch unweigerlich, dass es akzeptiert ist ?

Und selbst wenn dem so sein sollte, dass Tattoos heutzutage anders gewertet werden, als vielleicht noch vor 15Jahren, so ist es naiv zu denken, dass die Messlatte sich immer nur in eine Richtung bewegt. Was heute noch „OK“ ist, kann morgen schon wieder durch aufkeimende Prüderie oder einen gezielten Gegenhype total verpönt sein. Sicherlich ist die Zahl der Tätowierten stetig steigend, sicherlich werden wir im Alter nicht einer von wenigen Tätowierten sein, aber sicher ist nicht, dass Tätowierungen immer weiter in die „normale“ Optik Einzug halten.

Moden kommen und gehen, auch wenn man das nicht möchte, kann etwas, was man gerne macht, in Verruf geraten und von Heute auf Morgen ein Tabu sein.

Das Gesicht bleibt unsere Kontaktfläche zur Umwelt. Wer mit uns reden will, muss sich mit dem Gesicht des anderen befassen. Da reißt eine Tätowierung schnell ne Schublade auf, bevor das Gespräch überhaupt beginnt. Heute ist diese Schublade vielleicht noch mit Interesse gefüllt, aber je nach dem, wie sich das ganze entwickelt, ist es morgen vielleicht schon die blanke Ablehnung, die schroff aus der Schublade springt.

Ich bin kein genereller Gegner von Gesichtstattoos, bei Leibe nicht. Auch ich spiele mit dem Gedanken, irgendwann man was im Gesicht zu tragen. Aber dafür bin ich noch nicht bereit. Dieser Schritt ist einer, den ich gut überlege, denn er ändert vieles. So muss ich mir vorher im Klaren darüber sein, dass ich jederzeit mit den Reaktionen umgehen können muss. Ich muss akzeptieren, dass mein Gegenüber einfach „zu“ macht, obwohl ich freundlich bin. Ich muss mir vor Augen führen, dass ich von nun an noch schneller als sonst in die Asi-Schublade gesteckt werde und ich nur durch mein freundliches Wesen gegenhalten kann. Alles Dinge, die ich durchaus handeln kann, weil ich schon länger am Hals tätowiert bin und dies nur schwerlich meinem Gegenüber verschweigen kann. Aber obwohl dies nicht so offensichtlich ist, wie eine Gesichtstätowierung, so hat selbst der Hals schon des öfteren das Zünglein an der Waage gespielt und mich dazu gezwungen, besonders freundlich zu sein.


Im Fall der 56 Sterne scheint der Tätowierer mittlerweile selber ein Schritt zurück zu schwimmen, denn er will, wenn man der Presse glauben will, dem 18Jährigen Mädchen die Entfernung zahlen, denn er „will sie ja nicht unglücklich machen..“ Gute Haltung, aber die Überlegung wäre VOR dem Tätowieren angebracht gewesen, nicht danach. Aber ich will nicht in moralische Vorhaltungen abrutschen.


Nur das leichtfertige Tätowieren vom Gesicht, pranger ich hier mal an. Denn was heute noch „Hip“ ist, kann morgen schon wieder eine unüberwindbare Hürde im sozialen Leben darstellen. Werte verschieben sich, aber die Richtung ist nicht festgelegt….Und seid euch sicher, MTV, MySpace und die Medien werden euch beim Wertewandel nicht in Schutz nehmen, sondern ausschlachten…Wart ihr heute noch „in“ werdet ihr morgen als „Opfer des Hypes“ verarscht. Ihr werdet sehen….


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