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Profil von: melanom
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22.07.2008 23:46:27 / ... / ... [#lang]

Das Licht weckt ihn, kein Wunder, dass er kein Nachtmensch ist, er könnte kaum tagsüber schlafen. Naja, könnte schon, denn es gibt ja Rollos.

Der erste Schritt aus dem Bett ist der schwerste des Tages. Müde ist er, was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass er wieder bin in die Nacht hinein gezeichnet hat. Immerhin diesmal für ihn selber. Muss auch mal sein. Immer nur die Wünsche Anderer erfüllen schlaucht die Phantasie. Dann muss hin und wieder mal ein Bonbon drin sein. Sein letzter Tattootermin ist schon Monate her. Aber das ist nun nebensächlich. Seine Gedanken schwirren um die Entscheidung, ob er den Wecker nun noch ne halbe Stunde weiter stellt, oder direkt aufstehen soll. Die Entscheidung wird ihm abgenommen, denn es klingelt…Fuck…Müllabfuhr.

In die Küche geschleppt, Kaffeewasser aufgesetzt und erstmal Zähne putzen. Verdammte Hacke, hätten weniger Zwiebeln gestern im Salat sein müssen, damit er jetzt nicht den Mundstuhl des Jahrhunderts hätte.

Den Colgate-Geschmack tötet er mit Kaffee, der Mensch braucht Rituale. Das nächste Ritual soll hier mal nicht beschrieben werde….lol

Nach dem auch der Rest des Körpers gereinigt wurde, geht’s raus in die RealWorld. Damn, wieder die gleichen Fressen draußen, wieder die Mundwinkel, die anscheinend Tonnen wiegen. Sein nicht, denn er hat heute Glück. Nein, er hat nicht nur heute Glück, er hat es eigentlich täglich, denn er muss nicht am Band stehen. Er muss auch nicht jeden Tag das gleiche machen. Seine Berufung beschert ihm fast täglich neue Aufgaben. Vor allem weil er nicht grade der Sterne-Tätowierer ist.

Die Ladentür ist abgeschlossen. Son Dreck, also selber wischen. Ob die anderen wieder vom Stau gefickt werden ? Tauschen will er nicht, dann lieber Putzen. Doch vorher spült er die Griffstücke vom Vortag mit Wasser ab, weil die Lösung aus dem Abwurfbecken nicht grade gesund ist. Bamm, die Tür geht auf, die erste Seele betritt das Studio. Geil, nicht putzen müssen ist Luxus. Mach ich die Griffstücke fertig für den Steri. Schön mit den Bürstchen schrubben. „Sterilisierter Dreck ist auch steril“ hat er mal einen schlauen Mann sagen hören, aber darauf kann man sich nicht verlassen. Also schön die letzten Farbreste mit Bürste und Ultraschall eliminieren. Dann wieder mit Wasser abspülen und trocken lassen.

Nun ist erstmal Zeit für DailyTalk. Mist, wieder den Wasserzulauf vom Steri vergessen. Also schnell mal hinhechten (Boris Becker hätte es nicht besser machen können…) und die Sinnflut stoppen. Wenn das der Chef sieht, dass sein Geld wieder literweise vergeuldet wird, hätte der Arsch wieder Kirmes…lol

Die Griffe sind fertig getrocknet, also schnell einschweißen in Steriüten und rein in die Wasserdampfhölle. Der Boden ist mittlerweile Wischdesinfiziert, fehlt noch der Arbeitsplatz.

Der Arbeitswagen, muss sich jeden Tag, manchmal mehrmals, einer Behandlung mit Flächendesinfektion gefallen lassen. Aber er glaubt fest an die spirituelle Reinigung..lol

Der Blick in den Kalender erhöht die Freude, denn es steht ein Motiv an, auf das er schon lange Bock hatte. Nichts schnödes, sondern sein Fachgebiet. Das sind die schönsten Tage, wenn das Arbeiten gut von der Hand geht. Jeder Mensch, egal was er ausübt, macht das am besten, was er gerne macht. Also macht er seinen Arbeitsplatz mit Klarsichtfolie parat, tütet schon mal Maschinenkabel, Sprühflasche ein, zieht einen Fingerling über den Netzgerät-Drehknopf und wählt seine Nadeln aus. Die Stifte zum Aufzeichnen sprüht er besser noch mal mit Alkohol ein, wer weiß, was sich darauf abgesetzt hat.

