MANDIBLE PIERCING
DEFINITION
Das Mandible Piercing (ausgesprochen: Män-di-bel, anatomisch für Unterkiefer, oft auch als Deep Jaw Piercing bezeichnet) ist eine der extremsten und seltensten Modifikationen im gesamten Piercing-Bereich. Der Stichkanal verläuft hierbei vertikal vom Mundboden (unter der Zunge) direkt durch das gesamte Weichteilgewebe des Unterkiefers und tritt an der Haut unterhalb des Kinns wieder aus.
ANATOMISCHE POSITIONIERUNG
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Lage: Es führt senkrecht durch den Mundboden. Der Eintritt liegt im Mundraum unter der Zunge, der Austritt sichtbar an der Hals-/Kinn-Partie unter dem Kieferknochen. Häufig wird es als symmetrisches Paar auf beiden Seiten gestochen.
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Anatomie-Abhängigkeit: Extrem hoch. Dieser Bereich ist dicht durchzogen von lebenswichtigen Blutgefäßen (Arterien und Venen), Nervenbahnen, Muskeln und Speicheldrüsen. Es darf keinesfalls von einem gewöhnlichen Piercer durchgeführt werden, sondern erfordert einen absoluten Spezialisten für Heavy Body Modification mit tiefgreifenden anatomischen Kenntnissen.
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Schmuckform: Wegen der ständigen Bewegung des Kiefers, des Halses und der Zunge werden meist flexible PTFE-Stäbe (Teflon) oder speziell auf Maß angefertigte, extra lange Titan-Barbells eingesetzt. An den äußeren Enden unter dem Kinn werden oft große Kugeln, flache Scheiben oder auffällige Spitzen (Spikes) getragen.
HISTORIE
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Herkunft & Name: Der Name leitet sich vom lateinischen Mandibula (Unterkiefer) ab. Das senkrechte Durchstechen der Wangen- und Kieferpartie mit Spießen hat jahrhundertealte Traditionen in spezifischen rituellen und spirituellen Zeremonien (beispielsweise beim hinduistischen Kavadi-Ritual oder dem thailändischen Vegetarian Festival in Phuket).
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Entwicklung: In der modernen westlichen Body-Modification-Szene etablierte sich das Mandible Piercing nicht als Mainstream-Schmuck, sondern als extreme Nischen-Modifikation für Enthusiasten, die bewusst die anatomischen und optischen Grenzen des klassischen Piercings überschreiten wollen.
WARUM ES IN DEN LETZTEN JAHREN SO BELIEBT WURDE (INNERHALB DER SZENE)
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Spektakuläre „Tusk“-Optik: Werden symmetrisch Spikes oder lange Kegel an den unteren Enden unter dem Kinn getragen, erinnert die Optik an Stoßzähne (Tusks). Das erzeugt eine extrem eindrucksvolle, archaische und raubtierhafte Ästhetik.
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Der extreme Statement-Faktor: Auch wenn es in der breiten Masse nicht populär ist, übt das Mandible Piercing in der Heavy-Mod-Szene eine riesige Faszination aus. Es gilt als einer der ultimativen Beweise für Hingabe, Resilienz und Schmerztoleranz.
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Einzigartige Seltenheit: Da der Eingriff so komplex und riskant ist, gibt es weltweit nur eine Handvoll Experten, die ihn sicher durchführen können. Das macht das Mandible Piercing zu einem absoluten Statussymbol und garantiert maximale Individualität, die garantiert alle Blicke auf sich zieht.