|
Monat:
|
30.09.2008 22:49:47 /
Also seit vielen Jahren bin ich nur noch semi-behindert. Vorher war ich ne Brillenschlange, ein Vierauge und was was ich noch alles. Zugegeben, hat mich nie wirklich jemand beleidigt, weil wenns den beleidigten nicht wurmt, verschwindet schnell die Lust am zanken. Aber mich hat meine Brille immer als solche gestört. Klar, heute gibt es einfach schönere Brillen, dünnere Gläser und bessere Gestelle. Aber mit meiner Dioptrin-Zahl ist auch heute eine Brille für meine Augen so dick, dass ich Sicherheitsglas-Zuschlag bezahlen muss. Ich hatte immer schon so was wie ne sportliche Ader, was meine Brille schnell zum Flugobjekt machte. Also hieß die Lösung „Sportbrille“. Sprich die hatte so Bügel, die flexibel um die Ohrmuschel klammerte. Na ja, sagen wir mal so, die Bügel haben mir fast die Ohren abgetrennt, viel hat nicht gefehlt. Narben habe ich immer noch davon..(kein Scheiß). Erst mit 18Jahren habe ich mir Kontaktlinsen anpassen lassen. Harte natürlich, weil ich so eine harte Sau bin. (Quatsch…harte weil ich ne Hornhautverkrümmung habe und in meiner Stärke weiche Linsen (zumindest damals) daumendick wären. Worauf will ich hinaus ? Richtig…Brille tragen ist für mich ne Behinderung. Man kann nicht alles damit machen, der erste Kuss musste blind vonstatten gehen. (war trotzdem gut..lol) Von Dingen wie Schwimmen ganz zu schweigen. Auch das betreten einer Räumlichkeit im Winter war immer mit den Worten unterlegt „Moment, warte, meine Brille beschlägt…“. Und nun treff ich auf Menschen, die tragen eine Brille, haben aber nur Fensterglas im Gestell. „Warum trägste dann ne Brille?“ „Weil es chic ist….“ Ah…äh…..öhm…… Sachen gibt es, die mag man nicht für real halten. Da koketiert man mit einer Behinderung, weil es gut aussieht ? What´s next ? Der Gehstock, der zwar nicht notwendig ist, aber nen schlanken Fuß macht ? Wie kommt man auf so was ? Ich mein, ich steh auch nicht irgendwann auf und denke mir : „Och, ich kauf mir heute mal nen Rollstuhl, der kommt gut bei den Chicks..“ Oder vielleicht doch ? Könnte ein neuer Trend werden. Und die Auswahl an Hilfsmittel für Behinderungen ist umfangreich. Morgen fang ich erstmal mit nem Hörgerät an, das kickt ass. Dann mal schauen, ob ich nicht noch ein paar Krücken pimpen kann. So mit FlipFlop-Lack und Klingel. Wenn ich das erstmal habe, tendiere ich zu nem Stoma-Beutel und Herzschrittmacher. Alles in Bunt, das Auge leidet ja mit…lol Mal sehen, ob ich nen Trend lostreten kann. PS. Son Epihelm wollte ich immer schon haben…Safety first !!!
24.09.2008 19:06:06 /
Ja, da bin ich prüde, ich habs nicht so mit Anfassen. Menschen gehen noch, obwohl ich da auch meistens Handschuhe bevorzuge…Aber was ich ja mal nie anfassen mag, sind Griffe, Türklinken, Handläufe und Geländer…halt alles, was andere Menschen schon mit ihren Popelfingern oder Sackschaufeln berührt haben. Um Gottes Willen, das geht mal gar nicht. Logisch, Krieg, Armut und Kommunismus sind die Geißeln der Menschheit. Aber ich empfinde Festhaltestangen in öffentlichen Verkehrsmittel für mindestens ebenso verheerend, wie die Pest im Mittelalter oder Uschi Glas anfassen müssen. Da muss man auch gar nicht der Freund von Phobien sein, wie ich es vielleicht bin. Das ist eher eine logische Sache : Da greifen Hinz und Kunz sich erst geschmeidig an den Sack (ich sach nur Exzem…..), popeln in der Nase bis der Hypothalamus grüßt, zerstören liebevoll über Wochen gezüchtete Ohrschmalzbeläge mit dem kleinen Finger, entfernen kiloweise Kruste (im Volksmund liebevoll „Schlaf“ genannt, bleibt es einfach krustiger Rotz) aus dem Augenwinkel um dann den Rest der Menschheit daran teilhaben zu lassen, indem das ganze mit einem gezielten kurzen Griff an die Haltschlaufe in der Straßenbahn geschmiert wird… Ich wette, aus dem, was sich in einer Straßenbahn/Bus an Haltstangen und Schlaufen an humanoiden Überresten abgelagert hat, formt ein geschickter Gott locker ein bis zwei neue vollständige Adamse und Evas. Und hat noch was über fürs Sommerfest….locker….. Wer weiß, vielleicht sind wir auch so entstanden ? Das irgendwo in einer anderen zu betreuenden Welt des Herrn von und zu Gott soviel Schmackofatz an der dort verkehrenden Tram abgelagert hat, dass er sich dachte „Wohin nun damit…Ach, komm..ich Rotz noch sonne Zivilisation raus.