Die Kundin mit den Riesenbrüsten, äh…mit dem tollen Motiv betritt den Laden. Fein, pünktlich…Aber er ist noch nicht fertig. Ihr macht das aber nichts, gibt immer was zu stöbern in Magazinen, die hier reichlich rum liegen.

Während sie wartet, kann er weiter der Hygiene frönen. Er legt schon mal ein paar Maschinen-Hüllen raus. Früher hat er ohne gearbeitet, aber er hat eingesehen, dass es nicht zu verhindern ist, dass er die Maschine mit den Arbeitshandschuhen kontaminiert. Besser zu sicher als zu nachlässig arbeiten. Die Mundspatel für die Vaseline sind alle, schnell neue aus dem Vorrat holen. Gelegenheit, mal zu schauen, wer sonst noch im Eingangsbereich rumlungert. Schnell in die Runde gegrüßt und zurück ins Schmerzkämmerlein. Nach der Vaseline die Farbkäppchen. Die allerdings fasst er nur mit Handschuhen an. Ist ihm lieber so.

Nachdem er die Hände desinfiziert hat, reißt er einen ausreichend großen Stapel Zewa ab. Öfters hat er übrigens schon beobachtet, wie der Rest, wenn was nach einem Kunden übrig
geblieben ist, bei anderen Tätowierern für den nächsten Kunden benutzt wurde. Geht mal gar nicht…ist kontaminiert. Naja, werden die auch noch lernen.

Die Griffstücke kommen aus dem Steri, zum anfassen noch zu heiß, aber er muss eh noch aufmalen.

Besonders freut er sich heute darauf, das Motiv auf die Körperstelle anzupassen und die Kundin mit einer gelungenen Idee zu überraschen. Stencils mag er auch, aber bei großen Motiven, macht das Aufmalen mehr Sinn. Muss ja gut passen. Also rasieren, desinfizieren und aufmalen.

Sie mag den aufgemalten Entwurf sehr, grinst jetzt schon bis über beide Ohren (die am Kopf…lol).

Er setzt jetzt die Maschinen und die ausgewählten Griffstücke zusammen. Mit Handschuhen natürlich, denn sonst hätte man sie nicht sterilisieren brauchen. Die Hardware bleibt zwar nicht lange steril, denn an der Luft ist die Sterilität nicht lange gegeben, aber man muss ja nicht direkt die Griffe und Nadeln mit Keimen in Kontakt bringen. Er überlegt schon länger, ob das Abreißen des Zewas nicht mit Handschuhen noch sicherer wäre…Innerlich weiß er die Antwort schon.

Nachdem er die Maschine mit Plastiktüten verhüllt hat, ist eine Crosskontamination nicht mehr möglich. Das erklärt er auch der Kundin, die das zufrieden aufnimmt. Offensichtlich nimmt er es sehr genau mit der Verhinderung von Risiken. Und sei es nur die nicht so wahrscheinliche Übertragung von Krankheiten über den Rahmen der Tattoo-Maschine.

Die Farbhütchen hat er gefüllt, es kann losgehen. Nach den ersten Linien merkt er, dass die Haut den Stift nicht so toll hält. Vielleicht hat sie sich eingecremt heute Morgen. Fuck, da heißt es besonders aufpassen, damit nichts verschmiert, denn nachzeichnen geht nicht. Das hieße nämlich, den Stift mit potenziellen Erregern kontaminieren. Also muss jede Linie sitzen und die Finger zum Hautspannen einen wahren Akrobatik-Akt vollbringen, damit er nicht die aufgemalten Stellen berühren muss.

Aber alles passt. Zum Glück hat sie eine feste Haut, wo man schnell den Punkt hat, wo sie gespannt ist. Gibt’s auch anders, da kann er mehr ziehen, als Falco das je gemacht hat, und bekommt trotzdem kaum Spannung auf die Haut.

Aber et läuft….Auch das Schattieren befriedigt ihn. Geht alles schön sanft rein. Sie scheint kaum Schmerzen zu haben, was gut ist, denn wenn jemand verspannt, bremst das auch ihn oft. Auch ist verspannte Haut schwieriger im Verhalten. Aber ihre Haut ist der Hauptgewinn. Die Nadel dringt sanft ein, es ist kaum Reizung zu sehen. Hin und wieder wischt er die tätowierte Stelle mit Wasser ab. Früher hat er immer mit der Sprüflasche auf das Tattoo gesprüht, aber heute weiß er, dass es besser ist ins Zewa zu sprühen und nicht direkt auf die Wunde, damit abprallender Sprühnebel keine Körperflüssigkeiten in der Umgebungsluft verteilt.

