VERTICAL LOBE PIERCING
DEFINITION
Das Vertical Lobe Piercing (ausgesprochen: Vör-ti-kal Loub) ist eine seltene und optisch faszinierende Variante des Ohrläppchen-Piercings. Im Gegensatz zum klassischen Ohrloch, das von vorne nach hinten gestochen wird, verläuft der Stichkanal hier senkrecht von oben nach unten durch das Weichgewebe des Ohrläppchens. Wie sein verwandtes Gegenstück, das Transverse Lobe, erfordert es vom Piercer präzises Handwerk, um den Stab perfekt auszurichten.
ANATOMISCHE POSITIONIERUNG
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Lage: Der Schmuck verläuft vertikal von der Oberkante des Ohrläppchens (nahe dem Übergang zur Wange bzw. dem unteren Ohransatz) senkrecht nach unten zur Unterkante. Es sind am Ende nur die beiden Kugeln oberhalb und unterhalb des Ohrläppchens zu sehen.
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Anatomie-Abhängigkeit: Sehr hoch. Voraussetzung ist ein ausreichend voluminöses, fleischiges und frei hängendes Ohrläppchen. Bei sehr kleinen, extrem dünnen oder eng angewachsenen Ohrläppchen reicht das Gewebe oft nicht aus, um einen vertikalen Stab druckfrei und stabil zu halten.
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Schmuckform: Als Erst- und Dauerschmuck wird meist ein gerader Stab (Straight Barbell) oder – je nach individueller Gewebeform – ein leicht gebogener Stab (Bananabell) eingesetzt, um Spannung im Ohrläppchen zu vermeiden.
HISTORIE
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Herkunft & Name: Der Name leitet sich vom lateinischen verticalis („senkrecht“) und dem englischen earlobe(„Ohrläppchen“) ab. Das Piercing entstand in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren im Rahmen der modernen Body-Modification-Bewegung als geometrische Alternative zum gewöhnlichen Ohrloch.
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Entwicklung: Ursprünglich als kreative Spielerei in der Szene entwickelt, gilt es bis heute als handwerkliche Besonderheit, da das senkrechte Einstechen in weiches Gewebe ohne Verrutschen viel Erfahrung verlangt.
WARUM ES IN DEN LETZTEN JAHREN SO BELIEBT WURDE
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Außergewöhnlicher dreidimensionaler Effekt: Durch die vertikale Ausrichtung sitzt der Schmuck nicht flach auf der Haut, sondern rahmt das Ohrläppchen von oben und unten ein. Das sorgt für einen extrem modernen, fast schon architektonischen Look.
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Spannende Kombinationen („Cross-Over“): Ein Vertical Lobe lässt sich hervorragend mit bereits vorhandenen, klassischen Ohrlöchern (von vorne nach hinten) kreuzen. So entstehen auf engem Raum optische Überkreuzungen und vielschichtige Schmuck-Ensembles.
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Hoher Seltenheitswert: Weil nicht jedes Ohrläppchen die nötige Fülle mitbringt und es selten im Mainstream gezeigt wird, ist das Vertical Lobe ein echter Geheimtipp für alle, die ein individuelles Statement abseits des Standards suchen.