“ …und ZACK…gabs uns Menschen. Aus ner Rippe ? Dass ich nicht lache…. Nun steh ich da und muss mit diesem Problem leben. Aber ich hab auch was davon, denn mein Gleichgewichtssinn ist dermaßen gut entwickelt, dass ich im Stehen in einer Achterbahn noch ein Ticket lösen könnte. Mit den Fingerknöcheln, versteht sich…..denn auch dieser Automat ist voll mit Mensch. Eine dünne Schicht Mensch hat sich auf die Sensorfläche gelegt. Aber ich fass nichts an, niemals. Nur im Notfall und auch nur, wenn ich ein Amputationsmesser dabei habe. Denn wenn man schnell genug das Körperteil, was mit der zähen Popel/Klabuster/Ohrschmalz/Smegma-Schicht Kontakt hatte, amputiert, können Folgeschäden ausgeschlossen werden. Aber auch nur dann !!! Neulich kam mir noch der Gedanke, wie ich aus diesem weitestgehend ignorierten Zustand Kapital schlagen könnte. Und BAMM..da war die Idee : Ich ziehe ein landes, ach weltweites Netz von Bauchläden auf, wo man vor der anstehenden Bahnfahrt Einweg-Halteschlaufen käuflich erwerben kann. Oder ich bringe Designer-Halteschlaufen auf den Markt, die man immer mit sich führt, und die man in die Siffstangen der Bahn einhängen kann. Der Teil, der direkten Kontakt mit der Todesstange hatte, kann man mit einem Knopfdruck abwerfen, worauf er sich selber vernichtet. Oder mache Straßenbahn-Yoga-Kurse, die einem die totale Kontrolle über sein eigenes Gleichgewicht geben, selbst wenn die Bahn grade vorne nen Smart in den Asphalt fräst. Das Ganze müsste ich dann nur noch mit einer Kampagne verbinden, die meinen Mitmenschen über die Gefahren aufklärt und sie in meine finanziellen Arme treibt. Das wäre hiermit geschehen....der Rest folgt ;-) Nachdem wir ja schon viel Spaß in Milano hatten, hat die Reisegruppe „Gestochen Scharf“ beschlossen, London zu überfallen. Dank des Chinakrachers, ist für Flug und Unterkunft gesorgt. Ja, er ist wie ein Vater, nur nicht so groß…looool. Ich bin echt gespannt, was dort geboten wird. Wenn man an so eine Stadt wie London denkt, erwartet man mehr, als wenn es nur nach Frankfurt oder Wuppertal geht. Meine Erwartungen ? Viele internationale Künstler, ne große Anzahl von Ständen und cosmopolitischer Flair. Na und Lagerbier und Kopfschmerzen. Aber in England gibt’s Paracetamol in Familienpackungen im Supermarkt, also kann nichts schief gehen. Aber ich muss zugeben, dass ich bis dato nur einmal auf der Insel des Wahnsinns war und das war alles andere als ne Großstadt. Ich war in Weymouth , ein nettes Küstenstädtchen mit nettem Skatepark . Aber London macht mir bisschen Angst...;-)Auf jeden Fall gibbet nen dicken Bericht über die Con , denn wir sind sowohl Freitag, als auch Samstag am Start. Nun noch was allgemeines in eigener Sache : Nach einer etwas schleppenden Phase, wird’s bald hier wieder regelmäßiger Blogeinträge geben. Leider hatte ich in letzter Zeit nicht so viel Raum und Zeit und Muse, dass Blogeinträge zustande gekommen wären. Aber es sind einige Dinge schon länger in der Mache, so steht der Artikel über die Beweggründe noch aus, allerdings wohl nicht wie geplant mit nem Fragebogen. Aber ich löse das anders. Was mir allerdings fehlt, ist die Zeit, selber im Netz nach tattoorelevanten Nachrichten oder interessanten Artikeln zu schauen. In sofern freu ich mich sehr über „Beifütterung“ ;-), also wenn ihr was findet, immer her damit. So, nun widme ich mich wieder meinem zweiten Hobby : Zugfahren… |
![[#lang]](/images/flags/DE.gif)

. Aber London macht mir bisschen Angst...;-)