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SURFACE PIERCING

Oberflächen-Piercing mit rosa Stab auf weißem Hintergrund, zwei Kugeln oben

DEFINITION

Das Surface Piercing (ausgesprochen: Sör-fis, auf Deutsch: Oberflächenpiercing) ist ein Piercing, das durch flaches Hautgewebe ohne natürliche Einstich- oder Austrittsfalten verläuft. Es wird an glatten Körperstellen platziert, indem ein spezieller, abgeflachter Stab unter der Haut hindurchgeführt wird, sodass an der Oberfläche zwei dekorative Schmuckpunkte sichtbar werden.

ANATOMISCHE POSITIONIERUNG

  • Lage: Extrem vielseitig. Beliebte Platzierungen sind das Dekolleté (Sternum), der Nacken, die Schläfen/Wangenknochen (Anti-Eyebrow), der Unterarm oder der Hüftbereich.

  • Anatomie-Abhängigkeit: Hoch. Die Haut an der gewählten Stelle muss über ausreichend Gewebetiefe und Elastizität verfügen. An Körperstellen mit extremer Bewegung oder Reibung durch Kleidung steigt das Risiko, dass der Körper den Schmuck im Laufe der Zeit abstößt (Migration).

  • Schmuckform: Es erfordert zwingend einen speziellen Surface Barbell (Oberflächenstab) aus medizinischem Titan. Dieser Stab ist an beiden Enden um 90° abgewinkelt und flach geformt. So liegt der Mittelteil spannungsfrei flach im Gewebe, während nur die beiden Anschlüsse senkrecht aus der Haut ragen, um flache Glitzersteine, Plättchen oder Kugeln aufzunehmen. Normale oder gebogene Stäbe sind hierfür ungeeignet.

HISTORIE

  • Herkunft & Name: Der Name leitet sich direkt vom englischen Wort surface („Oberfläche“) ab. Das Surface Piercing hat keine antiken oder rituellen Ursprünge, sondern entstand im Zuge der modernen Body-Modification-Bewegung.

  • Entwicklung: In den 1990er-Jahren begann die Erprobung von Oberflächenpiercings. Anfangs wurden oft ungeeignete, gerade Stäbe verwendet, was zu sehr hohen Abstoßungsraten führte. Erst die Entwicklung des exakt abgewinkelten, flachen Surface Barbells machte das Oberflächenpiercing zu einer stabilen und dauerhaften Body-Art-Form.

WARUM ES IN DEN LETZTEN JAHREN SO BELIEBT WURDE

  • Grenzenlose Platzierungsfreiheit: Da es nicht an feste Knorpel- oder Hautfalten gebunden ist, eröffnet das Surface Piercing völlig neue Design-Möglichkeiten an nahezu jeder glatten Körperstelle.

  • Symmetrischer Doppel-Effekt: Durch die zwei Austrittspunkte lassen sich wunderschöne, symmetrische Akzente setzen – wie zwei schwebende Glitzersteine auf dem Dekolleté oder unter den Augen.

  • Perfektionierte Schmucktechnik: Durch moderne Titan-Surface-Barbells und extrem flach anliegende Aufsätze (Flat Tops) verfängt sich der Schmuck heute deutlich seltener im Alltag, was Haltbarkeit und Abheilung im Vergleich zu früheren Jahren drastisch verbessert hat.