Nach zwei Stunden ist die Farbe alle. Nachfüllen tut er immer erst, nachdem er frische Handschuhe angezogen hat, die noch keinen Wundkontakt hatten. Zu groß ist die Gefahr, die Farbflasche zu kontaminieren. Hehe, denkt er….Er muss an diesen Tätowierer denken, der nicht nur mit blutigen Handschuhen die Farbflaschen anfasst, sondern auch den blutverschmierten Zewa-Lappen dazu benutzt, die Farbflasche auf und wieder zuzumachen. Er selber würde die Flasche dann sofort wegwerfen….

Nach drei Stunden kommt er endlich zum Ende. Nach dem Schwarz und den Farben, setzt er noch mit Weiß die Highlights. Weil Weiß in der Regel als letztes gemacht wird, meine einige fälschlicherweise, dass Weiß am meisten weh tut. Darüber muss er immer schmunzeln.

Nachdem er ein letztes mal die Farbreste und die Vaseline mit dem angefeuchteten Zewa abgewischt hat, schickt er die Kundin zum Spiegel….

Ihre Augen leuchten. Das ist der schönste Augenblick für ihn, der eigentlich Lohn ist die Freude desjenigen, der von nun an ein Stück Kunst von ihm für immer in der Haut trägt. Manchmal bekommt er Gänsehaut bei dem Gedanken. Er macht etwas, und ein anderer Mensch wird ein Leben lang drauf gucken. Abgefahren, denkt er in solchen Augenblicken.

Nachdem er das Ganze mit Folie abgeklebt hat und ihr die nächsten Schritte von wegen Pflege erklärt hat, verlässt sie zufrieden das Studio. Für ihn ist aber noch nicht alles geschafft. Die Nadeln schmeißt er weg, auch wenn man sie nochmals sterilisieren könnte. Er hat aber keine Lust die Spitzen mit der Lupe überprüfen zu müssen. Lieber schmeißt er sie weg und ist sich sicher, dass die neue Nadel perfekt ist. Andere machen das vllt anders, was er ok findet.

Die Griffe kommen ins Ultraschall, zum groben Vorreinigen, danach ins Abwurfbecken, damit sie schon über Nacht keimtot werden. So kann es sich am nächsten Tag sicher sein, dass er sie gefahrfrei noch mal reinigen kann. Er entfernt noch schnell die Einwegmaterialien und tratscht mit den Arbeitskollegen über den Tag. War ein schöner Tag, hat ihm Spaß gemacht. Hoffentlich kommt sie bald mal wieder, denkt er noch, als er sich Richtung Home macht. Er macht sich schnell noch was zu essen und fällt auf die Couch. Zeichnen muss er heute nicht, denn er weiß, dass er morgen nur ein Tribal ausfüllen muss. Mist, bei dem Typen der ihm immer auf den Sack geht….

Naja, kann nicht jeder Tag die Sonne aus seinem Arsch scheinen….gegen drei wacht er mit steifem Nacken auf der Couch auf und schleppt sich ins Bett…morgen geht’s weiter….



(Ähnlichkeiten sind rein zufällig und das ganze spielt sich so oder anders bestimmt täglich tausende von Male auf der ganzen Welt ab…so oder so….mit ihm oder ihr....) ;-)

(Bin hiermit (gerne) einem Artikel-Wunsch nachgekommen. Hoffe ich hab das richtig verstanden. Hab bissel Hygiene-Wissen mit reingepackt...kann nie schaden...lol)
01.07.2008 11:57:12 / ... / ... [#lang]

Hat ja nun etwas gedauert, bis ich den zweiten Teil nachschieben konnte. Zu viele andere Dinge waren wichtiger, zuviel Speicher im Kopf blockiert ;-)

Wieder einmal lass ich ein paar Anekdoten aus erster, zweiter und dritter Hand vom Stapel.

Heute sind es nur zwei an der Zahl, eine kurze, die zeigt, dass es Menschen gibt, die zwischen einer Tätowierung und einem Gescratche nicht unterscheiden können und dann noch eine Geschichte, die…wie soll ich sagen…ach, einfach lesen und genießen….

