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BAUCHNABEL PIERCING

Schwarze Linienzeichnung eines Bauchnabelpiercings auf weißem Hintergrund

DEFINITION

Das Bauchnabelpiercing (englisch: Navel Piercing) ist eines der weltweit bekanntesten und am weitesten verbreiteten Körperpiercings. Es verläuft im Regelfall vertikal durch die Hautfalte direkt an der oberen Kante der Bauchnabelhöhle.

ANATOMISCHE POSITIONIERUNG

  • Lage: Standardmäßig mittig-vertikal an der oberen Nabelkante, sodass die untere Kugel in der Nabelhöhle liegt und die obere Kugel knapp darüber. Alternativ ist auch die Platzierung an der unteren Nabelkante möglich (Bottom Navel).

  • Anatomie-Abhängigkeit: Hoch. Voraussetzung ist eine ausreichend ausgeprägte Hautfalte (Gewebelippe) ober- oder unterhalb der Nabelhöhle, die dem Schmuck Halt gibt. Zudem muss der Nabel beim Hinsetzen genügend Freiraum behalten und darf sich nicht stark zusammendrücken („Winkender“ oder „Collapsing Navel“), da dies sonst dauerhaften Druck ausübt und zu Migration führt.

  • Schmuckform: Als Standard-Erstschmuck dient ein gebogener Stab (Bananabell / Curved Barbell) aus Titan, meist mit einer größeren Kugel oder einem Kristallstein im Nabelraum und einer kleineren Kugel oben. Bei tieferen oder sich schließenden Nabelformen kommt spezieller Floating-Navel-Schmuck mit einer flachen Platte am unteren Ende zum Einsatz.

HISTORIE

  • Herkunft & Name: Der Name bezeichnet direkt die Körperstelle. Entgegen populärer Mythen über das alte Ägypten gibt es keine historischen Belege für Bauchnabelpiercings in antiken Hochkulturen – es handelt sich um eine Entwicklung der modernen westlichen Body-Modification-Kultur.

  • Entwicklung: Seinen weltweiten Durchbruch feierte das Bauchnabelpiercing in den frühen 1990er-Jahren, unter anderem durch das Model Christy Turlington (London Fashion Week 1993) und das ikonische Aerosmith-Musikvideo zu Cryin’. In den späten 1990er- und 2000er-Jahren wurde es durch Pop-Ikonen wie Britney Spears zu einem prägenden Symbol der Jugendkultur.

WARUM ES IN DEN LETZTEN JAHREN SO BELIEBT WURDE

  • Y2K- und Low-Rise-Trend-Renaissance: Mit dem Comeback der 2000er-Jahre-Mode (Hüfthosen, Bauchfrei-Tops und Y2K-Ästhetik) auf Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram erlebte das Bauchnabelpiercing eine erneute Welle großer Beliebtheit.

  • Fortschritt durch „Floating Navel“: Durch neue Techniken und angepassten Schmuck können heute auch Personen ein Bauchnabelpiercing tragen, deren Nabelanatomie früher für klassische Gebogene Stäbe als ungeeignet galt.

  • Große Schmuckvielfalt & Ganzkörper-Fokus: Die Bandbreite reicht von unauffälligen, flachen Titan-Setups bis hin zu aufwendigen Hänge-Aufsätzen (Dangles) und Bauchkettchen, was es zu einem extrem wandlungsfähigen Körperschmuck macht.

 

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