DEFINITION

Knorpel ist ein festes, biologisches Stützgewebe, das den Kernbereich der modernen Piercingkultur am Ohr und der Nase bildet. Da es gefäßlos ist (keine eigenen Blutgefäße besitzt), wird es ausschließlich diffus über die umschließende Knorpelhaut (Perichondrium) versorgt.

SPEZIFIKATION

  • Abheilung: Sehr langwierig (oft 3 bis 12 Monate) und äußerst anfällig für mechanische Druckreizungen und Wildfleisch (Hypergranulationsgewebe).

  • Typische Piercings: Helix, Tragus, Conch, Daith, Rook, Industrial sowie das klassische Nostril.

RELEVANZ FÜR PIERCER

  • Höchste Präzision gefordert: Knorpelgewebe verzeiht keine Trauma-Fehler. Der Piercer muss mit rasiermesserscharfen Nadeln (oder Stanzen beim Punchen) und exzellenter Technik arbeiten, um schwerwiegende Komplikationen (wie eine Knorpelzersplitterung oder Perichondritis) zu verhindern.