AUTOKLAV
DEFINITION
Ein Autoklav ist ein medizinisch zertifiziertes Sterilisationsgerät, das unter Einsatz von feuchter Hitze und Hochdruck sämtliche organischen Krankheitserreger und deren Überdauerungsformen auf Instrumenten und Schmuck vollständig vernichtet.
ANWENDUNG & SPEZIFIKATION
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Funktionsweise: Das Gerät entzieht der Sterilisationskammer in mehreren Zyklen die Luft (fraktioniertes Vorvakuum) und leitet gesättigten Wasserdampf bei 134 °C (bei ca. 2,1 bar Druck) oder 121 °C ein.
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Medizin-Standard: In professionellen Piercingstudios kommen ausschließlich Autoklaven der höchsten Medizin-Klasse B zum Einsatz, da nur sie auch hohle Instrumente (wie Piercingkanülen) und komplexe Schmuckteile zuverlässig entkeimen.
HISTORIE
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Herkunft & Name: Das Wort setzt sich aus dem griechischen autos (selbst) und dem lateinischen clavis(Schlüssel) zusammen. Der Dampfdrucksterilisator wurde 1879 vom französischen Mikrobiologen Charles Chamberland (einem Mitarbeiter von Louis Pasteur) erfunden.
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Entwicklung: Mit der Professionalisierung der Piercingbranche in den 1990er-Jahren wurde der Autoklav von Fachverbänden wie der Association of Professional Piercers (APP) zum obligatorischen Standard erklärt.
WARUM ES EINGESETZT WIRD
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Absolute Entkeimung: Garantiert die Abtötung von hochresistenten Bakteriensporen, Hepatitis-B/C- und HIV-Viren.
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Unverzichtbarer Patientenschutz: Bildet das Fundament des aseptischen Arbeitsablaufs vor jedem Piercingeingriff.