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AUGENBRAUEN PIERCING

Grafische Darstellung von Augenbrauen mit zwei markierten Piercingpunkten auf weißem Hintergrund

DEFINITION

Das Augenbrauenpiercing (anatomisch meist als vertikales Augenbrauenpiercing bezeichnet) ist ein klassisches Oberflächenpiercing im Gesichtsbereich. Es verläuft gewöhnlich vertikal oder leicht schräg durch die Hautfalte im Bereich der Augenbraue – meist im äußeren Drittel des Brauenbogens.

ANATOMISCHE POSITIONIERUNG

  • Lage: In der Regel verläuft der Stichkanal im äußeren Drittel der Augenbraue. Seltener wird es horizontal entlang der Braue oder im mittleren Bereich platziert.

  • Anatomie-Abhängigkeit: Moderat. Das Gewebe über dem Knochen muss ausreichend flexibel und dick sein, damit der Schmuck stabil sitzt und die Gefahr des Herauswachsens verringert wird. Zudem verläuft im inneren Drittel der Augenbraue der Überaugennerv (Nervus supraorbitalis), weshalb dieser Bereich von Piercern in der Regel gemieden wird.

  • Schmuckform: Als Standard kommt ein leicht gebogener Stab (Bananabell) aus Titan zum Einsatz, da dieser der natürlichen Wölbung des Gewebes am besten folgt. Nach vollständiger Abheilung werden gelegentlich auch kleine Ringe oder Circular Barbells (Hufeisen) getragen.

HISTORIE

  • Herkunft & Name: Der Name beschreibt direkt die Platzierung. Das Augenbrauenpiercing besitzt keine traditionellen oder ethnischen Wurzeln, sondern ist ein reines Element der westlichen Populärkultur.

  • Entwicklung: Es kam in den 1970er-Jahren im Rahmen der Punk-Bewegung auf und entwickelte sich in den 1990er-Jahren – unterstützt durch bekannte Persönlichkeiten aus der Musik- und Popkultur – zu einem der am weitesten verbreiteten Gesichtspiercings der Jahrzehntwende.

WARUM ES IN DEN LETZTEN JAHREN SO BELIEBT WURDE

  • Teil des Y2K-Revivals: Durch das Wiederaufgreifen von Modetrends der späten 1990er- und 2000er-Jahre auf Social-Media-Plattformen hat das Augenbrauenpiercing bei jüngeren Zielgruppen erneut an Popularität gewonnen.

  • Betonung der oberen Gesichtshälfte: Es setzt einen fokussierten Punkt am Brauenbogen, der die Blickausrichtung betont und die Gesichtsstruktur im oberen Drittel ergänzt.

  • Flexible Schmuckauswahl: Die Optik lässt sich durch den Wechsel der Aufsätze – von schlichten Titan-Kugeln über flache Disks bis hin zu kleinen Spikes – einfach an unterschiedliche Stile anpassen.