Doch fangen wir mit einem kleinem Missverständnis an :

Was ist ein Tattoostudio ? Richtig, eine Lokalität, wo man unter guten hygienischen Bedingungen professionelle Tätowierungen bekommen kann…Was ist es nicht ? Ein Krämerladen….Hehe…Noch zu D-Mark-Zeiten kommt ein Mann, um die 45J. alt, ins Studio und fragt, was es kostet, sich ein paar stellen ausfüllen zu lassen. Nun muss ich sagen, dass die wenigstens Tätowierer Lust haben, einfach in gemachten Tattoos rumzustochern. Nun hebt der Typ aber den Ärmel hoch und zeigt auf ein paar Stellen in seinen über den ganzen Arm verteilten schlechten Scratch-Tattoos. „Hier und hier….und hier noch bisschen Rot rein…“

Das Lachen nur schwer verkneifen könnend wird ihm erklärt, dass wir sowas nur total ungern machen und die Untergrenze fürs Tätowieren aufgrund von Nadeln, die man wegwirft, dem Sterilisationsvorgang, dem Arbeitsaufwand des ganzen Drumherums bei 50DM liegt….

„WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAS…seid ihr bescheuert ? „ (Die Erklärung scheint an ihm vorbeigerauscht zu sein….) „DAFÜR…? Wenn ihr eure Preise nicht ändert, werdet ihr in ein paar Wochen schon zumachen müssen…“ (Danke für den Hinweis…lol)

„Pass auf, wir haben einen Arbeitsaufwand um den eigentlichen Vorgang herum, der auch bezahlt werden muss. Da gibt nichts dran zu rütteln…jeder Arzt, jeder Handwerker, ja jedes Taxi hat eine Startgrenze, unter der sie nicht arbeiten…“

„Ihr habt sie nicht alle…..!!“ (Manchmal denkt man : Wofür redet man eigentlich mit Menschen, wenn die eh nichts hören wollen…)

Zieht sein Portomonaie aus der Tasche, legt 10DM auf die Theke und sagt mitleidig (Bestimmt auch, weil das Studio bald zumachen muß….looool) :

„Hier kommt, füllt mir bisschen Farbe ab, gebt mir ein paar Nadeln, ich mach das dann selber…ich kann das eh besser…..“

WTF ?? Die Gesichter der Tätowierer müssen Gold wert gewesen sein…Zumindestens die Nanosekunde lang, bis das schallende Gelächter kam….

„Weißte was…? Verpiss dich…..“ ;-)



Die zweite Geschichte ist großes Tennis.. (Wenns nicht eigentlich traurig wäre und ich nicht wüsste, dass ich sogar hier in der Galerie schon ein Tattoounfall von dem Tätowierer gesehen habe, um den es geht. )

Zwei Freunde von mir, beide künstlerisch mehr als begabt, wollten das Tätowieren erlernen. Heute kann man sich schon allerhand im Netz zu dem Thema aneignen, aber damals war das Netz noch nur für Computerfreaks und die Infos noch geheim wie die Hölle…lol

Also dachten die beiden sich, wir fragen einfach mal doof bei Tattoo-Studios nach, ob die uns nicht wenigstens die grundlegendsten Dinge zeigen. Da Damals noch mehr als Heute dieses Wissen wie ein heiliger Gral behandelt worden ist, kamen nur Absagen. Nur ein Tätowierer meinte direkt : „Kein Problem, kommt vorbei…“

Die beiden also hin, freuten sich ein Bein ab, dass derjenige so offenherzig war. Dort angekommen führte er sie erstmal im Studio rum, zeigt die Tattoo-Maschinen und und und.

Dann kamen die Nadeln…die lagen einfach so in einer Metallbox…nicht verpackt, nicht geschützt gegen Kontakt mit den Wänden der Box .(einmal gegen die Wand getitscht und die Nadel ist vllt noch was für Cpt. Hook, aber nicht für einen Tätowierer…lol)

Das war das erste mal, dass die Beiden dachten, hier könnte vllt etwas nicht ganz koscher sein. Der Tätowierer baut also zum zeigen eine Maschine zusammen, lässt sie beide mal anfassen, mal in der Hand halten, während sie läuft und so weiter.

