LOBE PIERCING
DEFINITION
Das Lobe Piercing (ausgesprochen: Loub) ist der absolute Klassiker unter allen Piercings weltweit. Es bezeichnet das Durchstechen des weichen Ohrläppchens und gilt aufgrund seiner unkomplizierten Abheilung, Schmerzarmut und enormen Schmuckvielfalt für fast jeden Menschen als der universelle Einstieg in die Welt des Körperschmucks.
ANATOMISCHE POSITIONIERUNG
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Lage: Es sitzt im fleischigen, knorpelfreien unteren Bereich des Ohrs (Lobulus auriculae). Der Stichkanal verläuft klassisch von vorne nach hinten – wahlweise mittig auf dem Ohrläppchen oder als zweites (2nd Lobe) bzw. drittes Ohrloch (3rd Lobe) in einer Reihe nach oben.
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Anatomie-Abhängigkeit: Nahezu keine. Da fast jeder Mensch über ein Ohrläppchen verfügt – egal ob frei hängend oder angewachsen –, lässt sich ein Lobe-Piercing bei so gut wie allen anatomischen Voraussetzungen problemlos umsetzen.
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Schmuckform: Die Schmuckauswahl ist unübertroffen. Für das professionelle Erststechen im Studio wird ein gerader Stecker (Labret) aus medizinischem Titan mit flacher Rückseite genutzt. Nach dem vollständigen Ausheilen steht von filigranen Ohrsteckern über Ringe, Creolen und Hänger bis hin zum vorsichtigen Dehnen (Tunnels und Plugs) absolut jede Option offen.
HISTORIE
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Herkunft & Name: Der Name leitet sich vom englischen Wort earlobe bzw. dem lateinischen lobulus auriculae für Ohrläppchen ab. Es ist das älteste nachgewiesene Piercing der Menschheitsgeschichte: Bereits die Gletschermumie „Ötzi“ (über 5.000 Jahre alt) trug gedehnte Ohrlöcher. Von den ägyptischen Pharaonen bis hin zu indigenen Völkern weltweit galt ein geschmücktes Ohrläppchen stets als Symbol für Wohlstand, Status oder rituelle Reife.
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Schießen vs. Professionelles Piercen: Das veraltete „Schießen“ von Ohrlöchern mit einer Ohrlochpistole (z. B. beim Juwelier, Optiker, Drogeriemarkt, oder in Modeschmuck-Geschäften) ist aus professioneller Sicht absolut nicht zu empfehlen. Die Pistolen lassen sich nicht steril aufbereiten und fetzen bzw. quetschen das Gewebe mit stumpfem Druck ab, was das Infektionsrisiko enorm steigert und oft zu schiefen Stichkanälen führt. Ein Ohrloch gehört ausschließlich in ein professionelles Piercing-Studio, wo es präzise und gewebeschonend mit einer sterilen Einwegnadel gestochen wird.
WARUM ES IN DEN LETZTEN JAHREN SO BELIEBT WURDE
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Unkomplizierte & schnelle Heilung: Fachgerecht mit der Nadel im Studio gestochen, heilt das Lobe im weichen Gewebe deutlich unkomplizierter und schneller ab als jedes Knorpelpiercing (meist in nur 6 bis 8 Wochen).
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Das Fundament des „Curated Ear“: Keine durchgestylte Ohr-Kombination kommt ohne das Lobe aus. Mehrere Ohrlöcher nebeneinander bilden das optische Fundament, auf dem alle höheren Knorpel-Piercings (wie Helix, Conch oder Tragus) aufbauen.
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Maximale Flexibilität: Egal ob dezent-minimalistisch im Alltag, elegant am Abend oder als mehrfach gestapelte Schmuck-Kombination – kaum eine Stelle am Körper lässt sich so einfach und vielseitig immer wieder neu erfinden.