Zeichnung eines Ohrs mit einem rosa Helix-Piercing auf weißem Hintergrund

DEFINITION

Das Helix Piercing (ausgesprochen: Hii-liks) ist der wohl bekannteste und zeitloseste Klassiker unter den Knorpelpiercings. Es sitzt an der geschwungenen Knorpelkante des oberen und äußeren Ohrrandes. Durch seine vielseitigen Platzierungsmöglichkeiten und die unkomplizierte Anatomie gilt es für viele als der ideale Einstieg in die Welt der Knorpelpiercings.

ANATOMISCHE POSITIONIERUNG

  • Lage: Es verläuft durch den Knorpel entlang der äußeren Ohrkante (Helix). Die Position kann dabei flexibel von der Mitte der Ohrmuschel (Mid-Helix) bis hoch zur oberen Rundung frei gewählt werden.

  • Anatomie-Abhängigkeit: Sehr gering. Da die äußere Ohrkante bei fast jedem Menschen ausreichend ausgeprägt ist, lässt sich ein Helix-Piercing nahezu unabhängig von der individuellen Ohrform stechen.

  • Schmuckform: Für die Erstheilung wird ausnahmslos ein gerader Stecker (Labret) mit flacher Rückseite verwendet, um Bewegung und Druck vom Gewebe fernzuhalten. Nach dem vollständigen Ausheilen ist die Auswahl riesig: Von eng anliegenden Ringen (z. B. Clicker oder Segmentringe) über Hufeisen (CBRs) bis hin zu Motiv-Aufsätzen und Kettchen ist alles möglich.

HISTORIE

  • Herkunft & Name: Der Name leitet sich vom altgriechischen Wort hélix („Spirale“ oder „Gewundenes“) ab – der medizinische Fachbegriff für den eingerollten Außenrand der Ohrmuschel. Während das Piercen des Ohrknorpels in verschiedenen indigenen Kulturen Südamerikas und Afrikas eine lange Tradition besitzt, etablierte sich das Helix in den 1980er- und 1990er-Jahren über die Punk- und Popkultur in der westlichen Welt.

  • Entwicklung: Ursprünglich als rebellisches Statement der Subkultur bekannt, hat sich das Helix längst im Mainstream etabliert und zählt heute zu den weltweit am häufigsten gestochenen Piercings überhaupt.

WARUM ES IN DEN LETZTEN JAHREN SO BELIEBT WURDE

  • Der zeitlose Allrounder: Das Helix passt zu jedem Stil – egal ob extrem dezent im Alltag oder auffällig gestylt. Es ist die perfekte Brücke für alle, die nach den klassischen Ohrlöchern (Lobes) ihr erstes Knorpelpiercing tragen möchten.

  • Unverzichtbar im „Curated Ear“: Das Helix bildet den oberen optischen Rahmen für jedes durchgestylte Ohr. Es lässt sich hervorragend als Double- oder Triple-Helix (zwei oder drei Piercings direkt nebeneinander) tragen oder mit inneren Piercings wie Conch und Tragus kombinieren.

  • Unübertroffene Schmuckvielfalt: Für keine andere Platzierung gibt es eine so gigantische Auswahl an Schmuckstücken. Der Look kann mit wenigen Handgriffen von einem minimalistischen Glitzerstecker zu einem markanten Ring verändert werden.