FRENUM PIERCING
DEFINITION
Das Frenum Piercing (ausgesprochen: Fre-num Piercing) ist ein klassisches und sehr beliebtes Intimpiercing bei männlicher Anatomie. Es verläuft durch die Hautfalte des Bändchens (Frenulum) an der Unterseite des Penis.
ANATOMISCHE POSITIONIERUNG
-
Lage: Der Stichkanal sitzt waagerecht an der Unterseite des Penis, meist direkt im Bereich des Vorhautbändchens (Frenulum preputii) knapp unterhalb der Eichel. Werden mehrere Frenum-Piercings untereinander entlang der Verwachsungsnaht an der Penisunterseite (Raphe) platziert, spricht man von einer sogenannten Frenum-Leiter(Frenum Ladder).
-
Anatomie-Abhängigkeit: Gering bis moderat. Es erfordert lediglich eine gut greifbare Hautfalte an der Unterseite. Auch bei beschnittenen Männern oder wenn das Bändchen verkürzt beziehungsweise entfernt wurde, kann das Piercing problemlos in der Haut der Penisunterseite verankert werden.
-
Schmuckform: Als Erstschmuck wird meist ein gerader Stab (Straight Barbell) oder ein leicht gebogener Stab (Bananabell) aus Titan verwendet. Nach der Abheilung können auch Ringe (Captive Bead Rings, Segment-Clicker) oder Hufeisen-Stäbe (Circular Barbells) getragen werden.
HISTORIE
-
Herkunft & Name: Der Name leitet sich vom lateinischen Wort frenulum („Zügelchen“ oder „Bändchen“) ab und bezeichnet die anatomische Gewebefalte an der Penisunterseite.
-
Entwicklung: Es gehört zu den ältesten und am weitesten verbreiteten Intimpiercings der modernen westlichen Body-Modification-Kultur. Es wurde ab den 1970er-Jahren (u. a. durch Jim Ward und das Studio Gauntlet in den USA) populär gemacht und gilt seit jeher als das klassische Einsteigerpiercing für Männer.
WARUM ES BEACHTUNG FINDET / GETRAGEN WIRD
-
Ideal als Einsteiger-Intimpiercing: Da nur durch die äußere Hautfalte und nicht durch Schwellkörper oder Eichelgewebe gepierct wird, heilt das Frenum-Piercing außergewöhnlich schnell (meist innerhalb von 4 bis 8 Wochen) und verläuft im Vergleich zu anderen Intimpiercings extrem unkompliziert.
-
Hervorragend für Reihen-Setups (Frenum-Leiter): Die Anatomie der Schaftunterseite bietet viel Platz, um schrittweise mehrere Piercings untereinander anzuordnen, was eine sehr markante, stufenartige Schmuckästhetik erzeugt.
-
Angenehme Stimulation: Die Position an der empfindlichen Unterseite erzeugt bei Bewegung und Intimität sowohl für den Träger als auch für die Partnerin oder den Partner eine sanfte, gezielte Reizung.