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KLITORIS VORHAUT VERTIKAL (KVV) PIERCING

Diagramm eines Intimpiercings auf weißem Hintergrund

DEFINITION

Das Klitorisvorhaut Vertikal Piercing (kurz KVV, auch VKH für Vertikales Klitorisvorhaut-Piercing, englisch: Vertical Clitoral Hood Piercing / VCH) ist das mit Abstand am häufigsten gestochene Intimpiercing bei weiblicher Anatomie. Es verläuft senkrecht (vertikal) durch die Hautfalte der Klitorisvorhaut, sodass das untere Schmuckende direkt auf der Klitoriseichel aufliegt.

ANATOMISCHE POSITIONIERUNG

  • Lage: Der Stichkanal verläuft exakt vertikal in der Vorhautfalte (Preputium clitoridis). Die obere Kugel sitzt oberhalb des Vorhautansatzes, während die untere Kugel direkt an oder leicht auf der Klitoriseichel ruht.

  • Anatomie-Abhängigkeit: Hoch. Voraussetzung ist eine ausreichend tiefe Vorhautfalte und genügend Raum unter dem Gewebe, damit eine Kanüle gefahrlos passierten kann, ohne die Klitoriseichel zu verletzen (oft mit dem sogenannten „Wattestäbchen-Test“ überprüft). Ist die Vorhaut zu kurz oder zu straff verwachsen, ist das KVV anatomisch nicht möglich.

  • Schmuckform: Als Goldstandard gilt ein leicht gebogener Stab (Bananabell) aus Titan. Als unteres Ende wird meist eine kleine Glattkugel oder flache Disk gewählt, während oben eine klassische Kugel oder ein Kristallstein (Gem) sitzt. Ringe sind für die vertikale Ausrichtung anatomisch ungeeignet.

HISTORIE

  • Herkunft & Name: Der Name beschreibt direkt die vertikale Ausrichtung an der Klitorisvorhaut (KVV bzw. englisch VCH für Vertical Clitoral Hood).

  • Entwicklung: Es gehört zu den bekanntesten Klassikern der modernen Body-Modification-Bewegung und erlangte ab den 1980er- und 1990er-Jahren über spezialisierte Studios (wie Gauntlet in den USA) weltweite Verbreitung.

WARUM ES BEACHTUNG FINDET / GETRAGEN WIRD

  • Effektive, direkte Stimulation: Die untere Kugel des Stabs liegt direkt auf der Klitoriseichel auf. Durch Bewegung beim Gehen, im Alltag oder bei Intimität überträgt der Schmuck kontinuierlich sanften Druck und Vibrationen, ohne die Eichel selbst zu verletzen.

  • Hervorragend und schnell abheilend: Aufgrund der sehr guten Durchblutung des Gewebes zählt das KVV zu den am unkompliziertesten abheilenden Piercings überhaupt (meist innerhalb von 4 bis 8 Wochen).

  • Anatomisch harmonischer Sitz: Vertikal platziert schmiegt sich der Stab perfekt in die natürliche Falte der Vulva ein, steht im Alltag nicht störend ab und weist im Vergleich zu vielen Oberflächenpiercings ein extrem geringes Risiko für Herauswachsen auf.