„Können wir denn mal zuschauen, wenn du tätowierst ?“

„Klar, kein Problem, ich ab nen Termin um Zwei…“

Die beiden gehen noch nen Kaffee trinken und freuen sich das zweite Bein ab, weils endlich mit dem Berufswunsch vorwärts zu gehen scheint. Endlich nimmt sich ihrer einer an…

Pünktlich erscheinen die beiden wieder bei dem Tätowierer…Auf dem Tisch liegt die Maschine immer noch so, wie sie lag als sie gegangen waren. Logischerweise mit dem gleichen, mit Keimen durch die Alltagshände der beiden kontaminiertem Set-Up…

„Der wird damit doch nicht arbeiten…“ war wohl nur ein Wunschdenken….looool

Doch..tat er. Er nahm genau die Maschine, die schon durch die nicht desinfizierten Hände Fremder gegangen war. Nicht schlecht Herr Specht…

Das Motiv, was der Kunde (Ein Päarchen..sie wartete) war ein Dolch mit einer Bandarole drum, wo ihr Name verewigt werden sollte. Er fängt also an zu tätowieren ..Wenn der Laie schon sieht, dass die Linien platzen, kann man durchaus von einer „sehr soliden Arbeitsweise“ sprechen…Muahahaha…also feinfühlig scheint er nicht gewesen zu sein...;-)

Der Kunde leidet auch offensichtlich, aber die beiden filtern das erstmal alles aus und wollen wenigstens das an Wissen mitnehmen, was geht. Beiden wird aber langsam klar, dass es nicht das gelbe vom Ei ist, was hier geboten wird….

Der Tätowiervorgang nähert sich dem Teil, wo der Name in die Bandarole geschrieben wird. Sie, die gehuldigte, sitzt hinter dem Tätowierer und schaut ihm über die Schulter….

Er fängt den Namen von Hinten an…..erst ein „e“….dann ein „i“….dann ein „n“….

Sie : „Was machst du da ? „

Tätowierer : „Ich schreibe deinen Namen in das Tattoo….“

Sie : „ABER ich heiß doch JOOOOOOOOSIEEEEEEEEEE“

SCHWEIGEN im Raum…son Riesenschweigen….Gozilla-Sized-Schweigen….

Tätowierter : „Alter…mach kein Scheiß…“

Tätowierer : „Das macht überhaupt nichts…das kriege ich wieder weg…“

(Wer nun denkt, er würde vielleicht das „n“, zu einem „S“ machen, was vielleicht auch schwer geworden wäre, wenn die Linie mit 500Kilopont in den Muskel gerammt wurde und schon die breite einer 4spurigen Autobahn hat, aber es war nicht wirklich groß…., der sei nun eines Besseren belehrt…loool)

Er schickt seinen Spannmann zum Kühlschrank, wo diese eine mirakelöse Flüssigkeit holen soll….“Damit bekomm ich das locker wieder weg….“

Er füllt ein Farbhütchen mit dem Zeug, taucht seine Maschine ein…und rührt wie ein Besessener in dem Punkt vom „i“ rum….Nach ner Minute Fertig…bleibt ein dicker blutender Fleck…mit einem i-Punkt in der Mitte….loooooooool

„Na dann anders…“

Und anstatt nun die vorhanden Buchstaben zu nutzen und irgendwas mit dem „n“ zu machen…wie z.B. ein dickes „S“ drüber knallen…nimmt er die Maschine und füllt den Teil der Bandarole, der mit falschen Buchstaben kontaminiert ist, einfach schwarz aus…loool..Ist ja nicht so schlimm…war nur c.a. die Hälfte der Bandarole….looool

Danach quetscht er mit einem Kugelschreiber „Josie“ in den vorderen Teil der Bandarole, was einer gewissen Komik nicht mehr entbehren konnte…

Hier war dann aber auch der Punkt, wo die beiden gegangen sind…Nach eigenen Aussagen kamen sie sich vor wie in einem falschen Film, den man verlassen muß….;-)

Ich habe die Geschichte auf der Tattoo-Convention in Karlsruhe erzählt bekommen von einem der beiden. Wir haben Tränen gelacht…beim Zuhören, aber auch jedes mal , wenn einer von uns im Lauf der Con „Aber ich heiß doch Jooooooooosieeeeeeeeee“ gesagt hat..;-)

Thats it for today….


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