PERICHONDRITIS
DEFINITION
Die Perichondritis ist eine schwere, äußerst schmerzhafte bakterielle Entzündung der Knorpelhaut (Perichondrium). Sie erlangte ab den 1990er-Jahren traurige Berühmtheit, als das unsachgemäße Schießen von Knorpelgewebe in Modeschmuckläden zu gehäuften HNO-Notfällen führte.
SPEZIFIKATION
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Gefahr: Da Knorpelgewebe über die Knorpelhaut versorgt wird, führt eine eitrige Abhebung der Haut extrem schnell zur Mangelversorgung und zum Absterben (Nekrose) des Knorpels, was irreparable Deformierungen (Blumenkohlohr) nach sich zieht.
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Typische Piercings: Sämtliche Knorpelpiercings der Ohrmuschel (Helix, Tragus, Conch, Rook, Industrial) sowie Nostril können betroffen sein.
RELEVANZ FÜR PIERCER
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Absoluter Notfall: Der Piercer muss bei Verdacht (extreme Schwellung, pulsierender Schmerz, unnatürlich abstehendes Ohrläppchen) sofort handeln. Eine gezielte orale oder intravenöse Antibiotika-Therapie durch einen Arzt ist unumgänglich, um das Ohrgerüst zu retten.