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ANTI-EYEBROW PIERCING

DEFINITION

Das Anti-Eyebrow Piercing (oft auch als Teardrop Piercing, Butterfly Kissoder Oberes Wangenpiercing bezeichnet) ist ein Oberflächen– beziehungsweise Dermal-Piercing im oberen Wangenbereich. Es wird schräg unterhalb des äußeren Augenwinkels auf dem Jochbein platziert und bildet optisch das untere Gegenstück zum klassischen Augenbrauenpiercing.

ANATOMISCHE POSITIONIERUNG

  • Lage: Es sitzt auf der Haut direkt oberhalb des Jochbeins, leicht versetzt unterhalb des äußeren Augenecks.

  • Anatomie-Abhängigkeit: Hoch. Da die Haut in diesem Bereich durch die Gesichtsmimik (Lachen, Blinzeln) stark bewegt wird, ist eine ausreichende Gewebedicke und Hautspannung erforderlich. Bei der Verwendung eines Oberflächenstabs besteht ein gewisses Risiko des Herauswachsens, weshalb die genaue Platzierung entscheidend ist.

  • Schmuckform: Als Schmuck kommt entweder eine speziell gewinkelte Surface Bar (Oberflächenstab mit 90-Grad-Biegung) oder ein Dermal Anchor (Microdermal / Hautanker) zum Einsatz. Als sichtbare Aufsätze werden meist kleine Titan-Kugeln, flache Disks oder Glitzersteine getragen.

HISTORIE

  • Herkunft & Name: Der Name beschreibt die Position spiegelbildlich gegenüber der Augenbraue (Anti-Eyebrow = „Gegen-Augenbraue“). Der alternative Begriff Teardrop Piercing rührt von der Nähe zum Tränenbereich unter dem Auge her.

  • Entwicklung: Es entstand Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre im Zuge der Weiterentwicklung von Oberflächen-Piercings. Mit der Einführung von Dermal Anchors Mitte der 2000er-Jahre gewann die Platzierung an Stabilität.

WARUM ES IN DEN LETZTEN JAHREN SO BELIEBT WURDE

  • Betonung der Augen- und Wangenpartie: Die Position auf dem Jochbein setzt einen gezielten Akzent, der die Wange betont und den Blick auf die Augen lenkt.

  • Comeback der Y2K- & Alt-Fashion-Ästhetik: Auf Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram erlebte das Anti-Eyebrow als klassisches Oberflächenpiercing der 2000er-Jahre neues Interesse bei Liebhabern alternativer Styles.

  • Moderne Dermal-Anchor-Technik: Die Verwendung von Hautankern hat das Piercing für viele Träger alltäglicher und unkomplizierter gemacht als die früher ausschließlich genutzten Oberflächenstäbe.