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HAUTDESINFEKTION

DEFINITION

Die Hautdesinfektion (Antiseptik) ist die gezielte Entkeimung der zu piercenden Haut- oder Schleimhautpartie des Kunden vor dem Eingriff, um die Einschleppung körpereigener Oberflächenerreger in den Wundkanal zu vermeiden.

PROZEDUR

  • Die Einstichstelle wird von sichtbarem Schmutz, Lotions oder Make-up befreit.

  • Das Antiseptikum (z. B. Octenisept, Polysept) wird satt aufgesprüht oder mit einem sterilen Tupfer großflächig aufgetragen.

  • Zwingende Beachtung der herstellerspezifischen Einwirkzeit (oft 1 bis 3 Minuten), in der die Stelle trocknen muss und nur noch mit sterilen Handschuhen berührt werden darf.

RELEVANZ FÜR PIERCER

  • Infektionsprävention: Dieser Schritt ist essenziell, da selbst auf gesunder Haut Millionen residenter Bakterien leben, die vom Piercer andernfalls mit der Nadel direkt in tiefes Gewebe oder die Blutbahn verschleppt werden würden.